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 In God we trust [beendet]

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Amatiel
Engel
Anmeldedatum : 17.10.16
BeitragThema: In God we trust [beendet]   18.10.16 21:00

In God we trust
11.August 2013 -  in einer Kirch Redmond - Alexander Palmer und Amatiel

Es war ein Sonntag wie viele Sonntage, die er hier zugebracht hatte. Mittlerweile hatte er den Dreh raus, wie das ganze Spielchen ablief. Es hatte ein bisschen gedauert, aber es war beruhigend zu wissen, dass Menschen offenbar das Bedürfnis hatten sämtliche Dinge niederzuschreiben, die ihnen wichtig erschienen. Für diese Sache war der Engel wirklich dankbar gewesen. Auch wenn es nicht alle Probleme gleich gelöst hatte, denn seine kleinen Assistenten, die ihm bei der Messe aushalfen waren so manches Mal verwirrt gewesen, wenn er angefangen hatte zu improvisieren. Aber diese Fehler hatte er in den Griff bekommen. Mittlerweile kannte er auch die einzelnen Menschen, die jeden Sonntag vor ihm saßen. Auch daran hatte sich Amatiel erst gewöhnen müssen. Es war seltsam gewesen. Er hatte sich oft gefragt ob sein Vater auf so etwas Wert legen würde oder an dem Anblick Freude empfand. Für ihn war es ein einstudierter Ablauf. Aber Amatiel musste zugeben, dass er das irgendwie mochte. Es hatte etwas Geordnetes, etwas Geregeltes. Etwas, was er mit dem Fall verloren hatte. Der Gesang war schrecklich, wenn er ehrlich war. Aber das stand nun mal in der Anleitung für den Gottesdienst. Wenigstens waren die Klänge der Orgel ganz angenehm und manchmal laut genug um das Singen zu übertönen. Auch die Bibel empfand er etwas als Schandschrift. So viele Lügen. Aber vermutlich würden Menschen die ganze Wahrheit auch nicht ertragen. Auch die Sache mit den Wein und der Hostie empfand er als befremdlich. Die Vorstellung, dass Gott in Form seines Sohnes auf die Erde kam, gestorben ist und man sich daran erinnerte in dem man Gottes Sohn in Form dieser beiden Lebensmittel zu sich nahm, war absurd. Aber das gehörte ebenso zu der Messe. Für die Menschen machte es Sinn und für ihn brauchte es keinen Sinn haben.

Er hielt gerade seine Predigt in den er aktuelle Ereignisse eingearbeitet hatte. Dinge, die die Menschen beschäftigten. Es fiel ihm oft schwer das alles richtig einzuordnen, aber die Leute mochten es offenbar, wenn man etwas aus ihrem Alltag aufgriff. Zumindest sah er immer wieder zustimmendes Nicken. Also konnte es nicht so falsch sein, was er da sagte. Wenn er durch die Sitzreihen blickte, dann waren da immer wieder die selben Gesichter. Die meisten waren von hohen Alter gezeichnet. Vereinzelt saßen jüngere Menschen. Auch das junge Ehepaar mit dem kleinen Kind, welches er vor ein paar Wochen getauft hatte. Dann saßen ein paar seiner Stammgäste aus dem Beichtstuhl im Mittelfeld der Bankreihen. Er erkannte den Ehebrecher, welche jetzt brav neben seiner Frau saß und gelangweilt von allem wirkte. Amatiel wusste, dass er ihn bald wieder sprechen würde. Es waren immer die üblichen Verdächtigen. Nur manchmal schlichen sich ein paar neue Gesichter ein. Es war interessant den Menschen zuzuhören. Diese kleinen Dinge, die sie als sündhaft empfanden. Probleme, die hausgemacht waren und eigentlich auch unbedeutend waren. Letztendlich waren vermutlich nur die wenigsten voller Reue. Der Engel hatte einen Begriff gelernt, den er gern für solche Leute nutzte: scheinheilig. Während er über all das nachdachte, redete er weiter und betrachtete weiter seine kleine Gemeinde. Seine Hülle Paul wäre sicher sehr zufrieden damit, dass jemand sein Werk hier fortführte. Wenn auch nicht aus Nächstenliebe sondern als Versteck und Ort zum Lernen. Vor allem Letzteres. Allmählich kam die Predigt zum Ende. Bald wäre auch die Messe zu Ende, dann würde man ihn wieder Gespräche aufdrängen und bis dann wieder Ruhe in das Gotteshaus eingekehrt war.... Seine Augen wanderten weiter seine Notizen herab. Das erlösende Wort der Predigt kam immer näher.


Zuletzt von Amatiel am 09.11.16 19:03 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Alexander Calmer
Engel
Anmeldedatum : 11.05.16
Alter : 27
BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   19.10.16 7:18

Alex wurde schon seit sehr langem nicht mehr so aus seiner Heimat befördert und da es nicht hoch in den Himmel ging wusste seine eigentliche Programmierung nicht wo es sonst hingehen könnte und so prallte er mehr oder weniger immer wieder von Himmel ab, bis... Naja... Die Frage war wohl eher. Wo war er hier? Die Kleine hatte seine Teleportation funktion überfordert. "Verdammt!" kam es nur von ihm als er sich gerade in einer Kirche wiederfand. Das war nicht seine Heimat, weder seine Kirche noch die Leute die er kannte.

Alex erschien ohne Vorwarnung in einer Kirche irgendwo in Amerika ohne eine Ahnung zu haben wo er gerade war. Das er aber nicht alleine war wurde ihm schnell bewusst. Da Oben stand ein ferner Verwandter der gerade eine Predigt hielt oder gebeten hatte. Sein 'Verdammt' kam wohl eher unpassend. Es war auch irgendwie ein komisches Gefühl das er hatte, mitten im Gang zu stehen. Die ganzen Blicke auf sich ruhend und scheinbar konnte es niemand so wirklich glauben das hier einfach ein Typ steht der zuvor nicht da stand und dabei noch fluchte. Eine ältere Dame stand auf und erkannte wohl was er war. "Ein Diener Gottes." sagte sie und zeigte mit ihrem Finger auf Alex.
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Amatiel
Engel
Anmeldedatum : 17.10.16
BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   19.10.16 8:02

"Amen.", endete Amatiel die Predigt, als alles irgendwie sehr schnell ging. Mit einem Mal spürte er, dass er hier als Engel nicht mehr allein war und als er von seinen Notizen aufblickte, blickte er direkt in das Gesicht eines seiner Brüder. Dieser schien offenbar aus dem Nichts aufgetaucht zu sein. Er war überrascht und auch ein klein wenig entsetzt. Ein wenig hoffte er sich, dass der andere nicht wegen ihm hier war. Denn er hatte weder Interesse daran sich auf Leben und Tod zu bekämpfen noch irgendwelche Aufforderungen zu bekommen sich dem neuen Herrscher des Himmels anzuschließen. Wieso sollte er jemanden dienen, der ihm und vielen anderen die Flügel geraubt hatte oder sogar den Tod gebracht hatte? Gott war vielleicht verschwunden, aber er hätte seine Kinder vermutlich nie in so einer Verfassung ausgesetzt. Auch die Menschen in der Kirche schienen aufgeregt. Der Dunkelhaarige räusperte sich leise. Nicht wegen dem Fluchen, sondern um ein wenig die Aufmerksamkeit von dem, was hier los war abzulenken. Das funktionierte... nicht. Er hörte die alte Frau und reagierte mit einem: "Aber, aber. Ich bitte sie. Das sind wir doch alle. Deshalb sind wir heute hier versammelt." Sein Lächeln wirkte maskenhaft.Vermutlich weil diese Ausrede auch in seinen Ohren nicht gut klang. Wobei es wieder vereinzelt Zustimmung gab. Er würde Menschen wohl nie verstehen. Ohja. Wir sind hier so wie immer. Jede Woche. Er blickte wieder zu seinem Bruder, abwartend, was dieser wohl tun oder nicht tun würde. Er hoffte inständig, dass dieser nicht beginnen würde hier alles und jeden zu vernichten.

