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 What if..?

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Felicia Scales
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Dämon
Anmeldedatum : 20.06.16
Alter : 26
BeitragThema: What if..?   03.08.16 17:05

What if..?
04.Juli
Lebanon, Innenstadt
Chance Taylor und Felicia Scales

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Nervös durchwühlte ich meine Tasche und suchte meinen Taschenkalender, der in den Tiefen dieses Chaos sein musste. Achtlos wurden alle anderen Dinge durch das Auto geworfen, immer hektischer und langsam verzweifelt. Seit gut einem Tag war ich aus dem Versteck verschwunden um den Kopf wieder frei zu bekommen und ein paar Dinge zu erledigen. Bei Crowley im Versteck hatte ich mindestens einen Schatten der immer bei mir war, mindestens einen Dämon der mich bewachte. Der King of Hell war schwer beschäftigt und den ganzen Tag unterwegs, besuchte mich wenn nur am späten Abend. Das war der Vorteil eines Dämons: Er musste nicht schlafen. Oder irgendwelche anderen nervigen Dinge tun die man als Mensch so tun musste. Doch nach einigen Tagen unter strengster Bewachung in der selbst der Gang zur Toilette angekündigt werden musste brauchte ich einfach mal Zeit für mich ohne ständig von mordlustigen Kreaturen der Hölle angesehen zu werden als würden sie abwägen wie sie mich am besten töten konnten. Vermutlich war der einzige Grund weshalb sie mir nichts angetan hatten der, das es dann vom King persönlich mehr als großen Ärger geben würde. Das zeigte auch die Tatsache das ich sie immer wieder damit aufzog als ach so hoch gearbeitete Dämonen nun auf einen Menschen aufzupassen, dem sie kein Haar krümmen dürften; Babysitter spielen mussten. Meiner Meinung nach eine ziemlich pikante Situation.
Doch vor wenigen Augenblicken war mir etwas aufgefallen was mir ganz und gar nicht gefiel, was ich sofort genau nachschauen musste um sicher zu gehen. In der Ruhe die ich für mich hatte ist mir aufgefallen das ich mit meiner Periode schon eine Woche überfällig war. Als ich den Kalender endlich gefunden hatte und hektisch darin blätterte blieb mein Herz stehen. Es stimmte, ich war eine Woche drüber. "Fuck. Fuck, fuck, fuck." Auch der Kalender wurde nun achtlos auf den Rücksitz geworfen, meine Hände krallten sich fest ins Lenkrad. In meinen Gedanken rechnete ich nach, wie und vor allem ob das möglich war. War es.  In meinem Schrecken rechnete ich nach wie lange dieser Onenightstand mit Dean zurück lag und atmete kurz erleichtert auf, nur um danach klar zu stellen das nur der Dämon, Crowley in Frage kam. Sollte es tatsächlich in Frage kommen das ich schwanger war, von einem Dämon dessen Absichten mir noch immer unklar waren?  


So schnell wie ich konnte stieg ich aus dem Fahrzeug aus und rannte zur nächsten Apotheke die vier Straßen entfernt lag. Es war ein ziemlich kleiner Laden, wie es in dieser Kleinstadt für die meisten Läden üblich war. Ein flackerndes Schild das das bekannte Zeichen der Apotheken deutete strahlte mir entgegen und ein Schaufenster in dem gerade das Licht ausging und die Tür verschlossen wurde stellte sich dar. Verzweifelt klopfte ich an der Tür, doch die Dame im Inneren grinste mich nur an und ließ das Verdeck der Fenster runter.  Du verdammte.. Ich wusste nicht ob mich diese Situation einfach nur wütend machte oder die Verzweiflung in mir schürte. Was auch immer es war: Ein Wechselbad der Gefühle schoss durch meinen Körper. Mir wurde heiß und Schweiß stieg mir auf die Stirn, mir wurde eiskalt und ich zitterte. Jegliche Farbe aus meinem Gesicht entwich mir und ich war noch blasser als sowieso schon.  
Ich schlug auf die Tür ein, trat dagegen. Doch es regte sich nichts. Gedanken fuhren immer schneller durch meinen Kopf, Gedanken die sich kreuzten und mich immer mehr verunsicherten. Ich könnte schwanger sein, schwanger von einem Dämon. Von dem König der verdammten Hölle. Meine Hand legte sich auf meinen Bauch und lag auf diesem. Ist sowas wirklich möglich? Kann ein Dämon überhaupt einen Menschen schwängern? Und wenn das geht, was wird es? Ein normales Kind? Ein Dämon? Halb Dämon, halb Mensch?  
In mir rasten Gefühle, die ich nicht deuten konnte. Meine Vorstellung brachte mir Bilder in den Kopf von Monstern, Szenen aus Filmen in denen solche Babys die Mütter von innen heraus töteten oder diese sich in ein anderes Monster verwandelte. Verwirrt lief ich in eine Gasse neben der Apotheke, trat einen schweren Mülleimer um und prügelte hemmungslos auf diesen ein. Ich schrie, ließ ein paar Tränen der Verzweiflung lauf und warf achtlos Gegenstände um mich herum. Wut, Verzweiflung, Ahnungslosigkeit und die pure Angst drehte sich wie ein Karussell um mich und ließ meine Beine zittern.
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Chance Taylor
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Anmeldedatum : 24.06.16
BeitragThema: Re: What if..?   03.08.16 20:59

Nachdenklich las Chance erneut den Zeitungsartikel durch, der ihm von einem unbekannten Absender geschickt worden war. Es gefiel ihm absolut nicht, denn immerhin könnte das eine Falle sein. Und warum hatte er so eine komische SMS bekommen? Er war ja kein Jäger. Auch wenn er sich mit Dean und Sam unterhalten hatte, weigerte er sich nach wie vor, sich als Jäger zu sehen. Er war nur ein einfacher Soldat, der da hin und wieder in Dinge rutschte, die er nicht wissen wollte. Nicht mehr und nicht weniger. In Gedanken versunken schlenderte er die Straße entlang. Eigentlich hatte er mit dem Gedanken gespielt, sich in der Apotheke irgendwas zu holen, damit er besser einschlafen konnte. Auch wenn der Hexenbeutel von Luna wahre Wunder gegen die Albträume gewirkt hatte, funktionierte das mit dem Schlafen noch immer nicht wirklich. Baldrian oder so kram sollten doch helfen, oder nicht? Allerdings war in der Apotheke das Licht bereits aus und er wollte gerade wieder umdrehen und gehen, als er ziemlichen Rabautz aus der Seitengasse vernahm.

Scheppern, Schreie, noch mehr Scheppern. Wie so oft in solchen Situationen setzte bei Chance das logische Denken aus. Das gesunde Denken, das ihm sagen würde, das Weite zu suchen oder sich nur mit Vorsicht zu nähern. Nein, Vorsicht war nicht das erste, was ihm einfiel und so stürmte er schnurstracks in die Seitengasse, denn das klang so als wäre dort jemand in Schwierigkeiten, auch wenn er es seltsam fand, dass in so einem verschlafenen Kuhkaff Überfälle überhaupt stattfanden.

