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 What does it mean to be an Angel? (beendet)

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AutorNachricht
Rae Black
Nephilim
Anmeldedatum : 20.10.16
Alter : 25
BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   16.11.16 3:27

Kaum hatte ich diese Worte raunend geflüstert schien er es auch schon umzusetzen, zumindest wirkte es als würde er langsam aber sicher die Kräfte durchsickern lassen. Seine Worte bestätigten diese Vermutung ebenfalls, also würden wir wohl nun beide sehen wie sehr diese Kräfte uns gegenseitig beeinflussen würden. Meinen Kopf streckte ich wieder zurück und schloss die Augen, spürte seine warmen Lippen wieder am meinem Hals. Erneut zog sich diese Gänsehaut über meinen Körper und hinterließ eine Hitze, die gleichzeitig kalt schien. Ein Wechsel zwischen beiden Gefühlen der so schnell stattfand das ich es nicht wirklich realisieren konnte. Auch das Tempo unserer Bewegungen wurde schneller und die ganzen Gefühle intensiver als zuvor. Ich stöhnte fast gleichzeitig mit ihm auf und spannte meine Muskeln an, entspannte sie wieder und ballte Fäuste an seinem Rücken. Ich spürte seine Zähne zärtlich an meinem Hals, spürte seine Hände wieder über meine Haut rasen und meine Brust massieren. All diese Gefühle rollten erneut über mich hinweg, alle zusammen. Es war wie eine Lawine die mich unter sich begraben hatte und mir nicht die Möglichkeit gab zu entkommen, nicht die Möglichkeit gab Luft zu holen. Und genau diese Lawine aus Gefühlen und Empfindungen war das schönste und intensivste was ich jemals spüren durfte.

Nie hätte ich gedacht das diese Gefühle sich irgendwie steigern könnten, das ich noch stärker kämpfen musste um meinen Körper unter Kontrolle zu behalten. Der Druck der von ihm ausging leitete mich zurück in die Matratze und ich spürte wie seine Bewegung schneller wurde, fester. Nur am Rande bekam ich mit das die Matratze nun ebenfalls unter dieser Sache gelitten hatte. Wie gut das Amatiel im Normalfall dieses Bett nicht benutzte und benötigte. Wieder glitt die Hand heiß über meine Haut und strich wieder mein Bein entlang, krallte sich sanft jedoch spürbar in dieses. Wieder durchzuckten hunderte, tausende Stromschläge meinen Körper und ich wusste nicht wie ich mich irgendwie zurück halten könnte. Der Arm stützte bald schon wieder neben meinem Kopf, drückte weiter fest in die Matratze. Meine Beine schlang ich enger um seine Hüfte und bewegte mich schneller mit ihm, drückte mich ihm fester entgegen. Umso schneller die Bewegung wurde, desto tiefer und fester spürte ich ihn. Die Gefühle in mir wuchsen noch immer weiter und es schien beinahe wie betäubt, wie in Trance. Die Fäuste lockerte ich und krallte mich wieder in seinen Rücken, hoffte mich irgendwie zusammen reißen zu können. Diesmal jedoch spürte ich das es fester war als vorher, denn ich hatte feuchte Finger. Vermutlich hatte ich seinen Rücken mittlerweile blutig gekratzt. Irgendwo tat es mir leid, ich hoffte er hatte keine Schmerzen. Auf der anderen Seite jedoch war ich sicher das es ihm genau so ging und er als führender Part einfach die bessere Möglichkeit hatte seine Kraft auszulassen.

Bevor ich weiter seinen Rücken misshandeln würde drehte ich uns wieder mit einem Ruck um. Diesmal kam es mir noch leichter vor die Zwei Körper zu drehen. Nun saß ich auf ihm und sah ihn von oben aus an. Ich sah nun das die Decke und auch die Matratze ziemlich mitgenommen aussahen, doch das war mir egal. Ich wusste zwar noch nicht das dies nicht der Gipfel der Gefühle war, doch ich wusste das noch etwas folgen würde. Ich bewegte mein Becken auf ihm und wurde immer schneller, drückte mich immer fester gegen ihn. Ich stöhnte immer wieder lauter auf und schloss kurz die Augen um diese Gefühle verarbeiten zu können. Meine Hände fuhren über seine Brust, bis ich mich zu ihm beugte und ihn wieder in einen wilden Kuss verwickelte, sanft auf seine Lippe biss. Meine Hände lagen nun ebenfalls neben seinem Kopf und ich nutzte diese Position um mich fest in die Matratze zu krallen. Es war mir egal, das sie dabei weiter zerstört wurde.
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Amatiel
Engel
Anmeldedatum : 17.10.16
BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   16.11.16 13:57

So langsam verstand er warum Menschen dies taten und auch warum einige seiner Geschwister sich auch dieser Sache hingegeben hatten. Es war vermutlich eines der engsten und vertrautesten Momente, die man miteinander teilen konnte. Wesentlich intensiver als eine Umarmung. Es forderte vielmehr Vertrauen und Hingabe. Denn in so einem Moment fühlte man sich unheimlich stark und war trotzdem mit Sicherheit auch verletzlich, weil man alles um sich vergaß. Man ließ sich einfach gehen, konnte abschalten und vergessen. Keine Pflichten, keine Probleme. Da war einfach nur diese Leichtigkeit und diese Hitze. Ein Funkenflug an Empfindungen und Gedanken, die nur schnell und bruchstückhaft an einem vorbeizogen, wenn man denn überhaupt klar dachte. Für einen Moment fragte sich der Engel ob Paul das auch einmal gespürt hatte oder ob er vielleicht sogar einmal verliebt gewesen war. Seine Tagebücher sagten nichts darüber. Aber er führte sie auch erst seit wenigen Jahren. Alles was davor war, konnte man nur zwischen den Zeilen lesen oder man erfuhr es nicht. Er dankte Paul gedanklich, dass er das mit dessen Hülle erleben durfte. Der Mann würde es zwar nie erfahren, aber vielleicht war es besser so.

Das Gefühl von Haut auf Haut war immer noch unbeschreiblich. Er wusste nicht ob es Raes Wärme war oder seine eigene. Aber das spielte auch keine Rolle. Er gab sich einfach dieser Sache hin, spürte sie und ihre Bewegungen. Bis jetzt kam kein Einwand von ihr, dass der Engel ihr in irgendeiner Weise wehtun würde. Das beruhigte ihn, denn er hatte sich nur sehr schwer unter Kontrolle, wurde immer fester in seinen Bewegungen. Wenn man in Gefühlen ertrinken könnte, dann wäre er jetzt sicherlich kurz davor. Sein Atmung war schon schwer und immer wieder kamen diese kleinen, tiefen Laute aus seiner Kehle, die er weder verhindern konnte, noch wollte. Es schien alles unwirklich. Amatiel spürte, wie sie ihm entgegen kam. Mit einer schnellen Bewegung hob er sie etwas an der Hüfte an und zog sie Nähe bevor er seine Finger wieder in die Matratze grub. Er spürte ihre Fingernägel auf seiner Haut, fester als vorher. Ein leises Ziehen und Stechen auf seiner Haut, welches ihn wieder laut aufkeuchen ließ, weil es so unerwartet war. Dann spürte er wieetwas Warmes leicht an seinem Rücken herablief. Die junge Nephilim schien wirklich mit ihren Kräften zu kämpfen. Aber es war nur ein sehr, sehr leichter Schmerz und über die kleinen Wunden würde er sich noch später kümmern können. Es würde ihn nicht umbringen. Für einen Menschen würde das jetzt mit Sicherheit ziemlich brutal wirken und sich vermutlich auch so anfühlen, aber das waren sie ja zum Glück beide nicht.

Überhaupt hatte der Dunkelhaarige nicht viel Zeit darüber nachzudenken, denn im nächsten Moment spürte er schon die zerstörte Bettdecke unter sich. Es erinnerte ihn daran, wie diese Situation auf dem Bett überhaupt angefangen hatte. Allerdings hatte das hier nichts mehr mit vorsichtigen Betasten zu tun. Er betrachtete Rae durch halbgeschlossene Augen. Der Engel selbst bewegte sich ihr auch entgegen. Seine Hände wanderten an ihre Hüften und packten fest zu um irgendeinen Halt zu haben in diesem Gefühlschaos. Sie berührte ihn wieder und es fühlte sich wieder an, als würde er unter ihren Händen verbrennen. Ihr Kuss war fordernd, der Biss irritierte ihn kurz, aber störte ihn nicht. Seine Hände wanderten wieder zu ihren Rücken über den eh sanft streichelte. Jedenfalls so sanft, wie es ihm gerade möglich war. Er zog unbewusst wieder die Konturen ihres Tattoos entlang. Amtiel legte den Kopf in den Nacken und schloss wieder die Augen. Er stöhnte wieder auf und bewegte sich wieder stärker gegen sie.
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Rae Black
Nephilim
Anmeldedatum : 20.10.16
Alter : 25
BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   16.11.16 14:20

Seine Hände griffen irgendwann an meine Hüfte und hoben mein Becken so leicht an, drückten mich ihm noch weiter entgegen. Jedes Entgegenkommen wirkte als würden erneut mehr Gefühle freigesetzt werden die sich unter die schon vorhandenen mischten. Meine Sorge das der Engel dieses Kratzen als unangenehm enpfinden könnte wich zum größten Teil als ich ein erneutes aufkeuchen vernahm, was mich ziemlich beruhigte. Er blutete definitiv, das spürte ich an meinen Fingern und sah es kurz darauf auch an den Händen. Es war nicht übermäßig viel, jedoch schon so viel das es seinen Rücken in Tropfen langsam hinunter lief. Es tat mir irgendwo leid, doch er wusste was für ein Kampf es war seine Kräfte unter Kontrolle zu halten. Und er wusste das ich vermutlich einen größeren Kampf hatte, denn meine Kräfte waren stärker und nicht so viele Jahre 'trainiert' wie es seine waren. Wobei diese Empfindungen für uns beide gerade Neuland waren und wir somit im selben Boot saßen. Wären wir Menschen gewesen hätte sicherlich einer von beiden schon eine Verletzung erlitten und Schmerzen, doch da wir beide keine Menschen waren.. Zwar war mein Körper menschlich, aber ich glaubte das der halbe Engel in mir mit den Gefühlen und Kräften diesen Menschen gerade ziemlich vertrieb. Die Filme die ich gesehen hatte wirkten gegen das was in diesem Moment war wirklich ruhig. Vermtlich mischten unsere Kräfte schon ziemlichen Einfluss aus. Es war einfach schön zu wissen, zu spüren das ich nicht allein diesen Kampf mit mir führte und diesen langsam aufgab.