Tatsächlich wusste er nicht, was er tun sollte. Er konnte ja schlecht alle wegschicken. Er glaubte auch nicht, dass sie hören würden. Also stand Amatiel eine Weile wie angewurzelt da. Generell schien es als wäre die Zeit kurz stehen geblieben und jeder würde Luft holen für das, was folgen würde. Er hörte Schritte auf der Empore. Der Organist hatte seinen Platz verlassen um ebenfalls zu schauen, was geschehen war. Auf die Art Aufmerksamkeit hatte er eigentlich hier in der Kirche verzichten können. Da er unmöglich mitten im Raum ein Gespräch anfangen konnte, lief er vom Altarraum in den Gang, packte seinen Bruder leicht und zog ihn mit sich nach draußen und zog die Tür hinter sich zu. Er atmete tief durch. "Ich schätze wir haben jetzt nicht viel Zeit für nette Gespräche. Die werden nicht lange ruhig halten dort drinnen.", meinte er ernst. "Ich weiß nicht, was dich hier her verschlägt, Atuesuel... Aber du hättest ruhig noch ein wenig mit deinem Auftritt warten können bis sie weg gewesen wären." Es war nicht so, dass er verärgert war. Er ahnte nur, dass die ganze Erklärung und das Chaos an ihm hängen bleiben würde. Er musterte den anderen. "Wenn dich der Himmel schickt. Meine Antwort ist Nein." Warum ausgerechnet ein Gregori wieder dem Himmel dienen sollte war ihm zwar schleierhaft, aber die Zeiten waren eben verrückt. Man hörte Schritte im Inneren. Der Engel nickte in eine Richtung. "Siehst du das Gebäude da hinten? Warte dort auf mich." Er wandte sich wieder der Tür zu. "Pass auf, dass dich keiner sieht." Denn die Wohnung voller Schnüffler wollte er nun wirklich nicht auch noch.
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Alexander Calmer
Engel
Anmeldedatum : 11.05.16
Alter : 27
BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   19.10.16 8:21

Die dunkelhaarige Frau konnte sich danach wieder setzen. Der Priester hatte wohl alles unter Kontrolle, oder auch nicht. Alex sah ihn an und legte den Kopf etwas schief. Sollte er wieder verschwinden? Ja es wäre vielleicht besser, doch aus irgendeinem Grund konnte er nicht. Wieso? Er war nicht an den Himmel gebunden und hatte noch immer seine Flügel. Das könnte er sehr gut spüren. Vielleicht lag es auch an dem Bannmal das die Kleine mit ihrem Blut abzeichnete und ihn somit in die Welt hinaus beförderte oder eben in den Himmel nur das es dahin kein Weg gab.

Es war ruhig. Zu ruhig. Konnte er sonst irgendetwas machen? Sein Schwert... Ja es war noch da, das spürte er. Seine restlichen Fähigkeiten. Die Power war zwar vorhanden, aber hier in der Kirche konnte oder hätte er kein Blutbad anrichten können. Nein seine Fähigkeiten musste er gerade zurückhalten und da kam auch schon sein Bruder das Podium herab und auf ihn zu. Alex wurde gepackt und vor die Tür gebracht. Die Worte die der Engel sprach konnte er hören, doch sie drangen nicht wirklich zu ihm durch und wieso nannte dieser ihn Atuesuel? Kannten sie sich schon? "Und du bist?" fragte er nur und sah dabei auch sogleich zu der Behausung. Amatiel wollte wohl unbedingt das Alex dort auf ihn wartete, na dann machte er ihm diesen Gefallen. "Wieso sollte mich jemand sehen?" fragte er und machte seinen Mantel zurecht ehe er von dem Priester ablies und die Treppen hinunter marschierte nur um zu jenem Gebäude zu gelangen. "Als würde mich jemand bemerken." kam es nur von ihm und so grüsste er ein fremdes älteres Paar das wohl zu Spät für die heutige Kirchenstunde kam. Er musste wohl später sowieso die Lämmer des Priesters erkunden und die besten als seine Beute ausersuchen... Mit einem grossen Grinsen im Gesicht machte er sich auf zu jenem Gebäude.
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Amatiel
Engel
Anmeldedatum : 17.10.16
BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   19.10.16 19:20

"Amatiel.", stellte er sich knapp vor, während er immer noch auf das achtete, was sich möglicherweise dort drinnen abspielte. Das würde gleich ein kleines Problem werden, aber das ließ sich nicht lösen, wenn der andere dabei wäre. Er verzog leicht das Gesicht. Der Engel wusste nicht, was hier gerade los war, aber Zeugen, die den anderen beschreiben konnten, brauchte er nicht. Denn er hatte das ungute Gefühl, dass dieser Vorfall wohl die Runde machen würde. Menschen mochten solche unerklärlichen Dinge und wenn sie in einer Kirche passierten, dann neigten sie dazu das Ganze noch weiter aufzubauschen. Menschen und ihr ewiger Wunsch nach Wundern. "Ich komme gleich nach.", erwiderte Amatiel dann. "Das dauert hier noch ein paar Minuten." Aber was war schon Zeit? Zeit war nichts. Nur auf der Erde konnte sie wirklich anstrengend sein und endlos erscheinen.. Aber nichts, was man sich nicht mit irgendwelchen Dingen vertreiben konnte. Er lächelte ebenfalls dem älteren Ehepaar zu, welches auf die Pforte zulief. Nachdem die beiden Menschen vorbei ware, verschwand das Lächeln wieder. Der Dunkelhaarige runzelte die Stirn und versuchte sich auszumalen, wie die beiden sich wohl fühlen würden, wenn sie jeden Moment angestarrt werden würden.

Und das wurden sie. Die beiden Alten suchten sich einen Platz und Amatiel selbst lächelte. "Da hat sich wohl jemand einen kleinen Spaß erlaubt.", verkündete er in einem munteren Tonfall und lief zurück an seinen Platz. Das Tuscheln machte ihn nervös. Wieder runzelte er die Stirn. Er atmete tief durch. Da musste er wohl durch und versuchte das Lächeln aufrecht zu erhalten. "Aber ich denke wir können alle ein klein wenig Spaß vertragen in solchen Zeiten.", überspielte er das Ereignis weiter. In ihn selbst kehrte langsam wieder Ruhe ein und er fuhr fort wie als hätte diese Störung nie stattgefunden. Dafür versuchte er die anschließenden Gespräche möglichst kurz zu halten und als er endlich alle Leute los war und die Kirche abschloss, kehrte wieder etwas Unruhe zurück.

Immerhin hatte er Besuch, den er sich nicht erklären konnte. Er lief nun ebenfalls zu dem Wohnhaus. Als er den anderen Engel dort fand, musterte er diesen. "Wer schickt dich?", fragte Amatiel dann. Denn er konnte sich nicht vorstellen, wie er sich das Auftauchen des anderen sonst erklären sollte. "Ich bin seit dem Fall nicht wirklich vielen unserer Geschwister begegnet.", fügte er ruhig an. "Die meisten kamen nicht grundlos." Sein Tonfall war ernst und nachdenklich. Allerdings nicht abweisend. Er würde einfach die Antwort abwarten. Der Priester hielt die Tür auf. "Aber ich schätze wir sollten drinnen weiter reden."
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Alexander Calmer
Engel
Anmeldedatum : 11.05.16
Alter : 27
BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   20.10.16 7:22

Amatiel… Ahja. Damit konnte Alex noch weniger anfangen. Vielleicht hatte dieser Engel ja auch die Fähigkeit sich an jeden anderen Engel zu erinnern oder zumindest den Namen. Es könnte auch sein das sie einmal zusammen gearbeitet hatten. Ne… Das würde er wissen. Es gäbe zwar noch eine Möglichkeit. Als er bei Castiel gegen Raphael gekämpft hatte, vielleicht kannte man ihn von damals noch.