Ein Überfall war es aber wohl nicht, denn er fand nur eine Person, die sich rasend vor Wut über die Mülltonne her machte und auch wahllos Müll in der Gasse verteilte. Mit gerunzelter Stirn blieb er stehen und zog sein Handy erneut hervor. Wenn diese Frau unter eine Psychose litt, sollte er ihr lieber nicht zu nahe kommen. Also lieber die Polizei und einen Notarzt verständigen ... Doch nachdem er die Nummer eingetippt hatte, blieb sein Finger über der Wahltaste hängen und seine Augen weiteten sich. Die Frau kannte er doch! Das Handy verschwand wieder in der Tasche und Chance näherte sich nun doch langsam. "Felicia?", erkundigte er sich vorsichtig. War sie erneut das Opfer irgendeines komischen Zaubers gewesen? Hatte der König der Hölle ihr gerade eröffnet, dass er ein besseres Spielzeug hatte und es ihm nie ernst mit ihr gewesen war? Was auch immer passiert war, er konnte jetzt nicht so einfach weggehen und sie sich selbst überlassen. Das ging einfach nicht. "Hey, Felicia", sprach er sie etwas lauter an.
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Felicia Scales
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Dämon
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Alter : 26
BeitragThema: Re: What if..?   03.08.16 21:28

Immer noch kreisten alle meine Gedanken um dieses eine Thema und ließen mich wahnsinnig werden. Mein Kopf schmerzte schon und auch mein Fuß schmerzte langsam von den Tritten. Ich hatte tatsächlich die Gabe mich selbst zu verletzen wie ich fest stellte. Doch in diesem Fall war das nur Nebensächlich. Denn es bestand die Möglichkeit einen kleinen Dämonen in mir zu haben der vielleicht zu einer Naturkatastrophe mutieren könnte,.. Meine Fantasie spielte mir einen Streich nach dem anderen.
Verzweifelt stieß ich die Mülltonne letztendlich in die hinterste Ecke der Gasse und griff mit beiden Händen verzweifelt in meine Haare. Eine durchaus bekannte Stimme hinter mir durchbrach die gesamte Situation und ließ mich kurz zusammen zucken. So schnell ich konnte wischte ich mir die Tränen aus dem Gesicht, atmete tief durch und versuchte mich zu beruhigen, was nur mäßig gelang. Langsam drehte ich mich zu ihm und sah Chance an, der ein wenig unsicher da stand und mich genau musterte. Noch immer musste ich blass wie Kreide gewesen sein, trotz allen Bemühungen mich zu beruhigen. Der Kopf schmerzte noch immer, der Kreislauf drehte sich fröhlich weiter.


"Chance? Was...Was zur Hölle machst du hier?" Überrascht sah ich mich um. Es war nur Chance, niemand sonst war bei ihm. Wie groß musste der Zufall sein das ich ausgerechnet in dieser Situation auf ihn traf? Den einzigen Menschen neben den Winchesters und Crowley den ich kannte und den ich auf irgendeine Art und Weise mochte. Allerdings wusste ich noch nicht ob ich mich freute ihn zu sehen, oder aber ich schnell davon laufen sollte. Was würde Chance nur davon halten? Vermutlich würde er mich spätestens dann verurteilen.


Ich rieb mir mit meiner Hand über die feuchten Augen, schluchzte noch einmal und holte tief Luft um mich wieder zu beruhigen. Ich versuchte gerade stark zu wirken, aber mein Körper wollte einfach nicht. Ein paar Schritte lief ich auf ihn zu, musste auf halben Wege jedoch anhalten und mich an die Wand lehnen. Langsam ließ ich mich an der Wand sinken, bis ich am Boden saß, die Beine anzog und meine Arme darum legte. Ich musste gerade wie ein Wrack wirken, wie ich an der Wand neben Müll kauerte und nicht mehr wusste was ich tun sollte.
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Chance Taylor
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Anmeldedatum : 24.06.16
BeitragThema: Re: What if..?   04.08.16 4:49

"Die Frage geb ich glatt gleich mal zurück", antwortete Chance mit einem kleinen Grinsen. "Vor allem, warum schlägst du 'ne Mülltonne zusammen?" Nicht nur dass es seltsam war, dass sie beide im gleichen Kuhkaff waren, zur gleichen Zeit, aber ihre Aktion hier war gleich noch seltsamer und er wollte wirklich wissen, was passiert war. Irgendwas musste sie ganz gewaltig verstört oder wütend gemacht haben. Als sie zu ihm sah, merkte er, wie blass sie war. Sie sah gerade wirklich nicht gut aus und er ging noch ein bisschen weiter auf sie zu.

"Ich würd ja frag'n wie's dir geht, aber ich glaub, die Antwort kenn ich schon. Was is' passiert?", erkundigte er sich geradezu sanft und ging auf das Häuflein Elend zu, das dort an der Wand hockte. So hatte er sie nicht erlebt, als sie von einer Hexe verzaubert worden waren oder nachdem sie ein menschliches Leben ausgelöscht hatten. Chance brauchte nicht viel Phantasie um sich auszumalen, dass es war recht schlimmes sein musste, dass es sie so aus der Fassung bringen konnte.

Er schloss die mittlerweile geringe Distanz zwischen ihnen und ging vor ihr in die Hocke. Sanft legte er die Hand auf ihre Schulter und drückte bestätigend. "Hey, red mit mir, huh? Vielleicht kann ich helf'n?", versuchte er zu ihr durchzudringen und strich ihr behutsam über den Rücken. Allem voran wollte er wirklich nicht, dass sie hier hocken blieb, zwischen all dem Müll. Wenn jemand sie beide hier sah, bekäme sie am Ende noch eine Anzeige wegen Verschmutzung oder sonst nen Humbug. "Sollt'n erst ma von hier verschwind'n", meinte er sanft. "Oder den Müll wieder aufräumen", schob er mit hochgezogenen Augenbrauen nach.
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Felicia Scales
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Dämon
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Alter : 26
BeitragThema: Re: What if..?   04.08.16 5:09

Mit einem frechen Grinsen kam nur die Gegenfrage von ihm, und die Frage warum ich in diesem kleinen Kaff eine Mülltonne in der hintersten Ecke demolierte. Eine berechtigte Frage wenn man sich die ganze Situation mal genauer anschaute. Während ich mich zu ihm drehte und hoffte mir nichts anmerken zu lassen musste er wohl registriert haben wie bescheiden ich aussah, denn er kam gleich einen Schritt auf mich zu und blickte mich nun besorgt an.
Als ich auf dem dreckigen Boden hockte und wie eine verlorene Seele wirken musste kam er weiter zu mir und sprach auf mich ein, meinte das er wohl nicht fragen müsste wie es mir ginge. Den Nagel auf den Kopf getroffen nickte ich einfach ganz leicht und schloss die Augen, um irgendwie meine Gedanken sortieren zu können. Doch leider war das scheinbar unmöglich.