Während ich mich auf ihm bewegte und das Gefühl hatte ihn nun noch intensiver spüren zu können wanderten seine Hände wieder über meine Haut und ruhten an meiner Hüfte. Er packte fest zu, als würde er sich an mir fest halten unter all diesen Gefühlen. So wie ich mich zuvor an seinen Rücken geklammert hatte um irgendwie Halt zu finden. Ich spürte deutlich das dieser Griff wesentlich fester war als der eines Menschen, ich wusste auch das ich nach dieser Nacht definitiv ziemlich viele blaue Flecken haben würde. Vielleicht sogar Prellungen, aber das war mir herzlich egal. Vermutlich hätte mich kein Schmerz dieser Welt von den Gefühlen und der Nähe zu ihm abbringen können. Irgendwann ließen seine Hände von meinen Hüften ab und glitten über meinen Rücken. Es wirkte sanft, zumindest als würde er versuchen sanft über diesen zu streichen. Seine Hand fuhr über das Tattoo und ich bekam erneut Gänsehaut, schloss eine Sekunde lang die Augen. Auch der Engel hatte die Augen wieder geschlossen und drückte den Kopf in die Matratze hinter sich.

Unsere Bewegungen wurden immer schneller und fester, ich spürte wie wir beide langsam die Kontrolle über uns selbst verloren. Es war keine Schande in diesem Fall den Kampf zu verlieren oder sogar aufzugeben, wir beide wussten wie schwer es uns fiel. Ich jedenfalls ließ die Scheu immer weiter fallen. Den Kampf würde niemand von uns gewinnen, also gab ich mich dem hin was mein Körper verlangte und was er für richtig hielt. Immerhin waren wir so in diese Situation gekommen. Ich beugte mich wieder zu ihm hinunter und verwickelte ihn in einen Kuss, meine Hände kratzten fest über die Matratze und schlitzten sie auf. Unter uns spürte ich das etwas langsam immer mehr nachgab, bis ein Knacken zu hören war. Kurz löste ich mich von ihm und konnte ein leises Lachen unter einem Keuchen nicht verhindern. Die Matratze hatte ihre Spuren getragen, nun hatte auch das Bett nachgegeben. Es belustigte mich, aber es trieb das Gefühl seltsamer Weise nur noch weiter an. Also bewegte ich mich wieder und ignorierte alles um uns herum, küsste ihn wieder wild und fordernd.
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Amatiel
Engel
Anmeldedatum : 17.10.16
BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   16.11.16 18:43

Dass dieser kleine Kampf für die Nephilim schwieriger war, war ihr anzusehen. Es war ein sehr faszinierender Anblick. Meist hatte er Probleme die Gesichter anderer richtig zu lesen oder sie zu verstehen, aber in diesem Moment konnte er sehen, was in ihr vor sich ging. Dieser Zwiespalt zwischen kompletter Hingabe und Vorsicht. Es war schon erstaunlich zu was so ein einfacher Körper fähig war und was für Kräfte darin walten konnten. Aber es war auch eine schöne Erfahrung das zu erleben und zu spüren. Er ignorierte das Blut und den leichten Schmerz, der über seinen Rücken rollte. Die Lust überwog einfach. Alles andere war egal. Bettdecken und das alle konnte man ersetzen, Wunden konnten heilen, aber so einen Moment konnte man vermutlich nicht noch einmal erleben oder einfach ersetzen. Den würde ihnen auch niemand wegnehmen können. Selbst, wenn sie sterben würden. Aber Leid und Tod existierten hier gerade nicht.

Der Priester ließ sich weiter treiben, hörte mehr auf seinen Körper als auf seinen Kopf oder die Vernunft. Sein Körper stellte sich zumindest keine Fragen und machte sich keine Sorgen, wie er es tun würde, wenn er versuchen würde sich zu erklären, wie sie hier gelandet waren und warum sie das hier überhaupt taten. Er klammerte sich kurz etwas stärker an sie und drückte mit einem weiteren Stöhnen den Rücken leicht durch, drückte sich ihr entgegen. Aber auch als er sich wieder ganz legte, ließ das nicht diese Hitze abebben und ließ auch keine Ruhe in ihm aufkommen. Amatiel hatte er das Gefühl, dass alles nur immer stärker wurde. Immer wenn er glaubte, dass es gar nicht mehr weiter gehen könnte, überraschte ihn seine Hülle einmal mehr. Seine Hände wanderten in den Nacken der jungen Frau und er zog sie zu sich um ihren Kuss zu erwidern. Die Küsse waren fast schon grob und verzweifelt, aber leidenschaftlich und schön. Für den Moment glaubte er wirklich, dass sein Körper nie wieder zur Ruhe kommen würde. Ihre Bewegungen wurden auch immer kräftiger. Sein Körper mit ihr. Wieder stöhnte er in den Kuss.

Er hörte das Reißen des dicken Stoffes, der die Haut der Matratze bildete und des Gewebes darunter. Vermutlich musste er sich einen dezenten Weg suchen diese zu entsorgen oder auszutauschen. Er wusste zwar nicht für wen und warum, aber wie sollte man das schon erklären, wenn man tatsächlich in die Verlegenheit kam jemanden in diesen Raum zu lassen. Immerhin hatte er schon von Handwerkern gehört. Diese waren auch manchmal in der Kirche mit ihren verwirrenden Gerede über Elektrizität und andere Dinge. Aber auch das war nur einen verschwindenden Moment lang in seinem Kopf. Er hörte auch das Knacken und fragte sich warum Rae lachte. Aber zumindest konnte er erahnen, dass das Problem unter der Matratze war. Mit den Details würde er sich jetzt nicht befassen. Sie schien sich auch wenig davon stören zu lassen. Er selbst blinzelte nur kurz fragend bevor er das Ganze wieder vergaß.

Langsam aber sicher machte sich ein Gefühl in ihm breit, was anders war als all das zuvor. Es verstärkte im Grunde alles noch einmal. Ein wenig als würde sich das alles bündeln und er nahm die Hände von ihrem Körper. Tatsächlich hatte der Engel in diesem Moment wirklich Angst ihr ernsthafte Verletzungen zuzufügen. Er spürte diese Veränderung und konnte sie einfach nicht einordnen. Es war wieder unheimlich intensiv. Er hörte auch nicht auf sich ihr weiter entgegen zu bewegen. Vermutlich weil er wissen wollte, was passierte, wenn er damit weiter machte. Aber er kämpfte wieder etwas mit sich. Er hätte sie gern wieder näher an sich gezogen, aber das war ihm zu unsicher. Stattdessen zerstörte er weiter die Matratze. Das was er fühlte war einfach überwältigend. Er öffnete wieder leicht die Augen und sah zu Rae. Er lächelte leicht. Ja, das war wirklich alles ein Gefühl, was ihn wieder ans Fliegen erinnerte. Sein Körper bäumte sich wieder etwas auf. Wieder ahnte er, dass das nur etwas anderes ankündigen würde. Er keuchte rau auf. "Rae..?" Es war vielleicht keine Frage, aber er wusste nicht, was sich da näherte, aber es war einfach mächtig. Er blinzelte zur Decke und ließ eine der Glühbirnen mit einem kleinen Knall zerspringen. Er war so nah an etwas, was er nicht einordnen konnte, aber das nicht mehr lange auf sich warten lassen würde.
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Rae Black
Nephilim
Anmeldedatum : 20.10.16
Alter : 25
BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   17.11.16 1:33

Unter mir vernahm ich die Bewegung und spürte gleich, wie er seinen Oberkörper ein wenig durchdrückte und sich mir weiter entgegen streckte. Wieder zuckte ich kurz zusammen als die Gefühle erneut über mich rollten, aber dieses leichte Zucken ging gleich weiter in die gleichmäßigen, schnellen Bewegungen ein. Wieder spürte ich seine Hände in meinem Nacken, diesmal jedoch strichen sie nicht sanft über diesen. Sie zogen mich fast schon bestimmend zu sich hinunter und wir vertieften diesen Kuss augenblicklich wild und fordernd. Von der anfänglichen Schüchternheit und dem vorsichtigen vorantasten war nichts mehr zu sehen. Man konnte deutlich das Feuer das um uns herum zu brennen schien spüren, diese Gefühle in uns arbeiten sehen. Es war deutlich das beide diesen Kampf weiter führten und es immer weniger gelang sich zu kontrollieren, der Körper immer selbstständiger wurde.

