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 Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]

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BeitragThema: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   11.12.16 11:19

Rae - Jerome | 7. September. Nachts. Wayne County/Pennsylvania  

Kälte und Schmerz empfingen ihn, als er aus einem tiefen Traum erwachte und mit den Augen blinzelte. Er lag mit dem Bauch zum Boden auf einem weichen Waldgrund aus Gras, Gestrüpp und Unterholz. Jerome drehte sich auf den Rücken und sah zu den kreideweiß im Lichte der Sterne und des Mondes aufragenden, sich im Wind hin und her windenden Bäumen in den Nachthimmel. Er konnte sich nicht erinnern wo er war oder wie er her gekommen war. Er erhob sich langsam, torkelte und viel gleich wieder auf die Knie und kippte zur Seite auf den Boden. Seinen Leib mit den Armen umschlingend begann er zu weinen. Jerome spürte Schrammen, Kratzer und blaue Flecken an seinem unterkühlten Körper, die nur langsam durch seine Selbstheilungskräfte abheilten.  Außerdem schien er Tagsüber die ganze Zeit in der Sonne gelegen zu haben. Kraftlosigkeit und Erschöpfung und das Verlangen nach Blut wirkten auf den schlafen Leib. Er würde hier krepieren, glaubte er, also begann er heißer nach Hilfe zu rufen. Irgendjemand musste ihn doch hören? Das Hilferufen war allerdings mehr ein Wimmern, denn seine Stimme war kraftlos, schwach. Mit blutunterlaufenen Augen starrte er den nächtlichen Himmel an, unfähig aufzustehen oder auch nur auf dem Waldboden in irgendeine Richtung zu robben. Was ist nur passiert? Ich erinnere mich nicht. Ich hab keine Kraft mehr. Bin durstig.


Zuletzt von Jerome Gattler am 07.01.17 16:00 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Rae Black
Nephilim
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Alter : 25
BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   11.12.16 20:35

Ein ziemlich lauer Abendwind fegte mir um die Nase herum und trug den Geruch von frisch gemähtem Gras mit sich. Es war ziemlich frisch gewesen wenn die Sonne sich hinter den Wolken versteckte und nur noch das Licht der Laternen und des Mondes die Welt erhellten. Für einen Augenblick schloss ich die Augen leicht lächeln und sog den Geruch der Umgebung ein, erinnerte mich an die wenig schönen Kindertage die mein Leben verzeichnete. Früher, wenn die Wiesen der Wohnsiedlung gemäht wurden und wir Kinder neugierig dabei standen und die großen, lauten Maschinen ehrfürchtig beobachteten, dieser Duft sich in die Nase gesetzt hatte.. Es waren schöne Erinnerungen gewesen. Erinnerungen die ich mir gern zurück in den Kopf rief. Nun jedoch war alles anders gewesen, auch wenn es der gleiche Geruch war. Mein Leben war dem Schmerz, der Angst und der Verfolgung verschrieben, es war ein Wunder das ich noch lebte. Vermutlich hatte ich es lediglich meinen Kräften und der Zeit in der Army zu verdanken.

Ich humpelte meinen Weg durch den Park einer kleinen Stadt und verfluchte meine Sturheit im Stillen mal wieder. Erst biss sich dieser Wachhund vor ein paar Wochen in mein Bein fest, und dann jagt mir ein Jäger einen Bolzen einer verdammten Armbrust in mein angeschlagenes Bein. Vermutlich hätte ich Zweiteres verhindern können wenn ich einfach mal nachgedacht hätte bevor ich mich zur Flucht entschlossen hatte. Aber das Kind war in den Brunnen gefallen, die Wunde war spürbar vorhanden. Immerhin neue Schmerzmittel und Verbandszeug hatte ich nun wieder aufgefüllt und konnte die Wunde vernünftig verarzten, nachdem eine heiße Dusche zum Entspannen anstand. Manchmal brauchte man diese Ruhe einfach, gerade wenn man ständig mit dem Tode im Nacken vor sich hin lebte. Die Vorfreude in mir überwog all die Geschehnisse der letzten Tage, zumindest bis meine Ohren ein Geräusch vernahmen das nichts gutes heißen konnte.

Ein leises Wimmern kam hinter einem Gebüsch hervor und ließ mich einen Moment verharren. Ich blickte mich um, doch niemand war in dieser Nacht in diesem Park. Bis auf die Grillen und dieses Wimmern herrschte Stille. Ich überlegte ob ich einfach weiter gehen sollte und es vergessen sollte. Aber ich konnte nicht. Also näherte ich mich langsam dieser heiseren Stimme und erblickte einen kleinen Körper am Boden liegen. Ein kleiner Junge lag dort, mit Wunden und Schrammen, deutlich geschwächt. "Verdammt.. Was hast du denn angestellt?" ,flüsterte ich und kniete mich sofort zu ihm. Mit einer Handbewegung fühlte ich Puls, doch der Körper war eiskalt. Ein wenig ratlos blickte ich ihn an und hob seinen Kopf ganz vorsichtig an, um ihm ins Gesicht schauen zu können. Was zur Hölle sollte ich nun tun? Den Arzt rufen? Vielleicht sollte ich ihn auch ersteinmal in sichere Wärme bringen? "Hey, Kleiner. Was ist passiert? Du brauchst einen Arzt, sofort." Ich kramte schon nach meinem Handy um den Notruf zu wählen.
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BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   11.12.16 21:49