Bei unserem ersten Aufeinandertreffen hatte er mich als vorlaute, direkte und ziemlich ruhige Person kennen gelernt, verzaubert von einer Hexe die mich dazu zwang die Wahrheit auszusprechen. Er musste Macarena tanzen, was im Nachhinein betrachtet verdammt lustig war. Doch nicht einmal dieser Gedanke konnte mich annähernd aufmuntern. Er hatte mich kennen gelernt wie ich war und nun sah er mich wie ein schwaches, verletztes Mädchen auf dem Boden hockend. Doch ich konnte mich nicht zusammen reißen, zu hart waren die Gedanken in meinem Kopf. Wäre es nicht der König der Hölle wäre das Ganze wohl weniger dramatisch, doch so..

Irgendwann spürte ich nur wie jemand vor mir in der Hocke war und seine Hand auf meine Schulter legte, sanft drückte und mich aufmunternd anlächelte. Die Tränen trockneten nur langsam und die Verzweiflung musste mir deutlich im Gesicht gestanden haben. "Du kannst nicht helfen. Niemand kann das, wenn es wahr ist." murmelte ich nur und wischte mir schluchzend die Wange trocken. Sein Vorschlag klang gut, immerhin hätte jederzeit jemand vorbei kommen können und das Chaot sehen können. Im Normalfall hätte ich wohl all das Chaos wieder weg geräumt, doch in diesem Moment war es einfach Nebensache wie die Umgebung aussah. Also nickte ich nur verzweifelt und ließ mich von Chance auf die Beine ziehen. Ein kleines Stück gingen wir, bis wir aus der Gasse raus waren und ich beide Hände vor mein Gesicht hielt. "Ich.. Ich.. Oh mein Gott, ich weiß nicht was ich tun soll wenn es stimmt." flüsterte ich apathisch und sah zu Boden. Chance musste ziemlich verwirrt gewesen sein, immerhin wusste er noch immer nicht worum es ging. Meine Hand lag wieder wie automatisch auf meinem Bauch und verharrte dort, während mein Blick starr ins Nichts glitt. Chances Anwesenheit tat gut, das war mir jedenfalls klar in diesem Moment.
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Chance Taylor
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BeitragThema: Re: What if..?   04.08.16 5:31

Es kam keine wirkliche Antwort von der jungen Jägerin und langsam machte sich Chance wirklich Sorgen. Noch mehr als er ihr Gesicht sehen konnte. Sie schien wirklich völlig durch den Wind. Seine Gedanken gingen nicht zu einem schwachen, verletzten Mädchen, sondern einer Freundin in Not, auch wenn er noch immer keine Ahnung hatte, was für eine Notsituation sie derartig aus der Bahn geworfen hatte. Sie wirkte geradezu weggetreten und Chance versuchte sie eben mit sanften Berührungen wieder aus der Lethargie zu ziehen. Es wirkte. Mehr oder weniger.

Dass er ihr nicht helfen könne und auch niemand sonst, machte ihm gleich noch mehr Sorgen. Nichts wurde so heiß gegessen wie es gekocht wurde, oder? Es gäbe doch gewiss eine Möglichkeit, ihr zu helfen, ganz egal was es war. Leicht runzelte er die Stirn, bei ihrer Wortwahl. 'wenn es wahr ist' meinte sie. Also war es irgendein Gerücht oder etwas, das noch nicht mit Sicherheit eingetreten war? Das war doch ein kleiner Lichtblick, oder nicht? Verwirrt war er wohl, aber das störte ihn kaum. Wichtig war, dass es Felicia ziemlich schlecht ging und er sich ihrer annehmen würde, bis sie sich zumindest wieder beruhigt hatte.

Sie verließen die Seitengasse, wobei er ihr den Arm um die Schultern gelegt hatte und sie an sich zog, als müsse er sie stützen. Sein Wohnmobil war nur zwei Straßen weiter geparkt, aber eigentlich war es ja sein ungeschriebenes Gesetz, dass er niemanden eintreten ließ. Allerdings war er gewillt, diesmal eine Ausnahme zu machen, denn ihr würde wohl etwas zu trinken und sich setzen können, im Moment ganz gut tun. Allerdings kamen sie nicht weit, denn Felicia schlug die Hände vor's Gesicht und erneut brach die Panik aus ihr hervor. Chance blieb ebenfalls stehen und zog sie einfach in eine feste Umarmung. Die Hand auf ihrem Bauch fiel ihm im Moment nicht wirklich auf. "Hey", murmelte er sanft. "Was ist denn los um Himmels Willen?" Was konnte denn so schlimm sein, dass sie dermaßen in Panik verfiel?
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Felicia Scales
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Dämon
Anmeldedatum : 20.06.16
Alter : 26
BeitragThema: Re: What if..?   04.08.16 14:34

Chance ließ nicht von mir ab und stützte mich beim gehen, gab mir das Gefühl das ich nicht allein war. Neben all der Panik die sich noch immer wie ein heißes Eisen durch mich durch fraß spürte ich ein sehr unbekanntes Gefühl. Dieses Gefühl das ich hatte als ich Dean zum ersten mal begegnet war. Das Gefühl das ich nicht alleine auf dieser Welt war, das es jemanden gab der sich um mich sorgte und mir seelisch beistand. Doch selbst das schwächte die ganzen Gefühle nicht ab. Während wir erneut stehen blieben und ich mir durch mein Gesicht fuhr zog Chance mich wortlos in eine enge Umarmung und hielt mich lange in dieser, strich mir beruhigend über den Rücken. Mit einigen tiefen Atemzügen bekam ich zumindest meinen Atem wieder unter Kontrolle und vergrub mein Gesicht in seiner Brust, hielt mich an ihm fest.

"Jetzt hab ich deine Jacke voll geweint." schluchtzte ich und blickte zu ihm auf, entschuldigend. Meine Hand trocknete die Tränen die auf seiner Jacke zurück geblieben waren und die Umarmung wurde langsam aufgelöst. Erneut fasste meine Hand an meinen Bauch, diesmal allerdings weil mir durch all die Auufregung ziemlich schlecht war. Oder war es etwas anderes als die Aufregung?
"Oh,.. Ich glaub ich muss kotzen." murmelte ich nur und seufzte. Nein, ich musste mich nicht übergeben. Aber das Gefühl in meiner Magengegend war so unangenehm drückend das ich mir wünschte einfach all diese Gefühle das Klo runter spülen zu können.