Ich hatte irgendwann einfach das Material der Matratze in der Hand, realisierte erst einige Momente später das ich wirklich die Matratze aufgeschlitzt hatte und nun das Füllmaterial zur Seite warf. In dieser Sekunde war ich wirklich froh das die Matratze nicht Amatiels Rücken war, und ich die Matratze zerfetzt hatte. Ich sah am Laken schon das es das Blut von seinem Rücken aufgesaugt hatte und nun streifige Blutspuren auf diesem klebten. In diesem Moment war ich wirklich froh das wir den Weg ins Bett angetreten hatten. Für einen Augenblick stellte ich mir vor, wie es wohl ausgesehen hätte wenn wir uns lediglich auf das Wohnzimmersofa bequemt hätten. Die Einrichtung hätte auch dort gelitten, das war keine Frage in meinen Augen. Da war es wohl besser nur das Bett zu zerstören, immerhin betrat dieses Zimmer sicher keiner von seinen seltenen Besuchern. Wenn das Sofa zerkratzt, blutig und zerfetzt wäre.. Das würde wohl einen seltsamen Eindruck hinterlassen. Ich sah an der Matratze schon wie wir beide mit unseren Kräften rangen, doch das das Bett unter unseren Bewegungen nach gab war auch für mich eine Überraschung. Vermutlich zeigten sich die Kräfte nicht nur in unserer Zerstörung und den festen Griffen. Vermutlich waren auch die Stöße wesentlich intensiver und fester als bei normalen Menschen. Amatiels fragenden Blick ließ ich jedoch nur unkommentiert, stattdessen küsste ich ihn einfach weiter.

Während die Bewegungen immer intensiver und schneller wurden begann auch der Engel wieder die Matratze zu zerstören. Ich betrachtete dies grinsend. In mir stieg noch immer die Hitze und ich konnte nicht sagen wie weit sie weiter steigen könnte. Ob es wirklich wärmer wurde, oder es sich lediglich so anfühlte. Ich schätzte das es durch all die Gefühle einfach so wirkte, doch sicher konnte ich mir nicht sein. Doch es fühlte sich an als würden sich wieder alle Gefühle und Empfindungen bündeln. Als würde jegliche Hitze sich wie ein Feuerball um diese legen und immer näher auf mich zu rollen. Ich hatte zwar keine Ahnung wie es sich anfühlte, doch ich ahnte das dieses Gefühl sich Höhepunkt nannte. Es wirkte als würde mein gesamter Körper beginnen zu zittern, als würde sich dieses Zittern weiter ausbreiten. Amatiels Oberkörper bäumte sich wieder auf und seine Stimme riss mich aus meinen Gedanken. Ich blickte ihn fragend und leicht besorgt an, vielleicht war ihm das zu viel? Vielleicht wollte er aufhören? Sein Blick jedoch verriet mir etwas anderes. Als die Glühbirne mit einem Knall zersprang sah ich kurz auf. Da dies nur Amatien gewesen sein konnte sah ich sofort wieder zu ihm. Ein paar Funken flogen auf uns herab und ebenso das zersprungene Glas der Birne streute sich über uns. Ich ignoriere das jedoch und legte die Arme an seine Schultern, zog ihn zu mir hoch und hielt ihn so sanft ich in dieser Sekunde konnte fest. Während er beinahe saß hatte ich das Gefühl ihn erneut intensiver spüren zu können. Ich küsste ihn erneut, diesmal wilder wie zuvor. Ich ahnte das auch er sich diesem Höhepunkt näherte, sich all diese Emfpindungen in ihm sammelten. Eine Hand strich durch sein Haar. "Es ist okay." keuchte ich leise, bewegte mich weiter mit ihm. "Das ist ganz normal. Es geht mir genau so." Bevor er sich wieder Gedanken machen würde hoffte ich das die Worte ihn vorerst beruhigten. Ich schloss die Augen wieder und hielt mich in seinem Nacken fest, drückte mich an seine Brust und schrie beinahe auf, als all diese Gefühle wie ein Schlag auf mich zukamen, mich überrollten. Es war, als würde diese Lawine sich von mir lösen. Es war erleichternd, doch gleichzeitig blieb dieses Zittern, dieses unglaubliche Gefühl in mir. Vermutlich hatte ich meinen ersten Höhepunkt soeben erlebt gehabt.
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Amatiel
Engel
Anmeldedatum : 17.10.16
BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   17.11.16 19:32

Es fühlte sich vermutlich weitaus weniger grob an, als es für andere ausgesehen hätte. Gedanken und Gefühle waren eine einzige unstete Masse, die sich immer wieder weiter rollte und einfach nicht fassen ließ. Aber das störte nicht weiter. Der Engel wusste nicht wie seine nähere Umgebung aussah. Es interessierte ihn in Moment auch nicht. Da zählten nur ein paar kleine Dinge, wie die Nähe zu Rae und der Kampf, den sie auf eine ganz eigene Weise austrugen und bei dem niemand sterben musste und auch niemand verlieren konnte. Seine stille Frage wurde nicht beantwortet, aber offenbar war es auch unwesentlich und ein paar Momente später hatte er auch schon fast wieder vergessen, dass da etwas gewesen war. Über Orte wie das Sofa hatte er nicht nachgedacht. Einfach, weil er überhaupt nicht damit gerechnet hätte, dass das hier passieren könnte. Vermutlich hatte Amatiel das erst geglaubt, als es tatsächlich passiert war. Selbst am Klavier hatte er nicht in so einer Richtung gedacht. Das war ihm alles fremd gewesen und zu Beginn auch etwas unheimlich. Immerhin machte seine Hülle Dinge, die er in all den Monaten nicht erlebt hatte und er spürte Dinge, die er in all der langen Zeit, die er lebte nicht gekannt hatte. Und er genoss es. Jeden einzelnen Moment.

Irgendwann würde er wohl darüber nachdenken müssen, wie er das mit der Matratze regeln würde. So etwas konnte man nicht einfach im Kofferraum wegfahren. Vor allem nicht, wenn man nicht wusste, wie man Auto fuhr. Und sie im Wald zu vergraben erschien auch keine sinnvolle Lösung. Aber die Matratze und die Decke waren gerade zweitranging. Es war einfach nur warm und heiß. Er wusste nicht ob seine Haut sich so glühend anfühlte, wie es in seinem inneren gerade kochte. Aber vermutlich nicht. Ansonsten hätte seine Hülle sicher wirklich schaden genommen oder ihre Haut hätte wieder die schmerzhaften Rötungen, wie durch den Kochtopf in der Küche. Er schien die Nephilim irritiert zu haben. Das war nicht seine Absicht gewesen. Was er genau hatte sagen wollen, wusste er nicht. Vielleicht hatte Amatiel nur sicher gehen wollen, dass es auch ihr gut ging. Das mit der Glühbirne war nicht geplant gewesen, aber irgendwo musste sich diese Spannung ja entladen und die Matratze litt auch ohne irgendwelche Energie genug. Er merkte nur, wie er an den Schultern nach oben gezogen wurde, wie als würde er nichts wiegen. Er stützte sich mit einem Arm nach hinten ab und schickte die andere wieder über ihren Körper. Vielleicht lag es daran, dass er jetzt saß, aber es fühlte sich gleich ganz anders an. Er blickte auf, als die Rothaarige dann das Wort ergriff und ihm sagte, dass alles so in Ordnung sei. Es war zumindest für den Kopf beruhigend, denn der Körper kam nicht zur Ruhe. Er nickte nur langsam und schwer atmend und versuchte nicht weiter zu kämpfen. Er würde das nicht aufhalten können. Genauso wenig wie sie. Plötzlich merkte er wieder ihre Hände an seinen Nacken und spürte, wie Rae sich gegen ihn presste. Leicht konnte er spüren, was in bei vor sich ging. Wenige Augenblicke später zog er sie mit sich herunter um sich ihr noch einmal entgegen zu bäumen. Ein raues, tiefes Geräusch entfuhr seiner Kehle und seine Bruste hebte und senkte sich danach noch weiter. Allerdings wich diese Hitze langsam, ein leichte Beben blieb und er schloss die Augen um langsam zur Ruhe zu kommen. Nur langsam öffnete er wieder die Augen und blinzelte leicht. Hätte er es nicht erlebt, würde er nicht glauben, dass es wirklich passiert wäre. Gut, die Fetzen um sie herum sprachen Bände...und dennoch hatte es etwas unwirkliches.

Der Priester fuhr ihr langsam durchs Haare und kraulte wieder ihren Nacken bevor er vorsichtig über ihren Rücken strich. Da war keine Gefahr mehr, dass er ihr wehtun könnte. Der kleine Kampf war vorbei, zurück blieb Zufriedenheit und ein angenehmes Kribbeln. Er küsste sie wieder leicht und lächelte. Er verstand jetzt durchaus, was Menschen daran fanden. Er fuhr wieder in sanften Bewegungen über ihre Seiten und ihren Rücken. "Wie geht es dir?", fragte er dann. Es war nicht so, als würde er sich nicht über die Blessuren kümmern, die er hinterlassen hatte. Davon abgesehen wollte er wirklich wissen, wie es ihr jetzt ging.
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Rae Black
Nephilim
Anmeldedatum : 20.10.16
Alter : 25
BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   18.11.16 1:04

Wenn ich jemandem hätte beschreiben müssen wie sich das alles angefühlt hätte, wie man es am besten beschreiben hätte können.. Ich wüsste es nicht. Ich überlegte wie man einem Menschen beschreiben könnte was gerade passierte. Irgendwo war es wohl einfach nur Sex, den wir gerade hatten. Ich war mir jedoch sicher das das hier zwischen uns kein normaler war. Vermutlich lag es auch daran das er ein Engel war, das ich zur Hälfte einer war. Ich konnte mir niemals vorstellen das Menschen diese Sache so unglaublich intensiv empfinen könnten, das sie sich einander so hingeben konnten. Ich versuchte einen Gedanken zu fassen um es zu beschreiben, doch es gab nichts mit dem sich diese Emfpindungen erklären ließen. Ich kannte keinen Geschmack der annähernd so war wie es bei Amatiel der Fall war. Es gab in meiner Erinnerung kein vergleichbares Gefühl, keine Farbe die es beschreiben würde. Keinen Geruch der dem Engel ähnelte, nicht einmal ein Gedanke der all dies beschrieb. Es war für mich und für ihn ein absolut neues Gefühl, das jedoch für mich das schönste war welches ich jemals fühlen durfte. Dieser Wechsel von Hitze und Kälte auf der Haut, diese ständige Anspannung in meinem Körper.. Es war unbeschreiblich. Ob ich diese Gefühle jemals wieder fühlen könnte? Ich war mir sicher, ich wusste das ich vermutlich niemandem jemals wieder so nahe kommen wollen würde die diesem Engel. Nicht körperlich, nicht auf der Ebene des Vertrauens..