In diesem Moment wünschte er sich nur nachhause, doch sein Teleport Möglichkeiten sind ein bisschen blockiert, vermutlich hat das mit dem Sigel zu tun das die Kleine an ihm ausprobieren musste. „Hoffentlich konnte sie fliehen, denn ein nächstes Mal wird es keine Flucht mehr geben.“ Dachte er sich und wüsste schon wie er sie töten würde.

Vor den Stufen des Gebäudes wartet er auf den Priester. Es war eigentlich interessant dass ein Engel das Amt eines Priesters ausüben will und als er so über Amatiel nachdachte kam dieser auch sogleich herbei und bat ihn in diese Hütte rein. Die erste Frage umging er einfach mit einer anderen Frage. „Wirst du die Menschen auf den rechten Weg leiten oder sie einfach nur ausbeuten wie es Metatron versucht?“

Alex hörte ihm weiter zu und nickte immer wieder, vor allem über die Worte der Geschwister. „Nein. Ich bin ein Gregori und kein Engel wie du meinst. Meine Bedürfnisse lagen gerade darin die Seele einer jungen Frau zu ernten als diese mich mit einer Sigile aus meinem Haus verbannte.“ Sagte er ruhig. „Mein Ich wollte in den Himmel zurück, da dieser aber zu war kam ich nicht sonderlich weit und landete hier… Wo ist hier eigentlich?“ Ja er hatte keine Ahnung wo er gerade war, vielleicht wäre der Tag auch noch ganz praktisch, könnte ja sein das er seit längerem schon unterwegs war.

Nach diesen Worten setzte er sich auf die Couch und sah den anderen Engel an. „Und was führt dich hier her ins nichts? Du musst wissen. Ich genehmige mir zwar ab und an eine Seele aber ich beschütze die Menschen weiterhin, meist vor solchen wie dich und wenn du sie ausbeuten oder deine eigenen Zwecke nutzen willst so werde ich da sein und … Naja danach schauen wir weiter.“ Das der Gregori noch über seine vollen Kräfte verfügte musste er wohl nicht erwähnen.
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Amatiel
Engel
Anmeldedatum : 17.10.16
BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   20.10.16 11:03

Das war keine Antwort auf seine Frage. Eher eine Gegenfrage. Er führt ihn ins Wohnzimmer. Es sah noch genauso aus, wie seine Hülle es zurückgelassen hatte. Alles ordentlich, Familienfotos, Bücher, Ordner. Amatiel hatte das Ganze lediglich fortgeführt. "Auf den rechten Weg führen...", meinte er nachdenklich. "Ich bin mir ehrlich gesagt nicht mehr sicher, was der rechte Weg ist." Er deutete in Richtung der Kirche. "Du solltest sie sehen.", meinte er mit einem matten Lächeln. "Du solltest sehen, was für ein Vertrauen sie in unseren Vater haben." Der Engel blickte auf. "Es muss schön sein einfach nur zu glauben und hoffen zu können." Er schwieg kurz. "Ich denke, dass ist der größte Unterschied zwischen den Menschen und uns. Wir wissen, was geschehen ist und was da oben im Himmel geschieht. Die Menschen glauben es zu wissen." Dann beantwortete er weiter die Frage. "Was Metatron betrifft, habe ich meine eigene Meinung. Allerdings dürfte es dir Antwort genug sein, dass ich hier bin und nicht versuche ihn oder einen seiner Schoßhunde zu finden."

Er hob eine Augenbraue. "Das passiert vermutlich nicht alle Tage, dass man auf jemanden trifft, der weiß mit so etwas umzugehen." Es stimmte ihn tatsächlich wieder etwas nachdenklicher. "Offenbar haben selbst die Menschen gemerkt, was da draußen vor sich geht." Für die junge Frau war das gut, denn so blieb ihr einiges erspart. Aus dem eigenen Haus verbannt zu werden, war jedoch etwas bitter. Amatiel sah ihn plötzlich überrascht an. "Du kannst noch fliegen?", fragte er dann. Er dachte an seine eigenen kaputten Flügel, die er selbst nicht mehr als solche bezeichnen würde. Wie war das also möglich? Das war wirklich eigenartig. "Du bist in Redmond, Washington. Und um genau zu sein bist du in die Sonntagsmesse geplatzt." Er seufzte. "Ich will nicht wissen, was das noch für ein Nachspiel haben wird. Menschen sind bei so etwas überempfindlich. Aber ich denke in ein oder zwei Wochen wird das auch vergessen sein. Es wäre nicht das erste Mal, dass jemand den Gottesdienst stört. Meistens andere Menschen, die zum Ausdruck bringen wollen, dass sie nicht an Gott glauben und die Kirche auch nur ans Geld denkt." Er zuckte die Schultern. "Schon möglich. Geld hat zumindest für mich keinen richtigen Wert." Er hatte lediglich gelernt, dass man wohl für manche Dinge wie Strom und Wasser bezahlen musste damit sie weiterhin vorhanden waren.

Diese Frage ließ sich einfach beantworten. "Nachdem Fall brauchte ich eine Hülle.", erklärte er. "Der Priester war dafür gut geeignet. Ich musste ihm auch nichts vorlügen oder ihm falsche Hoffnungen machen." Tatsächlich war der Kirchenmann sehr kooperativ gewesen. "Danach habe ich ziemlich lange überlegt wie es hier für mich weitergehen soll. Weiterreisen oder bleiben. Ich habe mich ein wenig umgesehen und festgestellt, dass ich so gut wie nichts über die Wesen weiß, die ich mein ganzes Leben lang geschützt habe. Also bin ich geblieben, habe versucht zu verstehen und zu lernen." Er lächelte kurz. "Ich verstehe noch immer nicht alles. Aber offenbar vertrauen sie mir genug, dass sie nie wirklich hinterfragt haben warum ihr Priester sich so seltsam benommen hat." Der Dunkelhaarige sah durch das Wohnzimmer. "Ich habe alles so gelassen. Ich versuche sogar mit seiner Familie zurechtzukommen, wenn sie hier auftauchen. Das ist nicht gerade einfach. Das meiste, was ich weiß, kenne ich aus seinen Tagebüchern. Ich kenne die schwarzen Schafe der Gemeinde. Kenne die schwarzen Schafe seiner Familie." Schwarze Schafe, das war auch eine Phrase der Menschen, die er sehr gut fand. Er hob beschwichtigend die Hände. "Ich schade den Menschen nichts. Ich versuche sie zu verstehen und mit ihnen zu leben." Nach einer kurzen Weile, fügte er an. "Es sei denn sie stellen eine erhebliche Gefahr für andere Menschen dar." Amatiel blickte ernst. Dann versuchte er nicht mehr zu verstehen, dann handelte er. "Was den Himmel angeht...", fuhr er fort. "Wieso sollte ich jemanden dienen, der sich selbst über unseren Vater stellen will und der seine Geschwister so in den Dreck stößt und akzeptiert, dass sie dabei elendig sterben?", flüsterte er. "Was soll das bitte für ein Himmel sein? Welche Gesetze sollen dort gelten?" Er schüttelte den Kopf.
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Alexander Calmer
Engel
Anmeldedatum : 11.05.16
Alter : 27
BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   21.10.16 7:44

Alex trat ein in die gute Stube. Es sah irgendwie einladend und sehr gemütlich aus. Die Familienfotos haben ihn als erstes interessiert. „Eine Tochter?“ fragte er und zeigte ihm das Bild. Sie war hübsch, ob sie noch frei war? Als der andere anfing zu reden und vom rechten Weg meinte dass er nicht wirklich sicher sei was der ist so folgte Alex dem Handwink in Richtung Kirche und zuckte mit den Schultern. „Die Religionssache ist sowieso etwas das alle auszunutzen versuchen. Einmal die Menschheit so von wegen. Gott ist mit uns, betet für die Verstorbenen im Fegefeuer. Gibt Geld dann werden die Seelen im Fegefeuer näher an den Himmel gelangen.“ Das war eine etwas komische Darstellung aber die mochte er am meisten. Alex setzte sich dabei kurzer Hand in einen der Sessel und machte es sich bequem. „Hm… Du kannst auch deine Meinung frei heraussagen. Ich bezweifle das er dich hört wie du über ihn Lästerst.“ Sagte er schmunzelnd und sah weiterhin das Foto der Familie an.