Mein Blick glitt wieder zu Chance. "Ich weiß das ich der Hölle versprochen bin, aber.." Ich brach ab und atmete noch einmal tief durch, aus Angst wie Chance wohl darauf reagieren könnte. Es bedeutete mir etwas, von ihm zu hören was er von mir hielt. "Ich bin drüber." Mehr konnte ich nicht sagen, denn schon wieder erstickten meine kommenden Tränen meine Luft. Diesmal konnte ich den Heulkrampf aber unterdrücken. "Was wenn es sich bewahrheitet und ich ein dämonisches Monster in mir groß ziehe? Mit Hörnern, roten Augen und Feuer.." Mein Hirngespenst sponn schon wieder mächtig alle möglichen und unmöglichen Bilder in meinem Kopf. "Crowley wird mich töten, wenn es so ist. " Ich war mir sicher das er mit einem Schnipsen meinem Leben ein Ende setzen würde wenn er heraus finden sollte das ich schwanger von ihm war. Die Möglichkeit das es nicht so ist wurde von meinem Kopf gekonnt ausgeblendet.
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Chance Taylor
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BeitragThema: Re: What if..?   05.08.16 6:31

Chance zog etwas belustigt die Augenbrauen hoch. "Das is' Leder. Die kann's ab. Mach dir keine Sorgen", gab er freundlich zurück. Als sie meinte, sich übergeben zu müssen, strich er ihr sanft über den Rücken. "Is ne Panikattacke. Tief Luft hol'n. Langsam atmen." Oh, er hatte schon mehr als eine derartige Attacke gesehen und ja, das sah sehr nach selbiger aus. Mit denen kannte er sich aus, da er auch selbst des Öfteren darunter litt. Weiter rieb er ihr beruhigend über den Rücken, bugsierte sie sanft zur Wand, damit sie sich anlehnen konnte und strich dann vorsorglich schon einmal ihre Haare nach hinten, um sie ihr aus dem Gesicht zu halten, sollte sie sich wirklich übergeben müssen. Das war schließlich alles kein Grund, um jetzt wieder zu gehen und sie damit allein zu lassen.

Chance runzelte verwirrt die Stirn. Der Hölle versprochen? Nun gut, wer sich mit dem König der Hölle im Bett wälzte hatte wohl kaum ein Anrecht auf einen Platz im Himmel. Doch ihre nächsten Worte verwirrten ihn total. Drüber? Worüber war sie denn? Erst als sie anfing von einem dämonischen Monster zu labern, dass sie wohl in sich großziehen würde, fiel endlich der Groschen und seine Augen wurden groß. "Oh!", brachte er hervor, denn das war ja nun wirklich ein ganz anderes Problem. "Oh ...", murmelte er erneut. "Wie weit bist du drüber?", erkundigte er sich schließlich. "Und wenn du schwanger wärst ... dann wäre das Crowleys Kind?" Was war das dann? Ein Halbdämon? Ein Dämon? Oder doch ein menschliches Kind, weil Crowley wie alle Dämonen in einer menschlichen Hülle steckte? Hatte er da nicht etwas gelesen ...

"Komm erst mal mit zu mir", meinte er schließlich leise. "Setzen und beruhigen. Dann gucken wir weiter." Kurz sah er sie fragend an. "Oder hast du hier ne Wohnung oder ein Hotelzimmer, wo du lieber wärst?" Gewiss würde er sie nicht zwingen zu ihm mitzukommen, wenn sie lieber in den eigenen vier Wänden wäre.
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Felicia Scales
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Dämon
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Alter : 26
BeitragThema: Re: What if..?   05.08.16 13:47

Mit der Hilfe von Chance schaffte ich es doch einigermaßen mich zu beruhigen, während ich erneut an einer kalten Wand lehnte und von meinem Gegenüber gahalten wurde. Seine Hand strich beruhigend über meinen Rücken und seine FInger strichen einige Haarsträhnen aus meinem Gesicht wohl für den Fall das ich mich wirklich übergeben müsste. Chance hatte solch Ausbrüche definitiv schon öfter erlebt oder vielleicht selbst durchgemacht, denn so wie er sich um mich sorgte umd kümmerte wusste er genau was er tun musste.

Scheinbar dauerte es bei ihm einige Momente bis er verstand was ich überhaupt gemeint hatte. "Oh." hatte er gesagt. Und er wiederholte sich, ehe er mich mit großen Augen anblickte. Die Frage wie lange ich denn drüber war versetzte mir erneut den Stich in die Gedanken. "Eine Woche." murmelte ich leise und fuhr mir erneut mit der Hand verzweifelt durch mein Gesicht. Bei ein, Zwei oder vielleicht auch Drei Tagen wäre die Verzweiflung wohl nicht so groß gewesen, doch eine ganze Woche war da schon definitiv zu viel. Chance erfragte ob es im Falle einer Schwangerschaft tatsächlich Crowleys Kind wäre, worüber ich nachdenken musste. Natürlich war klar das er nur in Frage kam, doch eher spielte mein Kopf wieder ab wie der King es erfuhr und mich mitsamt dem unbekannten Wesen in mir töten lassen würde. Oder nicht?
"Ja, Crowley wäre der.. Vater?" Konnte man ihn dann so bezeichnen? Ich wusste ja nicht einmal was es werden würde. Ein Mensch? Ein Dämon? Oder eine Mischung aus beidem? Gab es so etwas überhaupt? "Ich weiß ja nicht mal welche Art von Leben in Frage kommen würde, sollte es so sein.."

Sein Vorschlag zu ihm zu gehen überraschte mich ein wenig, denn trotz allem dachte ich mir das Chance jemand war der zu Hause abschaltete und daher sein zu Hause heilig war. Ich schüttelte auf die nächste Frage nur leicht den Kopf. "Nein, diesmal nicht.. Ich will dir wirklich keine Umstände machen,.." murmelte ich leise und stieß mich wackelnd von der Wand ab.
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Chance Taylor
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BeitragThema: Re: What if..?   05.08.16 15:04

Ein wenig schien die junge Frau sich doch zu beruhigen. Eine Woche war sie drüber. Chance runzelte nachdenklich die Stirn. "Hm. Als wir uns das letzte mal geseh'n haben, hattest du irgend'nen selbstmörderisch'n Plan vor, den du ausgeführt hast", meinte er nachdenklich. "Is gut möglich, dass der ganze Stress dir die Hormone durcheinander geschmiss'n hat. Gut möglich, dass du desweg'n drüber bist ...", gab er zu bedenken und hoffte, dass sie ihn nicht gleich ansehen würde als wäre ihm ein zweiter Kopf gewachsen. "Hab ne kleine Schwester", meinte er grinsend. "Der is das auch schon passiert." Und im Gegensatz zu seinem Bruder redete seine Schwester nach wie vor mit ihm - auch wenn meist sie diejenige war, die redete und er hörte nur zu. Er nickte knapp, als sie bestätigte, dass wirklich Crowley der Vater wäre. "Und du meinst, der is nich so begeistert von?", erkundigte er sich ruhig weiter. Die Frage was da - gesetzt dem Fall, dass sie schwanger war - in ihr heranwuchs, konnte Chance auch nicht so einfach beantworten und er grübelte etwas darüber. "Halbdämon, vielleicht? Immerhin bist du ja 'n Mensch ..." Dass es irgendein abscheuliches Monster sein würde, konnte er sich nicht wirklich vorstellen. Aber da würden sie wohl mal recherchieren müssen.