Seine Hand glitt erneut über meinen Rücken und trug zu der schnellen Anspannung all dieser Empfundungen bei. In dieser sitzenden Position schien es als würde er mir noch näher kommen können, zumindest entfachte erneut ein Feuerwerk in mir als würde wieder mehr geschehen. Ich musste mich wirklich zusammen reißen um in dieser Situation überhaupt Worte an einem Stück heraus zu bekommen, ohne sie wieder zu verschlucken. Ich war regelrecht ein wenig stolz auf mich als ich es tatsächlich geschafft hatte. Es schien als würden diese Worte ihn immerhin ein wenig beruhigen, also lächelte ich sanft. Immerhin wollte ich doch das sich Amatiel mindestens genau so wohl fühlte wie ich es tat. Nachdem meine Gefühle wie eine Welle davon gerauscht waren, langsam abklangen und nur noch diese Wärme, das Kribbeln und diese Leichtigkeit zu spüren war spürte ich wie all das in dem Engel nich ziemlich präsent war. Seine Arme zogen mich fest mit sich zurück auf die Matratze, er bäumte sich erneut auf und drückte sich mir wieder entgegen, machte wieder ein Geräusch. Diesmal jedoch war es noch ein wenig rauer und wirkte, als würde es von tiefer her kommen. Die Bewegung hatte nun aufgehört, wir verharrten aufeinander und atmeten beide schwer. Ich spürte unter mir wie seine Brust sich stark hebte und wieder senkte, hörte seinen Atem deutlich. Ich rückte ein wenig zurecht, bettete den Kopf auf seiner Brust und schloss die Augen. Das wohlige Gefühl machte sich mit einer einkehrenden Ruhe breit, als ich seine Hand sanft in meinem Haar spürte, in meinem Nacken. Ich blickte wieder lächelnd auf und erwiderte den Kuss zärtlich, sah ihn weiterhin an. "Mir.. Geht es fantastisch. Es ging mir niemals besser." flüsterte ich heiser und küsste ihn erneut. So langsam spürte ich deutlicher die Stellen an denen Amatiels Hände mich fester gepackt hatten. Ich wusste das dies auf jeden Fall blaue Flecken sein würden, wenn sie es nicht schon waren. Aber es war mir egal, das war es mir wert. "Wie geht es dir?" Ich wusste das sein Rücken ziemlich böse aussehen musste. Davon abgesehen jedoch war mir wichtig, wie es dem Engel in einem Priester nach so einer Sache wirklich ging.
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Amatiel
Engel
Anmeldedatum : 17.10.16
BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   18.11.16 1:51

Vermutlich würde er nie mit irgendjemanden darüber reden oder darüber können. Außer mit dem Rae, aber der musste er es nicht erzählen. Sie war immerhin mit dabei gewesen und hatte das alles mit durchlebt. Erlebt war das falsche Wort. Es war wirklich mehr ein gewaltiges Auf und Ab an Empfindungen, die nicht nur seine Hülle herausgefordert hatten. Er hatte auch keine Ahnung, wie man so etwas sonst ansprechen sollte. Mit Menschen würde er darüber gar nicht reden können. Schon allein, weil sich das nicht für einen Priester gehörte. Das würde Pauls Andenken beschmutzen. Vielleicht hatte er damit einen Freischein in die Ränge der Scheinheiligen bekommen, aber er tat niemanden weh damit. Es nahm niemand schaden. Zumindest sah die Nephilim gerade nicht aus als würde sie leiden. Ihm selbst ging es auch gut. Das lag an ihrer Nähe. Bisher hatte ihn niemand so aus dem Konzept gebracht. Auch, wenn er im Fernsehen Küsse gesehen hatte, hatte er nie das Bedürfnis nach dieser Nähe gehabt. Nie diese Berührungen vermisst oder nachempfinden wollen. Aber mit der Rothaarigen war das anders. Vielleicht hatten sie beide eine sehr kaputte Vorstellung von der Welt, die sie verband und die sie dann hier her gebracht hatten.

Amatiel spürte, dass ihr das Sprechen schwerfiel. Er hatte nicht einmal versucht mit Worten zu antworten. Er hätte es nicht geschafft. Ihm wäre vermutlich jeder Buchstabe im Hals stecken geblieben. Aber sie würde ihn auch so verstehen ohne, dass er irgendwelche Silben über die Lippen quälen musste. Die Lippen waren eh gerade wieder mit leidenschaftlichen Küssen beschäftigt. Wie sie da aneinander hingen, das erinnerte schon an Ertrinkende, die sich festklammerten um irgendwo Halt zu bekommen und nicht unterzugehen. Das Gefühl war sehr heftig über ihn gekommen. Und obwohl die ganze Zeit immer spürbar war, wie es sich alles immer mehr hochgeschaukelt hatte, war es überraschend gewesen und doch auf eine überwältigende Art gut gewesen. Als wäre die Glut noch einmal richtig aufgeflammt bevor sie wieder in sich zusammengefallen war. Es schien als wären ihre Körper nun zur Ruhe gekommen. Nur noch die leichten Nachwirkungen spürte er durch seine Hülle strömen, aber das war im Vergleich zu all dem, was vorher war, kein Vergleich. Sie schien sich auf ihm bequem zu machen. Das ließ ihn lächeln. Es war auch angenehm weiterhin ihre Wärme auf der Haut zu spüren. Ihre Worte ließen ihn noch ein bisschen mehr lächeln. Wenn es ihr gut ging, dann war das doch wirklich eine Sünde wert gewesen. "So geht es mir auch."

Er streichelte weiter über ihre Haut und so langsam sickerten auch wieder ein paar Bilder durch, die während der ganzen Hitze komplett untergegangen war. Der Engel tippte an ihre Stirn. "Soll ich?", fragte er leise. Immerhin wusste er nicht wie groß der Schaden war. Wenn man das Schaden nennen konnte. Über seinen Rücken dachte er gerade nicht nach. Sein Blick wanderte kurz über das Bett um sie herum und blieb an der Schäden hängen. Menschen konnten sich glücklich schätzen, dass das bei ihnen sicher nicht passieren würde. Sie würden arm werden. Egal wie kaputt das gerade alles war. Es war trotzdem noch weich und angenehm. Es tat gut einfach nur hier zu sein und die einkehrende Ruhe zu genießen.
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Rae Black
Nephilim
Anmeldedatum : 20.10.16
Alter : 25
BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   18.11.16 2:25

Es beruhigte mich wirklich das es ihm scheinbar genau so gut ging wie mir. Das zeigte mir das alles richtig gewesen war, so wie es war. Das jede Sorge unberechtig war und ich mir keine Vorwürfe machen musste. Eine ziemlich lange Zeit hatte ich wirklicn große Sorge das alles mehr als falsch und verwerflich war, was ich mit diesem Engel machte. Hätte ich nicht angefangen ihn zu küssen wäre es nie so weit gekommen. Hätte ich nicht diesen Gedanken gehabt wäre wohl auch der Engel niemals auf solche Dinge gekommen. Ich hatte einen Engel im Körper eines Priesters verführt und ihn dazu gebracht mit mir zu schlafen. Es klang immer absurder, desto öfter ich darüber nachdachte. Die Tatsache das wir uns gegenseitig töten müssten, uns hassen müssten war schon schwerwiegend genug. Das er jedoch auch noch ein verwirrter Engel war der nichts von diesen Dingen wusste, machte nichts wirklich besser. Zwar hatte Amatiel genau so viel Spaß gehabt wie ich, auch ihm haben all diese Gefühle und Berührungen gefallen. Doch irgendwie musste ich weiter daran denken dass ich einen Engel verführt hatte. Die Gedanken rutschten jedoch wieder in den Hintergrund, die ganzen Emotionen die noch übrig waren überdeckten jeden negativen Gedanken so schnell wie er gekommen war. Zu meinem Glück.

Nach allem fühlte ich mich beinahe schwerelos. Während ich den Kopf auf seiner Brust gebettet hatte, wirkte es als würde ich fliegen. Alles war so leicht und schwerelos, so schön. Niemals hätte ich gedacht das etwas, was Menschen täglich machten so unglaublich schön sein konnte. Vielleicht war es bei Menschen nicht so intensiv. Doch bei uns war es das. Als würde man eine Farbe in tausenden Tönen sehen, als könnte man einen Geruch in Hunderte Einzelteile zerlegen. Nur das ich gar keine Worte für jedes dieser Gefühle hatte. Vermutlich ging es dem Engel ähnlich, und das obwohl er ein paar Jahre länger lebte wie ich. Ich musste schmunzeln wenn ich daran dachte das Amatiel vermutlich Hunderte Jahre alt war, und ich gerade einmal 21. Konnte man das vergleichen mit Menschen die viel älter waren als man selbst? Wie alt war er überhaupt? "Amatiel?" flüsterte ich leise. "Wie alt bist du eigentlich?"