„Naja. Wenn ich sie das nächste Mal antreffen sollte wird es sicher anders ausgehen.“ Wie blieb noch offen, aber das er sie nicht zu einem Kaffee bei sich einlädt ist wohl klar. Als der andere wissen wollte ob er noch fliegen konnte machte ihn das etwas neugierig. „Ich bin ein Gregori. Wir haben uns vom Himmel getrennt und sind nicht auf ihn angewiesen. Ich war sowieso. Seit der Entstehung der Menschheit auf der Erde und seither nur dreimal im Himmel.“ Erklärte er knapp und das war auch gut so. „Redmond. Ahja.“ Dass er in die Sonntagsmesse geplatzt war interessierte ihn um einiges mehr. „Ich hatte auch einmal vor Priester zu werden, erst vor kurzem, bis mir Metatron alles zerstört hat… Hm… Ich hätte dieses Amt natürlich auch auf meine Art und Weise ausgenutzt, aber den Menschen das gegeben was sie wollten. Heilung.“ Das er vereinzelt einige aussuchen würde um ihre Seele zu essen, das liess er noch für sich.

Die Worte des anderen bezüglich dem Himmel und dem neuen Gott liessen ihn immer wieder nicken. „Da der Himmel zu ist, wird es wohl keine Gesetze mehr geben, aber es gibt die Hoffnung dass der Himmel irgendwann wieder aufgeht und ihr zurück könnt. Euer normales Leben weiter leben könnt und ich hier meine Aufgabe weitermachen könnte. Die Menschheit zu schützen.“ Naja da fehlte noch ein erheblicher Teil. „Ich habe vor kurzem ein Engel getroffen, komischerweise sind die gerade überall, der ein Kriegsrecht gegenüber Metatron ausgesprochen hatte. Ich denke mir das dich das auch interessieren könnte.“ Fing er an und wartete dabei ab. Alex war neugierig auf die Worte von ihm.
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Amatiel
Engel
Anmeldedatum : 17.10.16
BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   21.10.16 8:49

Er sah auf und folgte dem Blick des anderen auf die Bilder. "Nein, Schwester. Die jüngste aus der Familie.", erklärte Amatiel dann. "Ich sollte sie vielleicht suchen. Aber ich komme hier nicht wirklich weg. Die anderen Geschwister meiner Hülle scheinen es nicht allzu ernst zu nehmen, was mit ihr ist. Aber laut den Tagebüchern meiner Hülle war sie sehr oft hier und ich habe sie noch nie gesehen." Er sah nachdenklich auf das Bild. "Sie hat einen gewalttätigen Ehemann, dem ich gern einmal begegnen würde.", brummte er. Natürlich würde er ihn töten. Nach all den Dingen, die er gelesen hatte, würde er gar nicht anders entscheiden können. "Sie scheint noch zu leben. Ich habe allerdings nur einmal dort angerufen. Der Kerl war dran, aber ich habe eine Frau im Hintergrund gehört." Nein, die Geschwister seiner Hülle scherten sich nicht darum und er konnte nicht einfach hier verschwinden ohne die Tarnung aufzugeben. "Vielleicht sollte ich sie hierher holen, wenn sich eine Gelegenheit ergibt." Der Engel musste tatsächlich etwas schmunzeln, als Alex die absurden Dinge der Religion aufzählte. "Es ist schon sehr verrückt, wie Menschen sich das alles erklären." Aber natürlich nutzten Menschen so etwas auch gegeneinander. "Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die Kirche nicht ganz uneigennützig handelt. Nicht einmal ich tue das. Ich nutze das als Schutz und Platz zum Bleiben." Der Dunkelhaarige blickte wieder zu dem Gregori. "Ich war schon immer recht sparsam darin, meine Meinung mitzuteilen. Das konnte schon im Himmel tödlich sein." Er grinste schief. "Außerdem hatte ich so gut wie nie den Eindruck, dass es einer von denen ernst gemeint hat, wenn er davon sprach die Ordnung zu erhalten." Er schüttelte leicht den Kopf. "Dort oben herrscht schon lange keine Ordnung mehr. Die alten Strukturen waren schon länger marode und haben nur noch aus Gewohnheit existiert."

"Vermutlich." Er wusste zu was Gregori fähig waren und wusste nicht ob er der jungen Frau nicht wünschen sollte stattdessen unter einen Bus zu kommen. Wieder hörte er Alex zu. "Es ist kein schlechtes Amt. Es ist nicht so, dass ich nur dort vorn stehe und den Leuten irgendetwas erzähle." Ein wenig kümmerte er sich ja doch schon um die Menschen hier. Zumindest, wenn er einen Grund sah einzugreifen. "Du könntest in einem Krankenhaus unter kommen." Zum einen gab es auch dort Priester und zum anderen war es ein Ort der Heilung. "Krankenhäuser sind faszinierende Plätze. Ich bin sehr gerne dort. Ich glaube nirgends sonst kann man sehen, was die Menschen wirklich beschäftigt oder quält. Nirgendwo scheint Leid und Freude näher beieinander zu sein." Amatiel starrte auf den Tisch während er das sagte und hob dann den Blick. "Das selbe gilt für die Orte der Toten." Er spazierte gerne über die Friedhöfe. Überhaupt war er gern dort draußen.

"Ich weiß nicht ob ich wieder in den Himmel möchte. Ich bin mir nicht einmal sicher, was davon übrig sein wird, wenn er sich wieder öffnen sollte.", erwiderte der Engel ernst. Er lächelte leicht, als der andere davon sprach die Menschheit zu schützen. "Ich habe nie verstanden, warum wir die Menschen lieben sollten.", meinte er dann. "Aber ich habe es immer versucht. Ich habe ihnen auch nie etwas Böses gewollt. Aber manchmal glaube ich zu ahnen, warum es so sein soll. Sie sind mehr als haarlose Äffchen." Er runzelte die Stirn. "Und sie sind verwirrend. Aber man kann mit ihnen leben." Kriegsrecht über Metatron? Er hob die Augenbrauen. "Metatron sitzt dort oben sicher. Keiner kommt zu ihm durch und die, die er zu sich beruft, wird er sicherlich streng kontrollieren." Er schnaubte kurz. "Er wird seine...wie sagen die Menschen? Speichellecker haben, die für ihn in den Staub kriechen, nur um am beste dazustehen. Er hat so viel Blut an seinen Händen ohne wirklich einen Finger krumm gemacht zu haben. Wie man hört jagen sie alle Castiel. Wobei er vermutlich den geringeren Teil der Schuld trägt. Das sind die letzten Dinge, die ich von meinen Geschwistern gehört habe. Sie wollen einen Schuldigen. Aber wieso sollte man den Schuldigen auf der Erde suchen, wenn er im Himmel sitzt." Er sah schon ein wenig verbittert drein. "Wer weiß wie lange dieser...dieser... Wie lange er das geplant hat." Amatiel verzog das Gesicht. "Ich frage mich warum unser Vater das zulässt.", murmelte er dann. "Er ist irgendwo da draußen und er weiß, was gerade passiert. Da bin ich mir sicher. Und auch, wenn ich ihm nie begegnet bin, zählt sein Wort für mich mehr, als die Befehle jedes anderen. Auch nach all den Jahren in denen er verschwunden ist. Vielleicht weil ich glaube, dass er da sein wird, wenn der rechte Zeitpunkt gekommen ist." Das klang fast menschlich. Auf Gottes Einsicht zu hoffen. "Es muss irgendeinen Plan geben." Amatiel sah zu seinem Gast.
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Alexander Calmer
Engel
Anmeldedatum : 11.05.16
Alter : 27
BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   21.10.16 12:12