"Uh-uh." Chance schüttelte entschlossen den Kopf, als die junge Jägerin was von 'keine Umstände' faselte. "Ich lass dich jetz' bestimmt nich allein. Find dich damit ab. Frage is nur: Zu dir, oder zu mir?", verkündeter er mit einem kleinen Grinsen. Nein, alleine sein war das letzte, was sie jetzt gebrauchen konnte. Da würde sie nur alle möglichen Hirngespinste zusammenbasteln. "Ich mein's ernst", meinte er dann nochmal sanft. "Du sollte'st jetz' nich' allein sein. Und das sin' keine Umstände. Is nich' so als hätt ich Riesenpläne, als mach dir bitte keine Sorg'n." Gespannt sah er sie an, wartete ab, ob sie klein beigeben und ihm sagen würde, wo sie hin wollte, oder ob sie darauf pochen würde, dass sie gehen sollte und sich ihre Wege trennen sollten.
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Felicia Scales
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Dämon
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Alter : 26
BeitragThema: Re: What if..?   05.08.16 17:32

Die mögliche Erklärung für all das Chaos das ausgebrochen war klang plausibel, wenn auch die Panik noch immer mehr wog. Chance schien sich gut damit auszukennen, weshalb mein Blick mit gehobener Augenbraue und einem leichten Grinsen zwischen den roten Augen zu ihm fuhr. "Kleine Schwester, das erklärt das." Leicht schmunzelnd stellte ich mir Chance mit einem kleinen Mädchen vor. Ein sehr schöner Gedanke. Ich konnte mir vorstellen das Chance ein verdammt toller, großer Bruder sein musste. Der Gedanke lenkte mich leicht ab und gab mir die Möglichkeit tief durch zu atmen ohne danach das Gefühl zu haben keine Luft mehr zu bekommen.

Als er das Thema wieder auf Crowley lenkte seufzte ich ausgiebig. Würde er sich freuen wenn ein Mensch ankäme und ihm eröffnen würde das dieser von ihm schwanger war? Sicherlich nicht. Also schüttelte ich nur den Kopf, zuckte aber gleichzeitig mit den Schultern. "Ich habe mit ihm nicht drüber geredet. Also .. Ich weiß es nicht. Aber ich bin mir sicher das er alles, nur nicht erfreut wäre. Vermutlich würde der mich sofort einsperren lassen oder schlimmeres."
Auch die Frage die noch immer offen stand nach dem Was beschäftigte mich. Die Vorstellung von einem Monster hatte sich mittlerweile auch in meiner Fantasie zurück gezogen. Entweder würde es ein Dämon sein, oder aber ein Mensch. Etwas dazwischen.. Was würde es dann sein? "Ich habe keine Ahnung was es dann wäre. Wie nennt man einen halben Menschen der zugleich halber Dämon ist?" Vermutlich würde ich mich so bald wie möglich ran setzen und recherchieren.

Schnell unterbrach er mich als ich von Umständen sprach und sah mich eindringlich an. Er würde mich nicht alleine lassen wollen, wofür ich ihm sehr, sehr dankbar war. Bei der eindeutig zweideutigen Frage musste auch ich lächeln und seufzte. Mein Blick glitt ein wenig ins freche. "Dann zu dir." Ich war in diesem Moment so dankbar das ich Chance durch Zufall damals in Arkansas begegnet war, denn ansonsten hätte er mich an diesem Abend wohl nicht getroffen und mir geholfen. Ich nickte also nur und lehnte mich beim gehen an ihn. "Danke, Chance. Das ist nicht selbstverständlich.. Die meisten wollen mich wohl töten oder foltern, würden sich freuen mich so zu sehen." Ja, durch die Sache mit Crowley hatte ich einige Feinde auf allen Seiten. Es gab Dämone die mich hassten, es gab die Engel und dann gab es noch Jäger die mich ebenfalls verurteilten.
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Chance Taylor
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Anmeldedatum : 24.06.16
BeitragThema: Re: What if..?   05.08.16 18:49

Chance lachte kurz auf. "Japp. Die is redselig und ich hab mehr mitbekomm' als mir lieb wär", erklärte er zwinkernd. "Gibt Kram, den man als großer Bruder lieber nicht wissen würd." Früher war er bestimmt ein toller Bruder gewesen, aber in den letzten Jahren hätte er das nicht mehr unterschrieben. Warum sich Donna ihm überhaupt noch anvertraute und nicht gänzlich zum Zwilling gewechselt hatte, wusste er wirklich nicht, aber irgendwie war er froh, dass sie ihn noch immer als den großen Bruder sah, den man vollquasseln konnte, auch wenn sie kaum viel aus ihm herausbekam.

Leicht nickte Chance. Immerhin kannte er diesen Crowley gleich gar nicht und ob Dämonen generell Kinder wollten, war auch eine ganz andere Frage. Wenn dem so wäre gäbe es doch gewiss viel mehr davon, würde man öfter etwas davon hören ... oder nicht? "Kann man so ein Dämonenbaby abtreiben oder schützt sich das irgendwie davor?", grübelte er laut nach. Er war wahrlich kein Freund von Abtreibung, aber in dem Fall würde wohl kaum jemand sagen, dass es eine schlechte Idee wäre, oder doch? Bei der Frage, wie man so eine Dämonenbrut denn nennen würde, musste Chance die Schultern zucken. "Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung", gestand er leise. "Nie drüber nachgedacht. Weiß auch grad nich', ob ich d'rüber schon was geles'n hab. Muss ich mal genauer nachgrübeln."

Chance nickte knapp, als Felicia meinte, sie sollten zu ihm gehen. "Ich hoff' du hast kein Problem mit Hund'n", meinte  er noch. "Ich hab einen." Was sie vielleicht schon wusste. Immerhin hatte er bei ihrem ersten Treffen Hundefutter eingekauft gehabt. "Komm", meinte er dann wieder sanft und legte die Hand auf ihren unteren Rücken, um sie liebevoll aber bestimmt mit sich zu führen. Dass sie sich etwas an ihn lehnte, war ihm nur Recht. Immerhin war das schon echt ein harter Brocken, den sie da im Moment womöglich schlucken musste. Er zuckte leicht die Schultern bei ihren Worten. "Ich kenn Crowley nich'", gab er schlicht zurück. "Vielleicht isser einfach tierisch charmant und würd mich auch um den klein' Finger wick'ln. Kann dich nich für was verurteilen, von dem ich keine Ahnung hab, oder?" Er blickte sie fragend an. Konnte er es verstehen oder gutheißen? Nicht wirklich. Aber das hieß nicht, dass er Felicia jetzt den Tod wünschte.