Sein Finger tippte leicht gegen meine Stirn, ich lächelte ihn sanft an und schüttelte den Kopf. "Nein,.. Noch nicht. Warten wir bis morgen ab." Vielleicht war es auch kaum etwas. Und selbst wenn man deutliche Spuren sehen könnte.. Ich wollte sie noch ein wenig spüren, um sicher zu sein das all das wirklich geschehen war. Immerhin hatte auch er ziemliche Spuren davon getragen. Neben den Spuren am Rücken erkannte ich nun einen Knutschfleck am Schlüsselbein. Zum Glück lag es so tief.. Er würde das schon heilen können. Ich streckte mich kurz und kreiste mit der Fingerspitze über seine Brust. "Wir sollten vielleicht duschen gehen.. Du hast Blut am Rücken, und ich eine Glühbirne im Haar." Ich grinste breit und zog mir eine Glasscherbe aus diesen. Das wäre vielleicht der Zweite intime Moment. Immerhin hatte er gesagt, das er Duschen sehr mochte.

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Amatiel
Engel
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BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   18.11.16 3:07

Ihre Sorgen teilte Amatiel in dem Moment nicht. Er dachte nicht daran, dass er sie eigentlich hätte töten müssen. Immerhin hatte er das schon vor ein paar Stunden mit seinem Gewissen vereinbaren können. Vermutlich hatte dieser eine Satz von seinem Bruder ihm dabei geholfen seinen Frevel so schnell zu akzeptieren. Denn wenn man ihn fragen würde, dann hatte keiner der Engel verdient zu fallen. Engel waren vielleicht nicht die netten Helfer in der Not, wie die Menschen dachten, aber sie waren so, wie sie geschaffen wurden. Kämpferisch und vielleicht auch grausam, im besten Falle gleichgültig gegenüber der Menschheit - so wie er es gewesen war. Aber wie sollten sie es auch anders kennen? Das hob ihn gerade wirklich nicht an. Dass er Pauls Hülle für sein eigenes Vergnügen genutzt hatte, tat ihm auch nur bedingt leid. Er hatte dem Priester ja nicht geschadet. Und dieser würde nie davon erfahren. Vielleicht hätte es ihm ja auch gefallen... immerhin hatte der Engel auch nicht damit gerechnet, dass es so unbeschreiblich gut sein konnte. Die Erinnerung an das hier würde er vermutlich wie einen Schatz bewahren. Wenn er sterben müsste, dann würde er wenigstens das mit in den Tod nehmen.

Es herrschte eine fast schon bedächtige Stille. Aber angenehmer als die Stille in der Kirche. Da war nur Wärme und Zufriedenheit und ein bunter Wirbel aus Erinnerung und Gefühl. Es war nichts unangenehmes, dass sie hier nackt lagen. Es sah sie niemand und das Bett war mehr wie ein zerstörtes Nest mit zwei gerupften Vögeln. Es war ruhig und schön. Er kraulte weiter über ihre Haut, während das alles auf ihn wirkte. Raes Frage ließ ihn dann innehalten. Sein Blick suchte ihren. "Sehr alt.", erwiderte er. "Älter als die Menschheit." Wie alt das war, dass konnte sie ja versuchen sich vorzustellen. Aber menschlich gedacht war das sicherlich unvorstellbar. Er gehörte nicht zu den ältesten Engeln, aber auch nicht zu den jüngsten. Er war auch kein höherrangiger Engel. Aber er war trotzdem sehr alt geworden und würde gern auch noch ein wenig älter werden.
Er nahm wieder die Hand von ihrer Stirn und nickte. Wenn sie so darüber dachte, dann würde er das so akzeptieren. Der Dunkelhaarige schloss kurz die Augen und ließ das alles noch einmal auf sich wirken. Nein, er bereute es immer noch nicht. Kein bisschen. Er bereute auch nicht, dass er es nicht eher versucht hatte. Es hatte nie eine Gelegenheit gegeben in all der Zeit. Keinen Grund. Niemanden mit dem er diese Erfahrung hätte teilen können und wollen. Es war schon gut, wie es gekommen war.

Ein wenig blickte der Priester überrascht drein, als sie die Scherbe aus ihrem Haar zog. Er blickte an die Decke, wo die verbliebenen Glühbirnen vorwurfsvoll herableuchteten. Er grinste etwas. "Besser es trifft die Glühbirne, als deinen Körper." Es hätten wirklich schmerzhafte Dinge passieren können. Schlimmer als blaue Flecken. Amatiel setzte sich wieder ein wenig auf. und stützte sich mit den Armen nach hinten ab. Aber der Vorschlag mit dem Duschen klang gut. Er mochte duschen. Wieso sollte duschen zu zweit weniger schön sein. Immerhin hatten sie schon festgestellt, dass sie beide das selbe Duschbad mochten. Wenn er darüber nachdachte, dann war das eigenartig. Er war sich sicher, dass Menschen über solche seltsamen Gemeinsamkeiten nicht nachdachten. Mit einer schnellen Bewegung hob er sie hoch und stand auf. Er warf einen letzten Blick auf das Bett und sah zum ersten Mal den vollen Schaden. Er hatte mehr geblutet als gedacht... "Du solltest vielleicht auf dem Sofa schlafen.", schlug er dann leise vor bevor er sie die Treppe hinunter trug und vor dem Badezimmer absetzte. Sein Blick wanderte zum Regal mit dem Duschbad. Dann griff er einfach das hervor, was er am liebsten mochte und fischte noch zwei Handtücher aus dem Regal. Dann ließ er ihr den Vortritt in die Duschkabine und folgte ihr hinein. Es war wirklich eng für zwei Personen. Aber es war ja auch nicht für mehrere Leute gedacht. Er öffnete den Verschluss und blickte dann zu ihr. Kurz legte er den Kopf schief und dachte nach. Dann begann er sie an den Schultern einzuschäumen.
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Rae Black
Nephilim
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Alter : 25
BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   18.11.16 3:56

Mein Blick lag leicht schmunzelnd auf ihm und versuchte sich vorzustellel wie alt dieser Engel wohl sein konnte. Die Frage war gestellt und er sah mir in die Augen. Die Antwort jedoch brachte mir kein Licht ins Dunkel, eher verdunkelte sie nur noch mehr. "Älter als die Menschheit?" widerholte ich beinahe flüsternd. Ich versuchte mir vorzustellen wie alt die Menschheit wohl sein konnte, wie Amatiel da schon lebte. "Wie alt ist die Menschheit?" wollte ich interessiert wissen und legte den Kopf schief. Ich lächelte leicht, strich mit dem Finger weiter sanft über seine Brust. Es schleichten sich Gedanken in meinen Kopf, wie wohl vor der Menschheit alles war. Wie die Engel zu der Zeit lebten, was sie taten und wie sie handelten. Amatiel war jedenfalls sehr alt, das stand fest. Eine genaue Zahl würde er wohl selbst nicht zur Hand haben. "Wie war es eigentlich... Bevor es die Menschen gab?" Diese Frage flüsterte ich beinahe. Warum wusste ich nicht. Doch der Gedanke, das Amatiel wirklich schon Tausende Jahre alt war wirkte einfach weiterhin ziemlich seltsam.

Ich grinste breit und überlegte wieder einen Augenblick. Tatsächlich hatte ich mich gefragt, wie es wohl mich getroffen hätte wenn diese Kraft nicht in die Glühbirne gewandert wäre. "Hm.. Klingt es sehr seltsam, wenn ich mich nun frage was wohl passiert wäre, wenn diese Kraft doch mein Körper getroffen hätte?" Ich grinste weiterhin und bettete den Kopf mit dem Kinn so, dass ich ihn weiterhin ansehen konnte. Sicher klang die Frage ziemlich seltsam. Wenn er mit bloßen Gedanken eine Glühbirne zum zerspringen bekam, war es wohl ungut sich vorzustellen was meinem Körper passiert wäre. Schmerzen vorprogrammiert. Ich war wohl einfach ein ziemlich seltsames Wesen.
Ohne etwas dazu zu sagen stand der Engel vom Bett auf und hielt mich ohne Mühe auf seinem Arm fest. Es hatte wirklich große Vorteile wenn beide übermenschliche Kräfte hatten, stellte ich grinsend fest. Meine Arme legte ich um seinen Hals und lehnte den Kopf an seine Halsbeuge. Beim hinaus gehen musterte ich dieses Schlachtfeld welches zuvor ein schönes, ordentliches Bett war. Es war zerbrochen, die Decke samt Matratze war aufgeschlitzt. Neben dem Füllmaterial der Matratze lagen auch Federn der Decke umher und zierten in weiß das dunkelrote Blut auf dem Laken. Ich räusperte mich leise und schloss die Augen. So viel Kraft hattest du also.. "Ja,.. Vielleicht wäre das besser." Ich lachte leise.
Vor dem Badezimmer konnte ich dann selbst laufen. Ich musterte seinen nackten Körper wieder und fühlte mich selbst wohl. Ohne Kleidung, komplett nackt vor ihm zu stehen machte mir nichts aus. Es fühlte sich sogar gut an. Im Bad betrat ich vorsichtig die Dusche und musterte ihn dabei wie er ein Duschbad griff und mir folgte, das Wasser anstellte. Es war ziemlich kuschelig, viel Bewegung war also nicht. Aber das störte mich nicht, denn die Nähe zu Amatiel war noch immer schön. Lächelnd schloss ich die Augen und genoss wie er mir die Schultern einschäumte. Der Duft legte sich sofort über uns wie eine Decke aus dünnstem Samt, die Wärme mischte sich dazu und verwandelte die Dusche zu einem schönen Ort. Ich öffnete die Augen und sah an mir hinunter. An der Hüfte sah mal deutlich die Handabdrücke die sich schon dunkel gefärbt hatten. Ebenso am Oberschenkel. Ich grinste breit und drehte mich dann zu ihm um, sah ihm lächelnd ins Gesicht. Das Duschbad nahm ich ihm vorsichig ab, nahm etwas in meine Hände und schäumte auch ihn sanft ein, massierte dabei seine Schultern.
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Amatiel
Engel
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BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   18.11.16 4:32

Was hatte er erwartet, wie sie auf so eine Antwort reagierte und was hatte Rae erwartet, was sie für eine Antwort zu hören bekommen würde. Er nickte stumm. "Alt genug.", erwiderte er wieder vage. "Aber viel gelernt hat sie nicht, wenn ich mir ansehe, was hier los ist." Er musste etwas schmunzeln. Vermutlich waren genaue Antworten auch nicht von Belang. Es war für viele Menschen schon schwierig in Jahrhunderten zu denken, wie sollte man dann Jahrtausende erklären oder noch größere Zeitspannen? Ihre nächste Frage überraschte ihn. "Ruhig.", erwiderte der Engel. "Wesentlich weniger hektisch." Er legte den Kopf schief. "Aber sie sollte ein guter Platz für die Menschen sein und ich glaube für eine Weile war sie das auch." Bevor die Menschen angefangen haben ihren Lebensraum kaputt zu machen. Das würden sie vermutlich auch ohne Himmel und Hölle sehr gut schaffen. "Zeiten ändern sich. Auch die Menschen ändern sich. Aber das Ergebnis ist immer ähnlich verheerend." All die Kriege und das Leid.