„Hmhm“ machte er nur und legte das Bild weg. „Ich nehme an, dass sie jemand anders mehr verdient hätte.“ Sagte er und fragte dabei. „Wo wohnt sie denn? Vielleicht kann ich dir das Problem nehmen und sie zurück bringen.“ Meinte er und fügte schnell noch an. „Ich werde sie lebend zurück bringen. Ihre Seele wird nicht geerntet.“ Dass er das noch einmal sagte. Diese Worte kamen nur selten über seine Lippen. Das Angebot das er von sich gab war nur Grosszügig und er verlangte dabei nichts. Der Gregori war nur selten so grosszügig zu seinen Brüdern, aber es handelte sich auch hier um einen Typ der seine Frau oder Freundin gewaltsam behandelte und als Gregori konnte er diesem Vorgang nur bedingt zu sehen. Alex war ja auch in gewissermassen Gewalttätig und tat Frauen schlimmeres an als dieses Würstchen von Mensch. „Na… Jetzt hast du eine Gelegenheit.“ Der Gregori zeigte dabei mit den Fingern auf sich selbst, doch würde er gerade noch etwas weiter reden wollen, der andere tat es ja auch.

Alex nickte immer wieder zu seinen Worten. Ja er stand nicht immer da vorne und redete vor sich hin. „Wie wäre es wenn du einen Heiler vorbei bringst und die Kirche oder die Menschen auf etwas Ungewöhnliches vorbereitest. Ich meine dabei. Weg von den alten Maroden zukommen und etwas wagen.“ Das tat ja niemandem weh und wenn es Rom nicht mochte könnte man es ja immer noch sein lassen.

„Ich will zumindest nicht mehr hoch. Gott wollte mich aus gutem Grund hier unten haben und da bin ich. Wenn wer will das ich in den Himmel gehe würde er sich bei mir persönlich melden und ich werde ihm folgen.“ An diesen Worten gab es für ihn nichts zu rütteln oder zu ändern. Er würde sein Bestes geben um die Menschen vor den Engeln zu schützen, sich dabei einige Seelen aneignen und das war’s auch schon. „Wir sollten die Menschen auch nicht lieben, wir sollten sie unterstützen und diese Frage stellte ich mir sehr lange. Wieso? Wollen wir nur einem Mensch helfen oder vielen? Wollen wir den guten oder den bösen Menschen helfen? Im Grunde sind alles Menschen und jeder ha-ätte das Recht zu Leben. Weswegen ich angefangen habe die Menschen vor dem Übernatürlichen zu schützen.“ Er kam zu diesem Schluss dass er der Menschheit nicht helfen kann oder es nur schlimmer für die anderen machen würde. Als dann der Priester Castiel erwähnte wurde er hellhörig. „Achja… Alle jagen ihn. Ich habe nie herausgefunden warum der Himmel zuging, ich wusste nur wer der Verursacher war. Metatron. Dann war Castiel auch mit von der Partie.“ Sagte er mehr schlecht als recht. „Ich suche ihn eben auch, aber nicht wegen dem Himmel oder so. Er versprach mir im Kampf gegen Raphael viel, zu vieles und als er ein Gott war… Naja er hielt nichts und ich stand kurz vor meinem Ende, konnte mich zwar wieder erholen aber es zeigte mir wieder einmal das ich nichts mit den Engeln gemein hatte und sehe diese auch nicht mehr als Brüder an.“
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Amatiel
Engel
Anmeldedatum : 17.10.16
BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   21.10.16 19:10

"Jeder hat etwas Besseres als das verdient.", nickte er zustimmend. Man hatte den Schmerz förmlich herauslesen können. "Laut den letzten Briefen und dem Adressbuch hat sie vor einem halben Jahr noch in einem kleinen Vorort von Seattle gewohnt." Der Priester erhob sich und lief zum Schrank und fischte einen Umschlag mit der Adresse aus einem der Schubfächer um diesen den Gregori zu reichen. "Ich schätze, dass das das Beste für sie wäre. Allerdings weiß ich nicht, wie sie darauf reagieren würde. Immerhin bin ich nicht ihr Bruder und früher oder später würde sie es bemerken." Und damit fing der ganze Teufelskreis an. Sie würde es merken, würde vielleicht panisch werden und dann ihre Geschwister oder die Polizei informieren und er würde fliehen müssen. Oder sie hätte Angst vor ihm. Mehr Angst als vor ihrem Mann kann sie eigentlich nicht haben., dachte er dann. Dieser war dann auch ein Problem, wenn er hier aufschlagen würde. Amatiel korrigierte sich gedanklich: Es wäre nicht sein Problem, sondern das Todesurteil dieses Mannes. "Es ist genug Platz hier und ich bin durchaus bereit zu helfen, aber ich weiß nicht, wie sie es verkraften wird, dass die einzige Person, der sie vertraut hat, nicht mehr ist, was sie war." Der Engel lächelte dann. "Aber ich weiß dein Angebot sehr zu schätzen. Vielleicht sollte man sich Gedanken über die Folgen machen, wenn sie dort raus ist." Er sah zu Alex. "Natürlich würde ich mich bei Gelegenheit dafür revanchieren." Auch, wenn er keine Ahnung hatte wie. Aber eine Hand wusch die andere und immerhin hätte es dem anderen auch egal sein können.

Der Dunkelhaarige lachte leise. "Ich glaube sie denken so schon, dass ihr Priester seltsam ist. Du hättest meine ersten Versuche eine Messe zu leiten sehen sollen." Er hatte es eben nicht besser gewusst. "Sie waren überrascht, aber immerhin nicht abgeschreckt davon gewesen." Er lehnte sich im Sessel zurück. "Aber vielleicht ist wirklich Zeit für etwas Neues. Für ein Wunder hast du heute immerhin schon gesorgt. Ich hatte fast befürchtet, dass wir heute noch Mrs. Miller betrauern müssen. Du hast sie gehörig erschreckt." Er schmunzelte. "Gute Frau. Sie kommt schon zur Beichte, wenn sie nur die Zeitung des Nachbarn weggenommen hat um sie zu lesen." Er erinnerte sich an ihren Krankenhausaufenthalt, den er sich mit seinem Besuch mysteriös verkürzt hatte. Er hatte sie nicht leiden sehen können.

Amatiel hob eine Augenbraue. "Er hat sich schon lange niemanden mehr persönlich gezeigt.", erwiderte er leise. "Weder denen, die an seiner Ordnung festhalten, noch irgendjemand anderen. Zumindest habe ich nichts davon gehört." Er wirkte nachdenklich. "Solche Dinge würden sich schnell herumsprechen." Da war er sich zumindest sicher, aber sicher konnte man sich vermutlich nicht sein. Er nickte zustimmend auf Alex Worte. Das war immer ihre Aufgabe gewesen. Wobei die Gregori diese Aufgabe immer ein wenig ernster genommen hatten. Zumindest die meisten von ihnen. Man erinnerte sich ja an die unschönen Dinge, die gefolgt waren. "Aber was ist mit den Menschen, die eine Gefahr für andere Menschen darstellen." Da war der Ehemann seiner 'Schwester' nur ein Beispiel. "Und was ist Engeln, die eine Gefahr für andere Engel darstellen." Der Priester schüttelte den Kopf. "Im Grunde sind wir ihnen nicht unähnlich. Den Menschen meine ich. Nur, dass sich viele Engel einbilden, dass sie mehr wert wären. Ich denke, das war nicht Vaters Vorstellung." Der Himmel war nicht das, was die Menschen darin sahen. Bei Weitem nicht.