Er bog mit ihr and der Kreuzung ab und ging weiter in Richtung seines Wohnmobils. Irgendwie war er ja doch gespannt, was sie dazu sagen würde, dass er sein Haus auf vier Rädern immer dabei hatte. Auch wenn es etwas eng war, war es doch gemütlich, wie er fand. Aber Geschmäcker waren bekanntlich verschieden und womöglich würde sie es schnell bereuen, dass sie gemeint hatte, sie sollten zu ihm gehen.
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Felicia Scales
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Dämon
Anmeldedatum : 20.06.16
Alter : 26
BeitragThema: Re: What if..?   06.08.16 3:38

"Wie kleine Geschwister so sind." Ich erinnerte mich daran wie ich damals mit den Freunden meines Vaters umgegangen war. Ihre Söhne waren wie Brüder für mich, die Brüder die ich niemals gehabt hatte. Bis meine Eltern beide starben als ich 12 Jahre alt war, lebte ich normal und wuchs mit vielen Brüdern auf, wenn man so wollte. Ich war Einzelkind, doch waren sie eben wie Brüder für mich und sie behandelten mich ebenfalls so. Wenn ich Angst in der Nacht hatte waren sie da, wenn meine Eltern weg waren. Wenn mich jemand ärgerte waren sie da, wenn ich für einen Jungen in der Schule schwärmte. Ich war die typische kleine Schwester die immer einen Kreis von großen, starken Brüdern um sich herum gehabt hatte. Und jetzt? Jetzt war ich alleine. Fast.

Chances Frage ließ mich erneut nachdenken. Konnte man ein Dämonenbaby abtreiben? Wie sollte es sich schützen`Würde es was bringen Weihwasser zu trinken? Da Chance auch nichts davon wusste blieb mir nur spekulieren und hoffen. Meine Fantasie nutzte dies wieder aus und schickte Bilder in meinen Kopf die mich beinahe wieder zusammen brechen ließen. Doch ich fing mich und atmete tief durch. "Wenn es nötig ist trinke ich Literweise Weihwasser.. Vielleicht findet man was im Internet.."

Meine Augen begannen zu glänzen als er von einem Hund sprach, also schüttelte ich schnell den Kopf. "Nein, ich liebe Tiere." Ich hatte mir immer einen Hund gewünscht, da ich mit Katzen und Hunden aufgewachsen war. Doch wegen den Geschehnissen habe ich mich nie getraut die Verantwortung für ein Tier zu übernehmen. Vermutlich war das gut so, immerhin würde ich jetzt kein Tier mit mir nehmen können. Während ich mich an ihn lehnte hatte er seine Hand auf meinen unteren Rücken gelegt und führte mich so sanft aber bestimmend durch die Straßen. Es fühlte sich gut an das er mich so hielt, ich spürte die Nähe und fühlte mich so wie es damals in meiner Kindheit war. Als Chance meinte das er Crowley nicht kannte und dieser Dämon ja vielleicht auch ihn um den Finger wickeln würde musste ich lachen. Wenn Crowley wollte würde er Chance sicherlich schwer machen können nein zu sagen, doch ich schätzte Chance als einen starken Geist der sich gegen den König behaupten könnte, wenn er wollte. "Vielleicht würde er das.. Er ist nicht umsonst der König der Hölle." Grinsend seufzte ich.

Als wir ankamen und ich nur einen Wohnwagen erblickte sah ich seitlich zu ihm, um sicher zu gehen das wir richtig waren. Er gab mir keinen Grund dazu anzunehmen das wir falsch waren, also lächelte ich begeistert. Beim betreten des Wohnmobils sah ich mich staunend um. Es war klein und kompakt, aber es wirkte gemütlich und verdammt heimisch. Ich sah ihn wieder strahlend an, vergaß einen Moment alles was um mich herum geschah. "Wow. Das ist toll. Es ist wirklich verdammt schön hier." sagte ich und erblickte den beigen Hund. Ein sehr schönes Tier wie ich fand. Der Hund passte zu Chance, eben so wie dieses Wohnmobil. Ich fand es toll, denn es war klein, gemütlich und offenbarte einem so viele Möglichkeiten zu reisen, ohne sich von Motel zu Motel zu schleppen.
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Chance Taylor
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BeitragThema: Re: What if..?   06.08.16 10:41

"Hast auch welche?", erkundigte sich Chance interessiert bei ihrer Bemerkung. Es klang ganz danach, wenn sie immerhin wusste, wie kleine Geschwister so waren. Ein wenig runzelte Chance die Stirn, als sie meinte sie würde literweise Weihwasser trinken. "Glaub irgendwie nich', dass das was bringt", murmelte er und legte den Kopf leicht schief. "Is ja nur'n Halbdämon, denk ich mal. Vielleicht isses mehr normales Baby als Dämon bis es älter wird?" Leicht zuckte er die Schultern. Da würden sie wohl wirklich recherchieren müssen.

Ein erleichtertes Lächeln zeigte sich auf seinen Lippen, als sie meinte, sie würde Tiere lieben. Das war gut. Ansonsten hätte er Cracker vor die Tür schicken müssen, solange Felicia da war. Immerhin gab es in seinem Wohnmobil kaum Möglichkeiten für den Hund, sich von ihnen fernzuhalten, wenn sie keine Hunde mochte. Das kurze Lachen bei seinem Kommentar zu Crowley erfreute Chance doch etwas. Immerhin hatte sie ihren Sinn für Humor noch nicht ganz verloren. Das war doch gut. Leicht nickte er. "Ja, ich wette, den Titel bekommt man nicht einfach so gereicht", stimmte er zu und wieder einmal hoffte er, diesem Kerl niemals zu begegnen.

Der Seitenblick zu ihm entging Chance natürlich nicht und er grinste etwas. "Bin so viel unterwegs, da würd's kein' Sinn mach'n sich ne Wohnung zu nehm", meinte er erklärend und schloss die Tür zu seinem Wohmobil auf. Er hatte sich einen RV Luxusliner geleistet. Immerhin brauchten er und Cracker doch einiges an Platz. Die überflüssigen Zusatzbetten hatte er längst entfernen lassen und auch die Sitzbank und den Tisch hatte er etwas verkleinert, um auf diese Weise mehr Platz zu schaffen. Da er nicht viel besaß, hatte auch einer der Schränke weichen können und der Rest seines Hab und Guts war anständig verstaut. Die großen Fenster, das helle Desing und die sehr helle Innenbeleuchtung des Wohmobils waren der einzige Grund, warum er sich trotz seiner Klaustrophobie darin aufhalten und sogar wohlfühlen konnte. Gäste hatte er nie und es war sehr ungewohnt, neben sich und Cracker noch eine andere Person in seinem Heim zu haben.