Amatiel sah zu ihr und runzelte die Stirn. Er klopfte auf die Matratze. "Das wäre passiert." Wie das an einem Körper aussah, konnte man sich sicherlich auch mit wenig Fantasie vorstellen. "Aber heute sollte ja niemand sterben. Und morgen auch nicht." Und später auch nicht. Er würde die Nephilim nicht töten. Wenn das geschah während er nicht dabei war, würde er es nicht verhindern können. Aber solange er dabei war, würde er es verhindern. Es war ein schöner Tag gewesen. Zumindest wenn man den Kampf ausblendete. Er hatte reden können ohne dass es um den Kampf im Himmel ging oder ihn irgendjemand verurteilte und ohne, dass er sich verstellen musste. Das wäre bei ihr auch unmöglich gewesen. Sie wusste es, sie fühlte es und es war okay.
Ihr Blick verharrte auch kurz auf diesem kleinen Schlachtfeld. Als er die Federn und das Blut sah, runzelte er die Stirn leicht. Da wurden Erinnerungen wach, die jetzt besser schlummerten. Dagegen war so ein Ding wie eine Matratze wirklich nichtig. Sie war leicht und schien auch nichts dagegen zu haben, dass er sich entschieden hatte sie zu tragen. Er wusste auch nicht warum er sich dazu entschieden hatte. Es hatte sich richtig angefühlt. Sie hatte auch nichts dagegen auf dem Sofa zu schlafen. Das wäre sicher bequemer und ordentlicher.

In der Dusche war es wirklich eng, aber er hatte einen guten Ausblick auf die Spuren, die er auf ihrer Haut hinterlassen hatte. Mit Sicherheit sah er ähnlich aus. Auf dem Rücken sicherlich schlimmer. Aber das war nichts worüber er sich Sorgen machen musste. Und sie konnte auch sagen, wenn sie es sich überlegt hatte. Das Angebot stand immerhin noch. Es war angenehm in der Dusche. Es war beruhigend und man konnte wieder ein wenig mehr entspannen. Er mochte den Geruch und das warme Wasser auf seiner Haut. Wäre er ein Mensch würde er sicherlich ziemlich müde danach sein. So war das hier ein angenehmer Abschluss. Der Engel ließ sich ebenfalls einschäumen und schloss kurz die Augen. Es tat gut. Er sah zu Rae und küsste sie wieder. Dann schäumte er weiter ein.
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Rae Black
Nephilim
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Alter : 25
BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   19.11.16 8:37

Ich grinste erneut und schloss für einen Moment die Augen, ließ alles auf mich wirken. Irgendwie versuchte ich mir vorzustellen wie viele Jahrtausende dieser Engel unter mir schon hinter sch gebracht hatte.Es war seltsam wenn ich daran dachte das er wirklich Jahrtausende oder mehr Jahre lebte. Normale Menschen schreckten schon bei 5,6 Jahren zurück. Manche vielleicht bei 8 und mehr. Doch bei mir und Amatiel handelte es sich umwesentlich mehr. Es war natürlich auch der Unterschied, das wir beide keine richtigen Menschen waren. Mir war es egal wie alt Amatiel schon war, selbst wenn es millionen Jahre gewesen wären. Neben dieser Zahl tauchte eine friedliche Welt vor meinem Auge auf in der die Engel sich noch nicht um das Sorgenkind Menschheit kümmern mussten. Vermutlich vermissten die meisten Engel diese Zeit, so langsam verstand ich immer mehr das die Engel die Menschen nicht sehr mochten. Menschen schienen wie das Kind in der Gruppe zu sein das nur Mist macht und alle Pläne mit den eigenen Problemen durchkreuzt. Ich nickte nur leicht und seufzte leise. Menschen würden sich zwar immer ändern, auch die Welt würde sich verändern. Doch lernen würden Menschen niemals, zumindest nicht was Zerstörung und Wut untereinander anging. Ein hoffnungsloser Fall. "Vermutlich.."

Mein Blick glitt zur Matratze und ich legte den Kopf schief. Ich musste lachen. "Immerhin wäre ich ziemlich glücklich gestorben." meinte ich breit grinsend und küsste ihn wieder kurz, aber sanft. "Ich bin stolz auf uns beide, das wir die Kräfte einigermaßen zurück halten konnten. Gerade bin ich froh keine telepathischen Kräfte zu haben." Grinsend fuhr ich mit der Hand durch das Füllmaterial der Matratze und atmete tief aus, entspannte mich wieder. Ich war wirklich froh das Amatiel mich nicht versehentlich getötet hatte. Das wäre doch ziemlich unpraktisch geworden.. Wenn ich so überlegte das ich dann nackt gestorben wäre.. Nein, das wollte niemand.

Ich musste zugeben das ich nach dieser ganzen Sache ziemlich erschöpft war. Der gesamte Tag war seltsam gewesen und forderte meine Aufmerksamkeit voll heraus. Der Tag mit Amatiel war wunderschön, der schönste Tag in meinem bisherigen Leben. Die gesamte Sache die zwischen uns passiert war musste für einen normalen Menschen viel zu wild, intensiv und vor allem kräftig gewesen sein. Da traten wohl meine Nephilimkräfte ein. Bis auf ein paar Blaue Flecken hatte ich nichts davon getragen. Doch wie ein Mensch war auch ich müde nach so viel Anstrengung von Körper und Kopf. Diese ganzen Emotionen und Empfindungen waren wirklich viel gewesen. Die Wärme legte sich zu der Müdigkeit und ich wusste, das ich seit Ewigkeiten mal wieder wie ein Stein schlafen würde. Nachdem ich ihn vorsichtig eingeschäumt hatte sah er mich an und küsste mich wieder. Ich liebte es wenn er mich küsste. Ich mochte es zu sehen wie auch er selbst es wollte, es schön fand. Also erwiderte ich den Kuss und lehnte mich einen Moment wieder an ihn, spürte seine warme, nasse Haut auf meiner. Dieses Gefühl war vertraut und mit dem Wasser doch anders. Grinsend schäumte ich mir die Haare ein, vorsichtig und darauf bedacht die Glühbirne komplett aus den Haaren zu fischen. Nachdem wir beide schäumten, stellte ich den Duschkopf wieder an und genoss das heiße Wasser auf meiner Haut. Hitze und der Duft des Bades, die Nähe zu dem Engel. Es hätte nicht schöner sein können. Umso mehr genoss ich jeden Kontakt unserer Körper, bis das Wasser abgestellt wurde und ich zuerst aus der Dusche kletterte. Auf dem Handtuch stehend girnste ich ihn leicht an, legte die Arme noch mal um ihn und drückte mich an ihn, küsste ihn wieder.
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Amatiel
Engel
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BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   19.11.16 13:14

Das mit dem Alter schien Rae nicht weiter anzuheben. Zeit war eben immer da, immer im Wandel und vermutlich eines der wenigen Dinge, die man nicht stoppen konnte. Aber man konnte sie beeinflussen. Man konnte in ihr umherreisen. Zumindest war das so gewesen vor dem Fall. "Hätten wir uns vor dem Fall getroffen, hätte ich dir einen kleinen Ausblick auf die Vergangenheit geben können.", murmelte er. Womöglich hätte er sie nicht bis zu den Anfängen mitgenommen. Das wäre auch eine ziemliche Strecke geworden. Aber Amatiel hätte sie weit genug mitnehmen können um ihr ein Gefühl von vergehender Zeit zu zeigen. Aber vielleicht war es auch gut, dass sie solche Ewigkeiten nicht bewusst erlebte. "Jetzt stecken wir alle im Hier und Jetzt und müssen abwarten, was passiert." Oder dafür sorgen, dass etwas passierte. Vielleicht war es gut, dass man nicht mehr so einfach in der Vergangenheit murksen konnte und nicht wusste, was die Zukunft brachte.

Sie wäre glücklich gestorben und er hätte eine nackte Frauenleiche im Haus gehabt. Im Haus eines Priesters. Auf einem Bett und alles voller Blut. Vermutlich hätte man sehr seltsame Dinge von ihm gedacht, wenn man es entdeckt hätte. Selbst für den Engel ein sehr befremdlicher Gedanke. Er hätte gewusst, was passiert wäre. Aber die Erklärung wäre für Menschen sicher noch verstörender gewesen, wie die Geschichten, die sie sich zurechtlegen würden. "Wenn du meinst." Er grinste schief. Die letzten Momente wären sicher nicht sehr glücklich gewesen, eher voller Schmerz und Qual. Und für ihn wäre es im Nachhinein auch in vielerlei Hinsicht nicht schön gewesen. Sein verstorbener Bruder hätte sich sicherlich über diese Situation amüsiert. Aber er glaubte auch nicht daran, dass er sich damit reingewaschen hätte. Ob nun gewollter Tod oder nicht.