Er blickte wieder auf. "Es scheint als hättest du genau wie die anderen Interesse an Castiel zu kommen, wenn auch aus anderen Gründen.", bemerkte er dann. "Die Frage ist: Willst du seinen Kopf oder forderst du seine Versprechen ein?" Was ihn betraf, so hegte er weniger Groll gegen den anderen Engel als gegen den, der sich da oben als Gott aufspielte. Dennoch hatte er auch gehört, dass Castiel darin verwickelt war und er wusste nicht, wie er darüber befinden sollte. Dazu müsste er die volle Geschichte hören. "Ich kenne nur die Gerüchte. Aber du weißt, wie das mit Gerüchten ist. Es mag etwas Wahres daran sein, aber im Grunde erzählt jeder das, was er glaubt, was geschehen ist." Er legte den Kopf schief. "Von dem kopflosen Verhalten meiner Geschwister halte ich nichts. Sie wollen einen Schuldigen, aber sie lassen ihre Wut an den Menschen aus. Sie verkraften es offenbar nicht, dass sie plötzlich nicht mehr so überlegen sind." Natürlich waren sie nicht machtlos und konnten das alles noch weiter grausam nutzen, aber ein Schock war es sicher trotzdem gewesen. Für ihn war es auch ein furchtbarer Moment gewesen, als er bemerkt hatte, was geschehen war. "Vielleicht wäre das nur ein weiterer Grund den Himmel zu meiden. Auf der Erde sind sie alle verteilt. Dort oben würde sich ihr Ärger nur zusammenballen."
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Alexander Calmer
Engel
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Alter : 27
BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   24.10.16 7:53

„Was denkst du wie wird sie darauf reagieren das ihr Bruder jetzt ein Engel in sich trägt und sie von Anfang an belogen hatte?“ Fragte er nach, doch darauf wollte er nicht unbedingt eine Antwort. „Ich wäre Sauer, aber wenn du ihr von Anfang an eine Notlüge auftischst wieso du darin bist wäre sie nur halb so sauer.“ Meinte er und nahm das Couvert entgegen. „Hm… Seattle.“ Meinte er nur. Da war er noch nicht so häufig. Der Gregori hörte dem Engel weiterhin zu und nickte immer wieder. „Was sollte den mit ihrem derzeitigen Mann passieren?“ Alex war da immer so Taktvoll was das anging. Es würde ihn weniger interessieren ob er den Mann töten würde oder nicht, es wäre im Grundsätzlich auch egal gewesen wenn er eine ganze Stadt vernichten müsste.

„Der neue Gott lässt sowieso nur diejenigen rein die an ihn glauben. Die alte Frau würde es vermutlich nicht schaffen wenn sie an den alten Gott glaubt.“ Das waren böse Worte, aber es waren unsichere Zeiten für die Engel und für die Menschen. Die einzigen die hiervon profitieren waren die Unbekannten in dem Spiel.

„Die Menschen die eine Gefahr für die anderen Menschen herstellen. Werden von den Menschen gerichtet oder vernichten sich selbst und wenn in der heutigen Welt ein Polizist, Feuerwehrmann oder gar Soldat mit übernatürlichen Kräften auftaucht wird er zu schnell bekannt und das nicht nur für die Menschen. Weswegen die Menschen nur vom Übernatürlichen Beschützt werden, nicht von guten und bösen Menschen.“ Das waren seine Ansichten. Im alten Rom konnte er noch damit kommen, da wurde er auch als Gott gefeiert und das einfach nur weil er seine Power nutzte um den Krieg für die Römer zu gewinnen. Seine Gedanken waren jene dass die Römer die guten waren und all die anderen oder Roms Feinde das böse darstellten.

Als die Sprache auf Castiel zurückging so musste er mit den Schultern zucken. „Ich würde von ihm verlangen dass er es wieder gut macht und für mich ein gutes Wort da oben hinterlassen würde, wenn die Normalität wieder eingekehrt hat.“ Alex wusste zwar dass seine Zeit hier auf der Erde sein würde, aber irgendwann würde er wieder hoch in den Himmel gehen, sofern ihn Gott noch wollte. Der neue Gott würde ihn sicherlich nicht haben wollen und vermutlich auch vernichten wenn er hinauf gehen würde. Der alte Gott hingegen, dieser hatte ihn erschaffen. Wieso sollte er ihn nicht mehr haben wollen? Nein er wusste das er am Ende der Zeit wieder willkommen war.
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Amatiel
Engel
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BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   24.10.16 13:30

Er lächelte leicht. "Bisher hatte ich keine Gelegenheit sie anzulügen und sie damit zu erbosen." Weder konnte er sie bisher sprechen noch war sie hier gewesen. "Die Frage ist, wie sie mit der Wahrheit umgehen würde.", erwiderte Amatiel nachdenklich. "Es ist ja nicht so, dass Paul das nicht selber erklären könnte." Der Priester war ja nicht tot oder weg. Er ja noch irgendwo in ihm. "Aber ich glaube, dass ich das lieber selber regeln sollte. Immerhin wird sie mit mir zurechtkommen müssen." Wieder nickte er. Eine Notlüge wäre unumgänglich. Aber sie würde ja sehen, dass er durchaus die aufgeschriebenen Gedanken ihres Bruders berücksichtigt hatte, wenn sie dort weg kam. Der Priester sah zu dem Grigori. "Ich schätze er würde das nicht auf sich sitzen lassen. Das Beste wäre es... ihn zu beseitigen ohne dabei einen Verdacht auf sie fallen zu lassen. Ich kann hier wirklich auch keine Polizei gebrauchen."

"Traurig aber wahr.", erwiderte er leise. Vielleicht würde die alte Dame noch lange genug leben bis sich dort oben wieder alles gerichtet hatte und sie würde ihren verdienten Platz bekommen. "Aber man sollte den Menschen nicht die Hoffnung nehmen. Manchmal ist es alles, was sie haben." Und Engel? Die klammerten sich auch gern an Hoffnungen. Aber das alles würde die Zeit zeigen und davon hatten Wesen wie er nun wirklich mehr als genug.

Amatiel hörte ihm weiter zu und die Sache mit den Menschen, die über andere richteten, brachte ihn etwas zum Schmunzeln. Er musste an das Gespräch mit Rae denken. Wann war eine Gefahr wirklich eine Gefahr und wer legte fest, wann es so weit war. Die Nephilim. Er fragte sich, wo sie jetzt wohl war. Kurz sah der Priester nachdenklich zu Alex. Sollte er ihm davon erzählen? Vielleicht konnte und sollte er das erwähnen. Aber, dass er der Rothaarigen zur Flucht verholfen hatte, würde er wohl eher für sich behalten. "Ich hatte vor ein paar Tagen im Übrigen sehr interessanten Besuch.", fing er an. "Während der Messe kam ein Nephilim in die Kirche spaziert und hat sich zu den anderen Besuchern gesetzt." Er runzelte die Stirn. "Es war verwirrend. Immerhin dürfte er gemerkt haben, was ich bin." Er zuckte die Schultern. "Es kam zu keinem Kampf." Er hätte es tun müssen und doch hatte er sein Pflichtbewusstsein in diese Fall überwunden. "Das hätte vielen unschuldigen Menschen das Leben gekostet und am Ende wäre dieses Opfer vielleicht ganz umsonst gewesen.", erwiderte er. Der Dunkelhaarige war realistisch genug um einzusehen, dass er den Kampf nur sehr knapp oder gar nicht überlebt hätte. "Er hat nicht einmal versucht mich anzugreifen. Es war eigenartig." Der Nephilim. Tatsächlich wollte er nicht mehr Hinweise als nötig streuen. Immerhin schuldete er das der jungen Frau. Sie hatten sich gewissermaßen gegenseitig gerettet. Aber er sah es trotzdem als seine Pflicht an diese Begegnung anzusprechen. "Diese Welt wie sie jetzt ist, wird ihn vermutlich schneller töten, als ich es vermocht hätte." Immerhin waren dort draußen im Moment unzählige Engel. Die Erde war also ein heißes Pflaster für solche verbotenen Geschöpfe.