Jerome war nicht mehr er selber. Seine Instinkte hatten übernommen. Sein Körper war geschwächt, kraftlos. Er brauchte dringend Menschenblut. Er schaute in das Gesicht der Frau die sich vor ihm kniete. Sie zückte ihr Handy und wollte gerade eine Nummer eingeben, da erhob sich Jerome blitzartig und biss ihr ins Handgelenk und hielt es mit seinen Händen fest. Begierig zog er daran und trank das Blut. Doch dann wurde ihm anders, er fühlte wie etwas in ihm anfing zu brennen. Er ließ von der Hand ab, fiel zurück auf den Rücken und bäumte sich unter Qualen auf. „Blut. Bitte. Ich. Brauche.. Menschenblut.“ Brennender Schmerz erfasste seinen Körper. Es fühlte sich an als würde er von Innen heraus verbrennen. „Ich. Kann nicht. Ich. Es tut so weh!“ Der Junge rollte sich auf dem Boden herum, als ob das seinen Schmerz aufhalten könnte. Doch dann wurde er ruhig, ganz still.

„Du bist nicht zum Tode bestimmt. Ich habe eine Aufgabe für dich.“, sprach eine rauche, kräftige Männerstimme zu ihm innerlich und er erschlaffte. War das Einbildung? Als er wieder aufwachte, scheinbar waren nur Sekunden vergangen, sah er zu der Fremden auf die sich ihr Handgelenk hielt. „Bitte. Keine Polizei. Keinen Arzt. Bring mich fort von hier. Bin ein Vampir. Ich.. Ich kann nicht. Es tut so weh!“ Jerome hob den Arm, streckte die Hand nach ihr aus. Tränennasse Kinderaugen starrten sie an. „Bitte. Hilf... Ich. Kann.“ Sein Körper erschlaffte, die Hand viel auf den Boden. Jerome verlor das Bewusstsein. Aber durch das Engelsblut schien er eine Verbindung zum Schöpfer bekommen zu haben. Er konnte sich an Rae erinnern, als ob ihre Vergangenheit auf ihn übergegangen wäre. Und als er sie biss, hatte er seine Vergangenheit auf sie übertragen, all seine Erinnerungen. Der Biss eines Halbengels musste dafür gesorgt haben das sich ihre Erinnerungen miteinander verschmolzen. Jerome lag bewusstlos auf dem Boden und regte sich nicht mehr. Er durchfuhr, durchlebte Rae's Erinnerungen wie in einem Traum.
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Rae Black
Nephilim
Anmeldedatum : 20.10.16
Alter : 25
BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   11.12.16 22:37

Der Junge regte sich und ich war erleichtert. Immerhin lebte er noch, das machte die Sache besser. Oder vielleicht auch nicht? Ich realisierte nicht was passierte, bis ich sah und vor allem spürte das dieser Junge mein Handgelenk fest hielt und seine ungewöhnlichen Zähne in dieses gerammt hatten. Mit großen Augen blickte ich ungläubig auf diese Szene und spürte wie er das Blut aus meinem Körper saugte. Es war ein brennener Schmerz, der neben diesem Schmerz der spitzen Zähne wie Feuer wirkte. Bevor ich dazu kam mein Handgelenk von selbst zu befreien ließ er von mir ab und fiel zurück ins Gras. Ich griff sofort nach meinem Handgelenk und hielt es fest, betrachtete diese Bissspuren. Es war auf keinen Fall ein Mensch, das war mir sofort klar. Aber weit genug denken um von selbst auf die Idee zu kommen was er sein könnte konnte ich nicht. Die Situation überforderte mich zu sehr.