Irgendwie hatten die beiden es auch gut geschafft sich nicht allzu sehr ins Gehege zu kommen auf dem engen Raum. Es waren nur leichte Berührungen. Fasziniert betrachtete der Engel, wie das Blut in dem Ausguss lief. Vermutlich hatte er während der ganzen Zeit in dieser Hülle nie so sehr geblutet. Vielleicht hatte nicht einmal der Angriff vorhin so einen Schaden hinterlassen. Da wunderte es ihn wirklich nicht, dass es mehrere Engel brauchte um einen Nephilim umzubringen. Vor der Dusche erwiderte er wieder ihre Umarmung. Er lächelte leicht in ihren Kuss und griff dann in das Regal um ein Handtuch hervorzuziehen und sie vorsichtig darin einzuwickeln. Dann holte er sich selbst ein Handtuch. Wasser perlte nun einmal nicht einfach ab und so trocknete er sich ab. Dann überlegte er. Normalerweise bekleidete man sich danach wieder. War das jetzt auch der Fall? Vielleicht würde sie frieren. Immerhin diente Kleidung ja auch gegen Kälte. Menschen hatten da sehr viele Dinge entwickelt. Für jedes Wetter und zu jedem Anlass. Davon hätten Adam und Eva sicher nie geträumt... Aber das war sowieso eine ganz andere Geschichte. Also sah er fragend zu ihr. Er würde ihr Kleidung borgen, wenn sie das brauchte. Vermutlich bräuchte sie jetzt erst einmal Ruhe. "Du siehst müde aus.", bemerkte er während er ihr Gesicht musterte.
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Rae Black
Nephilim
Anmeldedatum : 20.10.16
Alter : 25
BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   19.11.16 15:32

Ich blickte ein wenig verwirrt und fragend auf. Mein Kopf verarbeitete diese Sache nur ziemlich langsam. Vermutlich lag es einfach daran das noch immer ein paar Gefühle in mir kreisten, da ich noch immer auf dem nackten Körper des Engels lag. Und die Tatsache das das Thema Zeitreise für mich neu und ziemlich skurril klang. Nun stellte ich mir vor wie sich so ein reisen wohl angefühlt hätte. Hätte man es gespürt, während Jahrhunderte an einem vorbei rasen würden? Wie hätte sich so eine Reise generell für einen menschlichen Körper angefühlt? Fragen über Fragen auf die ich wohl keine Antwort bekommen würde. Ich lächelte ihn sanft an und strich ihm mit dem Daumen über die Wange. "Hätten wir uns vor dem Fall getroffen.. Ich weiß nicht, ob wir dann auch jetzt hier liegen würden." flüsterte ich beinahe lautlos gegen seine Lippen. Tatsächlich war ich mir nicht wirklich sicher ob ich noch am leben gewesen wäre, wenn er ein vollwertiger Engel gewesen wäre. Wir hätten uns wohlmöglich nicht an einem friedlichen Ort wie eine Kirche getroffen. Vielleicht wäre auch Amatiel durch meine Hand gestorben.. Die Gedanken vertrieb ich schnell wieder. "Zeitreise klingt so.. So unmöglich." Ich sah kurz wieder zur Seite. "Wenn ich mir eine Zeit wünschen könnte, wäre es vermutlich das frühe Mittelalter. Es war wunderschön.. Auch, wenn auch diese Zeit eine große, dunkle Seite hatte." Ich lächelte ein wenig verträumt.

Der Gedanke an meinen Tod gefiel mir von Minute zu Minute weniger. Bevor ich Amatiel getroffen hatte war der Tod eine Sache die ich keineswegs schlimm fand. Ich war jeden Tag darauf vorbereitet zu sterben, mit dem Tod in die Hölle zu gehen und dort weiter zu leiden. Oder an einen genau so schlimmeren, oder auch schlimmeren Ort. Bisher schaffte ich es jedoch zu meiner Verwunderung weiter zu leben. Und jetzt war ich dankbar dafür. Sonst hätte ich all dies nich spüren können, sonst hätte ich Amatiel niemals getroffen. Ich konnte nicht sagen das ich mich in den Engel verliebt hatte. Gab es sowas unter Engeln und Halbengeln überhaupt? Ich wusste ehrlich gesagt nicht was Liebe war. Ich liebte nie. Die Liebe zur Familie war anders. Aber er war mir innerhalb diesen Tages ziemlich ans Herz gewachsen und vor allem wichtig geworden. So wichtig, das ich durch ihn neuen Elan zum Leben hatte. Für ihn? Vermutlich auch.

Ich sah wie der Engel an sich hinunter sah und das Blut in den Abfluss laufen sah. Er schien ein wenig fasziniert davon zu sein, was ich nur grinsend beobachtete. Den Rücken hatte ich ihm vorsichtig abgespült, damit er nicht weiter alles voll blutete. Die Umarmung und der Kuss waren kurz, doch intensiv und voller Emotionen. Sanft legte er das Handtuch um mich und trocknete sich selbst ab. Vorsichtig trocknete ich auch meinen Körper und tupfte besonders vorsichtig an den blauen Stellen entlang. Langsam spürte ich das sie doch weh taten, aber es war in Ordnung. Nichts was mich irgendwie einschränkte. Nachdem ich trocken war wickelte ich das Handtuch um meine Brust und musterte ihn. "Ja.. Ich fühle mich auch ziemlich müde." gestand ich und gähnte leicht. Ich ging langsam ins Wohnzimmer und holte aus meiner Tasche einen Slip und ein Top, zog diese an und legte das Handtuch wieder zusammen. "Vielleicht solltest du die Gardinen zu ziehen.. Nicht, das jemand irgendetwas sieht, was Fragen aufkommen lässt.." grinste ich und streckte mich kurz. Mein Blick hing wieder auf ihm. "Ich weiß, das du nicht schläfst.." begann ich leise. "Aber möchtest du dich vielleicht trotzdem zu mir legen?" Die Frage war beinahe geflüstert, als wäre es ein Geheimnis.
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Amatiel
Engel
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BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   19.11.16 17:58

Ihr Einwand war durchaus berechtigt. Vor dem Fall hätte das eher anders ausgesehen. Es war nicht so, dass er den Menschen feindlich oder verachtend gegenüber gesinnt war, aber sie hätten nie so ein Interesse geweckt, wie sie es jetzt taten. Dann wäre er nicht unbedingt auf der Erde unterwegs gewesen. Vor allem nicht in einer Hülle. Denn diese hatte er sich erst nachdem er gefallen war gesucht, weil es für die Dauer einer unbestimmten Zeit einfach besser war, wenn man eine hatte. "Vielleicht hättest du dich stattdessen nett mit Paul unterhalten.", schmunzelte er dann. Immerhin wäre dann der Priester hier gewesen und hätte Rae im Beichtstuhl sitzen gehabt. Aber er hätte nicht gewusst, was sie war und warum sie so über Gott dachte. Und wäre der andere Engel aufgetaucht, wäre der Mann hinter seiner Hülle wohl gestorben. In einer Kirche. Von Gott verlassen. Es war schon absurd, wenn man über dieses Szenario nachdachte. Vielleicht wäre die junge Frau auch gar nicht erst in die Kirche oder zur Beichte gegangen? Das würde man nicht klären können. Daran, dass er unter anderen Umständen im Kampf gegen die Nephilim gestorben wäre. Daran dachte er gerade nicht, aber es wäre wohl so gewesen, wenn er noch im Himmel Befehle bekommen hätte. Da fragte man nicht nach einer Lebensgeschichte, da führte man einfach einen Auftrag aus. "Es war nicht immer unmöglich.", meinte er noch etwas abwesend. "Aber ich kann es dir nicht mehr zeigen." Einschränkungen, die mit dem Verlust der Flügel kamen. Die mangelnde Mobilität war schon sehr frustrierend. Man würde sich Autos sparen.

Aber jetzt, wo er sie etwas besser kannte, wenn auch bei weitem nicht alles, wäre ihm es sicherlich schwerer gefallen sie zu töten, wenn er es gewollt und gesollt hätte. Es war seltsam, wie eine Veränderung so große Wirkungen hatte. Die Rothaarige wirkte nicht mehr so kalt und abweisend, wie im Beichtstuhl. Da hatte man ihr die Abneigung gegen all das angemerkt. Aber sie hatte auch Grund genug gehabt misstrauisch zu sein. Den hatte er auch gehabt. Vermutlich hatten die Menschen in der Kirche dafür gesorgt, dass sich die Lage nicht auf gefährliche Weise hochgeschaukelt hatte. Immerhin waren sie sich stillschweigend einig gewesen, dass man kein unschuldiges Leben auslöschen sollte. Wenn er seine Aufgabe genau genommen hätte, dann hätte er darauf wohl weniger Rücksicht genommen und hätte diesen kleinen Schaden in Kauf genommen. Aber er war hier sesshaft geworden. Das würde er auch solange bleiben bis er sich unauffälliger unter Menschen bewegen konnte. Wenn man ihn gefragt hätte, ob er verliebt war, hätte er das nicht beantworten können. Engel sollten nicht fühlen, Engel verstanden vieles nicht, was Menschen bewegte. Amatiel hatte schon diverse Stufen von Frustration und Bitterkeit kennengelernt. Allerdings fühlte er Zuneigung gegenüber der jungen Frau. Er wertschätzte sie. Immerhin hatte er ihr Leben dem eines Bruders vorgezogen.