"Glaubst du, dass dort oben je wieder Normalität einkehren wird? Ich habe da im Moment noch meine Zweifel.", flüsterte er. "Aber es wäre wünschenswert. Die Erde ist kein Platz für Engel. Vor allem nicht in solch großen Zahlen." Er schüttelte den Kopf und dachte wieder an das Gespräch mit dem Nephilim. Es sollte nicht sein, dass eine Schöpfung am Ende noch die andere auslöscht. Es würde es ihn nicht wundern, wenn das dann ein letzter verzweifelter Versuch sein würde, Gott zu erreichen.
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Alexander Calmer
Engel
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Alter : 27
BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   26.10.16 12:45

„Dann würde ich vorschlagen ihr die Wahrheit zu zeigen und ihr erklären was ihr Bruder dafür gemacht hatte.“ Bei seiner Hülle war dies ja egal. Die Familie dieser Person starb schon seit einer Ewigkeit aus. Es könnte sicherlich gut sein, dass wenn Ärzte ihn zwischen die Finger bekommen würden, sie eine alte oder sehr alte DNA finden würden. „Ein Glück das diese Hülle immer noch meine erste Hülle ist.“ Sagte er kurz darauf und hatte diesbezüglich nichts Weiteres zu sagen. „Ich glaube die Polizei wird auftauchen, vielleicht nicht bei dir, aber ganz sicher bei deiner Schwester.“ Nach kurzem Überlegen musste er auch schon grinsen. „Jedoch… Wenn man sieht wie beide gehen, wird niemand vermisst und niemand wird misstrauisch. Überlass das nur mir. Der Freund deiner Schwester wird nicht mehr Gewalttätig werden.“ Ein Versprechen und Alex wusste schon ganz genau wo er diesen Typen verstecken würde.

„Was das da oben angeht. Ein gewisser Engel hat ein Krieg gegen Metatron ausgesprochen und zu irgendeinem Zeitpunkt sollen sich alle Engel an einem Zielort melden um gegen die Schar von Metatron zu kämpfen. Ich bin nicht hier um dich zu rekrutieren. Mir ist es ja egal ob irgendein Engel kommt oder alle nur auf Metatrons Seite stehen. Ein kleines Ass im Ärmel haben wir auch.“ Gestand er dem Priester und setzte sich bequemer hin. Ein Bein legte er dabei über eine Lehne, so dass dieses in der Luft hing.

Bei den Worten über die Nephilim horchte er auf. „Hm… Ein Wunder das du sie nicht getötet hast.“ Meinte er knapp. „Ich find diese Geschöpfe ja noch witzig. Sie sind ein verbotenes Geschöpf der Engel und ich selbst habe den einen oder anderen gezeugt, aber ich würde diese Geschöpfe nie töten wollen. Ich finde es viel zu lustig wie sich die Engel darüber aufregen und sie jagen gehen. Aber das ist schön dass es diese Geschöpfe noch gibt, ich dachte ihr hättet alle erwischt.“ Mutmasste er aber hörte ihm diesbezüglich sehr gerne zu.

„Nein. Ich glaube das ihr alle Gebrandmarkt seid und euch neu anpassen müsst wenn ihr je wieder in den Himmel kommt. Ihr wurdet verstossen, aus eurem Leben da oben gerissen und auf die Erde geschickt. Es hätte nie so weit kommen sollen und ich würde auch sagen dass ihr nicht mehr Gott spielen solltet. Castiel konnte es nicht und Metatron wird auch versagen, vielleicht nicht Heute oder jetzt, aber irgendwann wird er den Fehler machen.“ Das war seine Meinung


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Amatiel
Engel
Anmeldedatum : 17.10.16
BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   26.10.16 14:15

Das mit der Wahrheit war schon immer so eine Sache gewesen. Menschen hatten zwar ein Fünkchen Wahrheit vorgesetzt bekommen, sonst hätte man keine Notwendigkeit für Kirchen und Priester, aber es war eben auch nicht die vollkommene Wahrheit. "Du hast Recht. Es bleibt abzuwarten, wie sie reagieren wird. Aber ich kann ihr die Wahrheit nicht vorenthalten. Es war schon einfach genug die Brüder meiner Hülle zu täuschen." Natürlich war da dieser Moment gewesen, wo er den einen nicht erkannt hatte. Aber damals hatte sein Umfeld ja auch gedacht, dass der Priester einfach nur überarbeitet war. Aber tatsächlich hatte das ein paar Fragen über die Familie seiner Hülle aufgeworfen, deren Antworten man in den Tagebüchern erahnen konnte. Alex hatte noch seine erste Hülle? Das konnte vermutlich nicht jeder von sich behaupten. "Und da machen sich Menschen so viele Sorgen um das Aussehen im hohen Alter.", lächelte er matt. Aber ein Engel im Inneren stellte trotzdem keinen Jungbrunnen dar, denn man konnte seinen Körper nicht mehr selber nutzen.
Amatiel konzentrierte sich dann mehr auf das, was der Grigori zu der Sache mit der Schwester sagte. Er nickte langsam. "Ich danke dir dafür, dass du dich dieser Sache annimmst.", erwiderte er. Offenbar würde niemanden Ärger entstehen außer dem Menschenmann. Aber über diese Tatsache konnte man geflissentlich hinweg sehen. Ihm gegenüber hatte er keine Verpflichtungen. Es würden sich schon Lösungen finden, wie es weitergehen würde nachdem Alex dort die Verhältnisse aufgeräumt hatte.

Die Sache wurde interessanter, als ein Engel erwähnt wurde, der gegen Metatron rüstete. "Kennt man ihn?", fragte der Dunkelhaarige dann. Nicht, dass er sofort aufspringen würde um sich dort einzufinden, aber wenn das wirklich stimmte und jemand den Versuch unternahm, dann wurde man trotzdem hellhörig. "Wenn es sich so weit herumspricht, wer sagt, dass Metatron nicht ebenfalls davon gehört hat?" Wie dieser Kampf auch aussehen würde, es dürfte trotzdem ein schweres Unterfangen werden. Die Frage war außerdem für was gekämpft wurde: einen Weg in den Himmel oder die Herrschaft im Himmel. "Selbst, wenn der Weg in den Himmel frei wird, bringt es nicht die alte Ordnung zurück." Er konnte es nicht vorstellen und selbst im Falle eines Sieges war nicht geklärt, wie es weiter ging.

"Das habe ich auch gedacht. Seit Ewigkeiten hat man nichts mehr von diesen Wesen gehört." Er überging den Kommentar, dass er andere wohl auch der Vater von einigen dieser Geschöpfe sein könnte. Was das anging, passte der Job seiner Hülle wohl auch sehr gut zu ihm. "Im Moment haben wir größere Probleme als einen oder mehrere Nephilim.", meinte er nur leise. "Im Grunde können sie nichts dafür, dass sie sind, was sie sind." Das hatte Rae gesagt und recht gehabt. Die Schuld lag wohl eher bei dem Engel. der sie gegen besseres Wissen gezeugt hatte. Aber auch diese Schuldfrage war nichts, was man jetzt klären konnte oder musste. Er musste leise lachen. "Ich glaube nicht, dass der Himmel jemals schaffen wird alle zu vernichten, selbst wenn sie alle Engel dafür aussenden. Ich glaube auch nicht, dass es durch den Fall weniger werden." Eher im Gegenteil.