Er ließ Felicia zuerst eintreten und folgte ihr dann. Cracker lag auf dem Bett und hob den Kopf als sie eintraten. "Hey Buddy. Komm mal her und sag hallo", meinte Chance lockend und sofort sprang der Hund vom Bett und kam schwanzwedelnd den Gang zu Felicia herunter um sie zu beschnüffeln und zu begrüßen. "Er beißt nich'", meinte er noch ergänzend zu seinem Gast. Ihr lob zu seinem Zuhause berührte ihn komischerweise und er lächelte sie an. "Danke. Schön, dass es dir gefällt." Er hätte auch nichts ändern können, wenn es ihr nicht behagt hätte. "Setz dich doch erst mal." Er wies auf die Sitzecke zu ihrer Rechten. Eine L-förmige, gepolsterte Sitzbank fand sich dort, mit einem kleinen Tisch davor. Da er aktuell im Parkmodus war, waren Fahrer- und Beifahrersitz ebenfalls zu dem Tisch gedreht, wodurch sich diverse Sitzmöglichkeiten boten. Er stieg über Cracker hinweg und ging zum Kühlschrank. "Was willst du trink'n?", erkundigte er sich sogleich. Nur weil er selten Gäste hatte, hieß das ja nicht zwangsläufig, dass er ein schlechter Gastgeber war.
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Felicia Scales
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Dämon
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BeitragThema: Re: What if..?   06.08.16 13:37

Ein wenig in Gedanken versunken schüttelte ich lächelnd den Kopf. "Nein, keine richtigen Brüder.. Es waren Freunde, aber sie haben mich immer behandelt wie eine kleine Schwester." Verträumt lächelnd dachte ich an die schönen Zeiten. Es war eine wundervolle Kindheit in der Natur, fern von Technik, Stress und den üblichen problemen. Wir versorgten uns im Dorf selbst und kümmerten uns um Tiere, um die Kinder und die Menschen die hilfesuchend zu uns kamen. Das diese Hilfsbereitschaft einmal dieser Gesellschaft zum Verhängnis wurde ahnte doch niemand..
Zu dem Thema bezüglich des Kindes zuckte ich nur unwissend die Schultern. Der Gedanke wurde aus dem Kopf raus gehalten, zumindest für den Moment.

Immer noch leicht grinsend bezüglich dem Thema Crowley nickte ich nur. "Nein, dazu gehörte wohl einiges an Arbeit dazu." Aber über ihn wollte ich tatsächlich gar nicht reden. Ich sprach gern über den King of hell, allerdings war die Situation anders und ich war froh mal nicht an ihn zu denken.
Im Wohnmobil angekommen rief Chance seinen Hund liebevoll zu sich und prompt war das Tier schon bei mir und beschnupperte mich neugierig. Chance bemerkte extra das er nicht beißen würde was ich nur mit einem grinsen kommentierte und begann den Hund liebevoll zu streicheln. Es gefiel Cracker, so hieß der beige Hund und so kniete ich mich zu ihm und knuddelte ihn zärtlich. "Narw, der ist ja wirklich purer Zucker."

Nickend und vor allem dankbar setzte ich mich an die Sitzgruppe zu der er gedeutet hatte. Es war eine gemütliche Bank in einer L-Form und rundete die Einrichtung des kleinen Raumes perfekt ab. "Danke Chance.. Ich kann mir denken das du nicht jeden x-beliebigen zu dir nach Hause einlädst.. Das ehrt mich wirklich." Ich lächelte ihn dankbar an, bis die Gddanken mich wieder eingeholt hatten und ich scheinbar erneut blass wurde. "Was soll ich denn jetzt machen? Morgen muss ich diesen Test machen, aber so lange wird mein Kopf mich in den Wahnsinn treiben.."
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Chance Taylor
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Mensch
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BeitragThema: Re: What if..?   06.08.16 18:47

Chance nickte leicht. "Ich verstehe." Kurz legte er den Kopf schief und sah sie nachdenklich an. "Kein Kontakt mehr?" Immerhin hatte sie in der Vergangenheitsform von den Freunden geredet. Das klang nicht so, als würde man noch häufig telefonieren oder sich zum Kaffee treffen. Aber er konnte sich auch irren. Dass sie nur die Schultern zuckte, konnte er schon verstehen. Im Moment stocherten sie immerhin beide im Dunkel herum und ohne Recherchen hatten sie da nicht viele Möglichkeiten. So ließ er das Thema erst mal fallen. Felicia würde es schon wieder aufbringen, wenn es nötig war.

Chance hatte selbst keine Ambitionen, über diesen Crowley zu reden. Also war es ihm ganz recht, dass sie nicht viel mehr dazu sagte und auch das Thema wurde fallengelassen. Als sie meinte, sein Hund wei purer Zucker, musste Chance aber lachen. "Naja. Kann recht nervig werd'n. Er is noch recht jung und hat zu viel Energie", gab er grinsend zurück. "Den bekommst nich' tot, egal wie viel du ihn rumsprengst." Aber das störte ihn nicht wirklich und er würde auch keinen anderen Hund wollen. Cracker verhielt sich wie immer. Freundlich und offen. Er ließ sich schwanzwedelnd kraulen und lehnte sich an die Beine der jungen Jägerin, konnte gar nicht genug Zuwendung bekommen. So versuchte er auch weitere Streicheleinheiten zu erhaschen, als sie sich auf die Bank setzte und legte den Kopf unter dem Tisch auf ihren Oberschenkel. Der Schwanz trommelte in gemütlichem Tempo auf den Boden.

Leicht zuckte er die Schulter bei ihren Worten. "Nah. In den letzten Jahren war hier niemand außer Cracker und mir", stimmte er zu. Wäre die Situation eine andere, hätte er sie vielleicht nicht herein gebeten, aber es war ihm durchaus Ernst damit, dass er sie nicht alleine lassen wollte, im Moment. Nicht, solange sie noch so aufgewühlt und durcheinander war. Offensichtlich holte die Situation sie doch wieder ein und sie wurde erneut blass und fragte, was sie jetzt machen sollte, ohne die Frage nach dem gewünschten Getränk zu beantworten. Chance griff in ein Seitenfach hinter der Sitzbank und zog seinen Laptop hervor. "Recherchieren", schlug er vor und stellte ihn vor ihre Nase. Ja, er hatte in seinem fahrbaren Heim sogar Internet. Technik die begeisterte. Für sich selbst holte er ein Bier aus dem Kühlschrank und musterte die Dunkelhaarige kurz. "Auch eins?", erkundigte er sich. Natürlich würde er unter normalen Umständen niemals einer womöglich Schwangeren ein Bier anbieten, aber das Baby war vermutlich ein Halbdämon - so fern sie wirklich schwanger war - und sie wollte es ja ohnehin los werden. "Oder lieber Wasser? Cola? Erneut warf er einen Blick in den Kühlschrank. "Limonade hätt' ich auch noch", murmelte er dann.