Er lächelte leicht. Man sah Menschen meistens an, wenn sie müde waren. Da war ein etwas glasiger Glanz in den Augen, die Lider hingen tiefer. Generell wirkte das Gesicht entspannter. Überhaupt änderte Müdigkeit die ganze Körperhaltung. Das hatte er oft beobachtet. Vor allem in der Kirche. Er sah dann überrascht auf und nickte. Nein, das war wirklich nicht gut. Er zog die dunklen Vorhänge zu. Verdächtig wollte man sich wirklich nicht machen. Auch, wenn sie heute einige verdächtige Dinge getan hatten. Wenn er an die Fernsehserien zurückdachte, dann könnte man meinen, dass sie den Engel oben im Bett getötet hätten. Absurder Gedanke. Raes Frage überraschte ihn dann. Schlafen musste er wirklich nicht. Was er genau getan hätte, während sie schlief, konnte er nicht sagen. Vermutlich gelesen. Der Fernseher und das Klavier hätten sie sicherlich geweckt. Man konnte das Sofa tatsächlich ausziehen, auch wenn er das nicht wusste und vor allem auch nicht wie. "Ist das nicht etwas eng?", fragte er deshalb unter Betrachtung der Sitzfläche. "Wir können es versuchen.", fügte er dann aber an. Es war sicherlich eigenartig über ihren Schlaf zu wachen. Sicher noch interessanter als Essen.
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Rae Black
Nephilim
Anmeldedatum : 20.10.16
Alter : 25
BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   19.11.16 22:02

Ich grinste einfach nur leicht und legte den Kopf auf seine Brust, sah an die Wand gegenüber. Wenn Amatiel nicht gewesen wäre, wenn ich ihn nicht in dieser Kirche gespürt hätte.. Wäre ich dann überhaupt in diese hinein getreten? Ich glaubte nicht daran. Und selbst wenn dieser Schritt doch so gelaufen wäre.. Ich wäre nicht in den Beichtstuhl gegangen. Ich hätte mit diesem Priester nicht gesprochen. Er hätte nichts über mich gewusst, nichts über das was in der Welt wirklich los gewesen war. Also schüttelte ich den Kopf. "Nein, das denke ich nicht." Ich sah ihn wieder an. "Vor der Kirche habe ich etwas gespürt.. Irgendetwas, was sich angenehm angefühlt hat. Deshalb habe ich die Kirche betreten. Und als ich gesehen habe, das in diesem Priester ein Engel steckt.. Ich hätte vermutlich nicht einmal mit Paul geredet. Und selbst wenn, nicht offen und ehrlich. Ich hatte dich von Anfang an gespürt, dich gesehen und entschieden mit dir zu sprechen. Nicht mit dem Priester." Egal in welcher Sache. Ob bei der 'Beichte' oder dem was alles zwischen und passiert war.. Es ging nicht ansatzweise um Paul, es ging ausschließlich um Amatiel. Er könnte jede Hülle dieser Welt haben, ich würde genau so fühlen wie ich es in diesem Moment tat. "Schade." flüsterte ich leise. "Es muss wirklich toll gewesen sein.. So frei zu sein in dieser Welt." Freiheit war schon immer ein ziemlich wertvolles Gefühl, eine wertvolle Tatsache gewesen. Man sagte immer das Vögel frei waren, weil sie hin konnten wo sie wollten. Sie konnten fliegen, den Himmel erobern. Ich beneidete Vögel um dieses Können. Einfach mit den Flügeln schlagen und in den Himmel aufsteigen, das Nichts um sich herum spüren, den Wind.. "Frei wie ein Vogel sein.. Fliegen können, wohin mal möchte.. Den Wind und die Freiheit spüren.. Vermutlich habe ich mich deshalb von diese Brücke gestürzt.." flüsterte ich. Oder eher hab fallen lassen. Mein erster und einziger Versuch mir selbst das Leben zu nehmen. Eine sternenklare Nacht und eine hohe Brücke im Nichts. Unter mir nur Wasser, welches so ruhig stand das es den Himmel so wieder spiegelte als sei es ein unendlich tiefes, schwarzes Loch. Ich hoffte zu sterben. Frei zu sterben. Ich ließ mich rückwärts von der Brücke fallen und hielt die Augen geschlossen. Um mich herum war nichts, außer der Wind. Freiheit.. Es waren schmerzvolle Tage nach diesem Aufprall im Wasser.

Grinsend beobachtete ich ihn dabei, wie er die Vorhäne zu zog. Sein misstrauischer Blick auf das Sofa brachte mich wieder zum leisen lachen. "Man kann sie ausziehen..Moment." Ich ging zu dem Sofa und zog es aus, entdeckte sogar Bettwäsche im Kasten darunter. Also machte ich direkt das unzerstörte Bett und blieb gleich darauf sitzen, ließ mich in die Kissen fallen und atmete erleichtert aus. Es tat gut nach einer heißen Dusche in einem frisch gemachten Bett zu liegen. Dieses Gefühl von Wärme und Glück in mir war auch noch stark genug um mich lächeln zu lassen. Die Decke zog ich langsam über mich, während ich Amatiel abwartend ansah. Ich würde besser schlafen wenn ich ihn bei mir spürte.. Auch wenn ich hoffte nicht wieder zu träumen..


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Amatiel
Engel
Anmeldedatum : 17.10.16
BeitragThema: Re: What does it mean to be an Angel? (beendet)   20.11.16 0:05

Das Gespräch nahm doch eine interessante Wendung. Allerdings war das auch nicht so unlogisch. Wieso hätte sie in eine Kirche gehen sollen, wenn sie Gott und alles, was dazu gehörte so verabscheute? Immerhin hatte sie ein schweres Leben wegen himmlischen Kreaturen. Allerdings würde sie auch nicht existieren ohne diese Wesen. Wesen wie er. Also war sie vermutlich durch Zuneigung entstanden, aber dafür den Rest ihres Lebens mit Hass und Verachtung gestraft. Amatiel lächelte leicht und strich ihr leicht über den Rücken. "Du bist also in die Kirche gegangen um mit jemanden zu reden, der deinen Tod bedeuten könnte?" Er hob etwas überrascht die Augenbrauen. Immerhin hatte sie sicherlich schon andere Engel in ihrer Nähe gespürt und das war sicherlich kein beruhigendes Gefühl im Normalfall. Vermutlich, weil es immer zum Kampf gekommen war. Umso mehr überraschte es ihn, dass sie bei ihm keine Gefahr vermutet hatte. Das hätte sie vorher nicht wissen können. Ihre Ehrlichkeit faszinierte ihn. Aber er konnte sich trotzdem nich erklären warum sie mit ihm hatte sprechen wollen. Er war einfach nur ein Engel, wie andere seiner Geschwister. Er hatte nichts Besonderes an sich, was andere anlockte oder ihn interessant machte. Die anderen Engel hatte sie ja auch eher schlecht in Erinnerung. Er dachte kurz darüber nach, dann fragte er leise. "Warum?" Er verstand es nicht. Aber es freute ihn irgendwie, dass sie den Kontakt zu ihm gesucht hatte, weil sie irgendetwas in ihm gesehen hatte.

Als die rothaarige Nephilim das Fliegen und die Freiheit die damit verbunden war erwähnte, schloss er kurz die Augen. Da war wieder dieses Gefühl von Verlust und die Sehnsucht, dass sich das ändern konnte. Er wollte das jetzt nicht fühlen. Das würde all das kaputt machen, was an diesem Tag schön war. Kaputte Flügel. Und egal wie oft jemand sagte, dass die Flügel schön waren, sie waren trotzdem kaputt. Ein trauriges Relikt, was an ihm dranhing. Trotzdem würde er sie nicht hergeben wollen. Und wenn es nur noch Stümpfe wären oder Schmerzen bringen würden. Er schob das weg. Er wollte nicht darüber nachdenken. Aber sie sorgte ja selbst für Ablenkung, als sie das mit der Brücke sagte. Tatsächlich dauerte es einen kleinen Moment bis das, was sie gesagt hatte und dessen Bedeutung gesackt war. Nachdem er sich dessen bewusst geworden war, öffnete er wieder die Augen und musterte sie fragend und mit etwas Sorge. "Wieso hast du das gemacht?", flüsterte er dann. Nicht nur, dass es unwahrscheinlich war, dass sie wirklich geflogen wäre oder sie von jemanden, der es konnte gerettet worden wäre... Vielleicht wollte sie einfach nur selbst entscheiden, wie sie starb, wenn offenbar der Himmel hinter ihr her war. Er erinnerte sich an ihre Worte über die Würde beim Sterben. Aber er stellte sich es sehr würdelos vor, wenn man aufprallte und einem die Knochen brachen oder man ertrank. Seine Hand wanderte wieder zu dem Tattoo mit dem Wolf und dem Mädchen. Er strich über das Bild von dem Mädchen. Vermutlich hatte das etwas mit ihrer Entscheidung zu tun. Das kleine, schwache Mädchen was einfach los gelassen hatte. "Du bist mehr Wölfin als du glaubst." Seine Hände fuhren wieder über das Bild auf ihren Rücken. Er küsste ihre Stirn. "Ich glaube man braucht manchmal keine Flügel zum Fliegen." Es gab Menschen und die waren auch ohne Flügel glücklich. "Man kann sicher auch anders glücklich sein."

Die Sache mit dem Ausziehen irritierte ihn kurz. Seinem Blick nach zu urteilen hatte er wirklich damit gerechnet, dass sie den Stoff von dem Sitzmöbel abziehen würde. Aber dann lüftete sie das Geheimnis und er war tatsächlich beeindruckt. "Oh." Erstaunlich was sich Menschen ausdachten und es sah aus wie ein Bett. Rae legte sich hin und deckte sich zu. Er setzte sich erst vorsichtig zu ihr, weil sie ihn so erwartungsvoll ansah. Dann legte er sich daneben. Er hatte keine Nachtbekleidung an, aber das war vermutlich auch unwichtig. Er schlief ja eh nicht. Er würde einfach hier bei ihr sein und...warten? Und sie beobachten. Oder besser gesagt aufpassen, dass sie Ruhe bekam.
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What does it mean to be an Angel? (beendet)
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