Amatiel runzelte die Stirn. Er war nie begeistert davon gewesen, was seine Geschwister gemacht haben. "Ich habe das auch nie verstanden, aber vielleicht war es einfach der Versuch etwas aufrechtzuerhalten, was langsam auseinander gefallen ist. Nicht, dass Metatron diesen Zerfall nicht erheblich beschleunigt hat..." Ein kopfloser Haufen auf der Erde und ein Kopf ohne Glieder im Himmel. Den Fall hatte keiner verdient. Gebrandmarkt. Das konnte man wörtlich nehmen. Da musste man nur die kaputten Flügel ansehen oder die Tatsache, dass viele gar nicht erst überlebt haben. Er hatte die Zeitungsberichte gesehen. Das angebliche Wetterphänomen. Auch in der Kirche hatten es einige erwähnt und als wunderschönes Naturschauspiel bezeichnet. Es war so weit weg von wunderschön gewesen, wie man auch nur von wunderschön weg sein konnte. Wieder nickte er. "Das hoffe ich.", entgegnete er. "Aber irgendjemand wird es wieder versuchen. Es wird immer wieder jemand versuchen. Solange bis unser Vater zurückkehrt. Wenn er es jemals tun wird." Und wenn dann noch Engel da waren, die sich noch nicht gegenseitig getötet haben. "Aber im Moment stelle ich mich auf einen längeren Aufenthalt auf der Erde ein. Ich komme nicht in den Himmel und hier habe ich wenigstens eine Aufgabe."
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Alexander Calmer
Engel
Anmeldedatum : 11.05.16
Alter : 27
BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   01.11.16 12:25

"Und die Gedanken deiner Hülle übernehmen?" Wäre ja auch noch was, aber vielleicht würde der Priester das ja nicht wollen. Alex tat dies auch nicht, musste er auch nicht. Als er seine Hülle übernahm war sowieso einzig grosse Frage: "Wie überlebe ich heute?" Da dies eine längere Wanderung im gleichen Körper war entlies er die Seele in das Himmelsreich und nahm den Körper für sich ein. Das sich Amatiel bei him bedankte ignorierte Alex. Er bekam selten Dank für einen Mord und so nahm er diesen Dank erst gar nicht an.

"Er nennt sich Midnight." sagte er und lenkte auch sogleich auf das neue Thema. "Und ich glaube Metatron hat ganz sicher davon gehört. Wenn mich nicht alles täuscht hat es dieser Midnight dem neuen Gott ins Gesicht gesagt, scheinbar wurde auch so ein Kriegsrecht ausgesprochen." Das er dies nicht empfangen hatte war leicht komisch, aber Alex war kein Engle mehr wie Amatiel vor ihm. Er musste auch nicht alles empfangen. Seine nächste Frage lies ihn aber ein Bisschen verblüfen. Sein Mund lies er aber zu. "Hm... Du bist der erste der daran dachte. Ich will ja behaupten das dieser Midnight dann herrscht und alles unter seine Kontrolle bringen will aber das sind nur Spekulationen. Ob es einen anderen Herrscher oder neuer Gott gibt ist fraglich." Aber auch das wird vermutet. "Nur wenn es dann soweit ist werde ich gemütlich hier unten sitzen, hoch blicken und warten." Vermutlich bis Gott sich wieder meldet oder bis ein neues Drama im Himmel ausbricht. "Du wärst Willkommen hier auf der Erde." meinte Alex nur und konnte sich das Bild schon vorstellen.
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Amatiel
Engel
Anmeldedatum : 17.10.16
BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   01.11.16 17:55

Er hob eine Augenbraue und legte den Kopf schief. Das wäre in der Tat eine Möglichkeit, aber er war sich nicht sicher ob er das wirklich wollte. Immerhin wuchs er ja doch mit seinen Aufgaben und das war eine Sache, die ihm schon etwas Freude bereitete. Jeder kleiner Fortschritt, den er alleine schaffte, machte ihm deutlich, dass er durchaus Chancen hatte hier zu überleben, wenn es kein Zurück geben würde. Amatiel wirkte nachdenklich. "Das werde ich entscheiden, wenn es so weit ist.", meinte er dann ruhig. Immerhin war zwar der Plan gefasst, aber noch nichts passiert. Der Engel war sich durchaus der Verantwortung bewusst, aber das würde er schon schaffen. Auf die Brüder seiner Hülle brauchte er nicht bauen. Das war ihm schon sehr zeitig klar geworden. Aber er kam bisher auch ganz ausgezeichnet ohne die beiden Männer zurecht. Er war sich sogar sicher, dass er über ein paar gute Leute aus der Gemeinde etwas für die Schwester ergeben würde. Die waren sehr hilfsbereit und vielleicht würde es ihr auch helfen, wenn sie ein wenig abgelenkt war von dem, was sie zu hören bekommen würde. Im schlimmsten Fall würde sie reden und man würde sie für verrückt halten. Oder ihn beobachten oder verjagen. Aber das waren alles Sorgen für die die Zeit noch nicht herangenaht war.

Er nennt sich Midnight. Der Priester schien nachdenklich und versuchte den Namen zuzuordnen. Es gelang ihm nicht wirklich. Also würde er sich wohl oder übel überraschen lassen, was unter diesem Mann losbrechen würde. Oder eben auch nicht. Jemand, der gegen Metatron und dessen Himmelsherrschaft vorging war nicht ganz unsympathisch, aber Amatiel machte sich mehr Gedanken um das danach. Es war nach so einem Umsturz immerhin nie wirklich besser geworden. Die momentane Situation war der beste Beweis. "Was würde es nützen den Himmel zurückzuerobern, wenn dann niemand Ordnung schafft?" Darum ging es doch oder? Eine Ordnung aufrechterhalten und ihn für die Seelen offen halten und sich um alles zu kümmern, was damit zusammenhing. "Aber ich stehe grundsätzlich jedem skeptisch gegenüber, der sich als Gott aufspielen will." Das wollte er gesagt haben. "Unser Vater ist nicht tot. Die Welt braucht keinen neuen Gott." Auf seine nächsten Worte lächelte er. "Ich halte die Erde auch nicht für einen schlechten Ort. Die Menschen haben mich gewissermaßen aufgefangen ohne zu wissen, wen sie da in ihrer Mitte haben." Er nickte in Richtung der Kirche. "Ich glaube ich kann dort mehr helfen, als ich es all die Ewigkeiten zuvor tun konnte."
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Alexander Calmer
Engel
Anmeldedatum : 11.05.16
Alter : 27
BeitragThema: Re: In God we trust [beendet]   07.11.16 8:17

Alex spürte etwas. Ein Schauer lief ihm über den Rücken, aber das war etwas Gutes. Er bemerkte kurz darauf wie seine Kräfte zurückkehrten und er sie endlich wieder richtig nutzen konnte. „Du wirst deine oder eben nicht ganz deine Schwester schon sehr bald wieder sehen können.“ Meinte er nur und erhob sich aus dem Stuhl heraus, schade das er keine Kapuzen Jacke anhatte, dann könnte er sich die Kapuze jetzt hoch ziehen, aber es war wohl nicht alles möglich. Nun ja. „Solltest du aber diesem Krieg oder Kampf fernbleiben wollen, würde ich das sehr gut verstehen und natürlich könnte ich auch ein gutes Wort für dich einlegen.“ Es blieb nur zu hoffen dass Alex das nicht vergass aber er würde es begrüssen zumindest einen normalen Engel in den Reihen zu wissen.

„Wenn die Nephilim wieder kommt oder auftauchen sollte. Ich mag eigentlich diese Geschöpfe.“ Er wollte jetzt fast sagen Amatiel soll dem Halbengel einen Gruss von ihm ausrichten, nur weil er sich an dem Gedanken amüsieren würde. Ja er hatte eine komische Art der Amüsierung. Wieder nickte er. „Vielleicht sollte es eine neue Ordnung geben. Alle Engel gleichstellen und sie in eine Art Wartungsmodus versetzten in dem sie warten bis Gott wieder auftaucht.“ Ja das wäre doch eine Option und vielleicht würde dann die eigene Art nicht noch mehr dezimiert werden.

„Das bedeutet wohl wenn du hier bleibst, ich werde dich sicher das eine oder andere Mal besuchen kommen und wenn du gerade nicht hinsiehst dir deine Gemeinde etwas dezimieren.“ Den letzten Teil kam jedoch etwas sarkastisch hervor und sollte nicht geglaubt werden.
Alex hatte, was das anging, eine komische Art von Humor auf seiner Seite.
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