Sobald sie sich entschieden hätte, was sie trinken wollte, würde er ihr das gewünschte Getränk hinstellen und dann selbst neben ihr Platz nehmen und das Passwort in seinem PC eintippen, damit sie im Internet gemeinsam nach Antworten suchen konnten.
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Felicia Scales
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Dämon
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BeitragThema: Re: What if..?   07.08.16 14:59

Ich sah kurz zur Seite und sah aus dem kleinen Fenster aus dem Wohnmobil, während Cracker seinen Kopf liebevoll auf mein Bein abgelegt hatte. Lächelnd kraulte ich ihn hinterm Ohr und quiekte kurz auf. Dieser Hund war wirklich unglaublich süß. "Leider nicht.. Mein Stamm ist bei einem Ereignis komplett ausgelöscht worden.. Meine Heimat ist mittlerweile die Geisterinsel die niemand betreten will." Vor meinem Ableben würde ich meine Heimat noch einmal besuchen, noch einmal das Gefühl haben nah bei meiner Familie des Herzens zu sein. Bevor ich in die Hölle wandern würde stand noch einiges auf meiner Liste. Dinge die mir etwas bedeuteten, Dinge die mir einfach am Herzen lagen. So lange ich noch eines hatte.

Ich grinste während Chance mir erzählte das man diesen Hund wohl nicht platt bekommen würde, das er eine unermüdliche Kraft und Energie hatte. Der Hund schien wirklich noch jung zu sein, also konnte ich mir deutlich vorstellen das Cracker sein Herrchen ziemlich auf trapp hielt. "Kann ich mir vorstellen.. So wird es jedenfalls nie langweilig mit dem Energiebündel."
Das in den letzten Jahren wirklich nur Chance und Cracker dieses Wohnmobil belebten klang im ersten Moment ziemlich einsam, allerdings passte es zu Chance. Ich schätzte ihn als Einzelgänger an, der allerdings auch gerne mal nicht allein war. Vermutlich hatte er mich nur zu sich eingeladen weil er gemerkt hatte wie fertig ich eigentlich war. Wer wusste schon was ich anstellen würde, wenn ich alleine in den Straßen unterwegs war? Ich war diesem Kerl schon verdammt dankbar das er mich bei sich sein ließ und sich Mühe gab mich aufzumuntern.

Nachdem er seinen Laptop auf den Tisch gestellt hatte ging er zum Kühlschrank und nahm sich ein Bier heraus, sah mich an und fragte ob ich auch eines haben wollte. Oder eher ein Wasser, oder Limonade. Ich grinste ein wenig. "Ich nehme ein Bier.. Auch wenn das Gefühl seltsam war mit dem Unwissen ob sich in meinem Bauch nun ein Lebebwesen befand oder nicht. Denn selbst wenn es ein Dämon werden würde wäre es doch mein Baby, ich würde es lieben. Wenn sich die Befürchtung tatsächlich bewahrheiten sollte wusste ich, das egal was es sein würde ich die Mutter werden würde die auch ein normales Baby bekommen hätte. Es konnte ja nichts dafür.

Nach meiner Antwort nahm er eine zweite Flasche aus dem Schrank und reichte sie mir nachdem er sie geöffnet hatte, ließ sich auch am Tisch nieder und öffnete den Laptop. Jetzt würden wir vermutlich endlich recherchieren und hoffentlich etwas heraus finden das uns helfen würde, das mich vielleicht sogar beruhigen konnte.
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Chance Taylor
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BeitragThema: Re: What if..?   07.08.16 18:47

Ihr Worte sorgten dafür, dass er verwundert die Augenbrauen hochzog und sie irritiert ansah. "Dein Stamm?", erkundigte er sich, denn irgendwie konnte er damit gar nichts anfangen. Aber ob sie ihm mehr erzählen würde? Da war er sich nicht wirklich sicher. Ihre Worte warfen mehr Fragen auf als wirklich Erklärung zu bieten. Was für ein ominöses Ereignis war das gewesen? Warum hatte sie überlebt? Was für ein Stamm war das gewesen? Welche Insel sprach sie da gerade an? Doch er biss sich auf die Unterlippe und fragte nicht weiter. Immerhin redete er auch ungern über seine Vergangenheit. Wenn sie also nichts erzählen wollte, würde er nicht versuchen, sie auszufragen.

Er lachte auf, bei ihren Worten. "Oh nein. Langweilig bestimmt nicht", stimmte Chance zu und kraulte auch selbst kurz über Crackers Rücken. Natürlich war es ein einsames Dasein gewesen. Eines, von dem er noch nicht wusste, ob es jetzt ein Ende gefunden hatte. Er mochte Luna wirklich, aber wie viel war da zwischen ihnen? Könnten sie überhaupt funktionieren, beide gewohnt frei und ungebunden zu sein, beide ständig getrieben von einem Drang, den aktuellen Ort zu verlassen? Doch diese Gedanken schob er rasch von sich. Es ging hier nicht um ihn und Luna, sondern um Felicia und ihre mögliche Schwangerschaft. So wurden für den Moment die eigenen Gedanken und Überlegungen wieder weggeschoben und seine Aufmerksamkeit lag nur auf der dunkelhaarigen Jägerin.

Chance nickte knapp. Er würde gewiss nicht mit ihr über das Bier debattieren. Es war ihr Körper und ihre Entscheidung. So stellte er Felicia ebenfalls ein kühles Bier hin und ließ sich dann neben sie auf die Stizbank gleiten. Nachdem er den Laptop hochgefahren und sich eingeloggt hatte, schob er ihn wieder zu ihr hin. "Dann erst mal sehen, was das Internet hergibt, huh?", meinte er ruhig und nahm einen Schluck von seinem Bier. Sie hatte mehr Erfahrung in solchen Dingen. Vermutlich würde sie eher wissen, auf welchen Seiten man da am Besten nachlas und deswegen überließ er der Jägerin den Laptop und die Herrschaft über die Tastatur. "Finds immer schwer bei den ganzen Suchergebnissen rauszufiltern, was Wahrheit und was Mythos ist", gestand er schließlich und lehnte sich zurück. Cracker hatte den Kopf zwischen ihn  und Felicia geschoben, als wolle er sichergehen, dass ihn einer von beiden streicheln würde. Mit einem kleinen Grinsen kraulte er den Hund erneut, da Felicia gerade ihre Hände zum Tippen brauchen würde.
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