Ich sah wie der Junge scheinbar unerträgliche Schmerzen hatte und sich am Boden von der einen auf die andere Seite rollte. Er winselte wieder und ich hörte das er Schmerzen hatte, das er Menschenblut brauchte. Was sollte denn das heißen? Ratlos blickte ich ihn weiter an und versuchte einen klaren Gedanken fassen zu können. Mit einem Schlag wurde der Junge ruhig und lag reglos da. Einen Moment lang schlich sich mir der Gedanke in den Kopf das er tot sein könnte, das mein Blut ihn getötet haben könnte. Erleichtert atmete ich auf als er die Augen wieder öffnete. Er war nicht tot. Mein Handy steckte ich wieder weg, während ich meinen Schal dazu nutzte mein Handgelenk zu verbinden. Ich war nur Halbengel, also würde ich an Blutverlust genau so leicht sterben wie jeder Mensch. Das wollte ich wirklich nicht, vor allem nicht wegen solch einer Sache. Ein Vampir also. Ich hätte es mir denken können. Dieses Wissen rutschte jedoch sofort in den Hintergrund, als der Junge seine Arme nach mir ausstreckte und Tränen in den Augen hatte. Er war hilflos und hatte Schmerzen, da war es doch egal was er war. Immerhin war ich auch kein Mensch. Wieder verlor er das Bewusstsein. Diesmal jedoch geschah auch etwas mit mir. Ich konnte es nicht wirklich beschreiben, es war ein Gefühl als würde jemand in meinem Kopf herum wühlen. Kurz wurde auch mir schwarz vor Augen und es rasten eine Menge Bilder von dem Jungen und anderen Männern durch mein inneres Auge. Es war als würde man Zehn verschiedene Filme in einer unglaublichen Geschwindigkeit abspielen. Ich konnte kaum alles wahrnehmen, sah nur immer wieder den Jungen und fühlte Dinge. Was zum Teufel geschah hier mit mir?

Es dauerte einige Zeit bis ich wieder wirklich zu mir kam und mich verwirrt im Park umblickte. Ich spürte das noch immer diese Gefühle und ein Bild in meine Wahrnehmung huschte, doch ich wehrte mich dagegen. Schnell hob ich den kleinen Vampir auf meinen Arm und lief auf direktem Wege zu meinem Ferienhaus am Rand der Stadt. Ich legte den Kleinen auf das große Sofa und verschloss alle Türen und Fenster, zog die Gardinen zu und machte die Lampen an. Hektiscch verband ich mein Handgelenk und setzte mich neben den verletzten Jungen und musterte ihn. Was sollte ich nun mit ihm anstellen? Und was zum Teufel war da mit diesen Bildern, Gefühlen und Erinnerungen los? Es war beinahe als könnte ich mich nach und nach an Dinge erinnern die ich nie erlebt hatte. Eine Vampirmafia?
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BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   12.12.16 18:20

Er öffnete die Augen und starrte die junge Frau an, als wüsste er alles über sie. „Tut mir leid. Du hast deine Familie verloren, Rae. Engelsblut jedenfalls, selbst wenn es durch deine Mutter verwässert ist, werde ich nicht mehr trinken. Ich hatte keine Ahnung, was du bist. Was du durchgemacht hast. Zuhause. Durch deinen Stiefvater. Bei der Army. Sie haben dich wegen deiner Augen als Kind gehänselt. Es ist verdammt noch mal nicht normal das ich alle deine Erinnerungen kenne. Aber bitte. Hilf mir. Ich bin zu schwach aufzustehen. Ich brauche Menschenblut, ne Blutkonserve aus dem Krankenhaus reicht schon.“ Seine Lippen bewegten sich nicht, denn er war selbst zum Sprechen zu geschwächt. Eigentlich hätte er in seinem erschöpften Zustand und dem zusätzlichen Trunk des Nephilim-Blutes bereits auf der Reise in den Himmel sein müssen, dort hin, wo alle guten Wesen hin kamen. Immer hin hatte er selbst mit dem Vampirfluch (noch) nichts Böses angestellt und als Kind besaß man doch auch Welpenbonus, oder nicht? Aber das Ganze war schon seltsam irgendwie. Diese Stimme, die zu ihm diese Worte gesprochen hatte. Als ob die Hand des Schicksals seinen Tod verhindert hätte. Das alles hatte irgendwas mit dem Engelsblut zu tun. Er starrte Rae weiter an, sah in ihre Augen. „Ich spreche zu dir in Gedanken. Mein Anhänger ist magisch und erlaubt es mir mit Personen die mir nahe stehen telepathisch Kontakt aufzunehmen. Jeromes Verletzungen heilten nicht ab. Da tat sich gar nichts, so lange er nicht durch frisches Blut gestärkt wurde.
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Rae Black
Nephilim
Anmeldedatum : 20.10.16
Alter : 25
BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   12.12.16 18:42

Während ich neben dem Jungen auf dem Sofa saß und in meinen Gedanken umher blickte nahm ich gar nicht wahr wie er schon wieder die Augen geöffnet hatte. Wie auf Knopfdruck schaltete ich die Gedanken wieder ab, sie wussten im Grunde doch nicht was ich tun sollte. Aus dem Nichts hatte ich nun einen geschwächten, verletzten Jungen auf meinem Sofa liegen. Einen Vampir, der mich gebissen hatte. Sich an meinem Blut scheinbar vergiftet hatte. Zurecht. Ich atmete tief durch und drehte mich weiter zu dem Jungen. Sein Blick verunsicherte mich ziemlich. Es wirkte als würde er mich lesen können, als würde er in mich hinein sehen. Ich fühlte mich nackt und schutzlos. Rae, reiß dich zusammen. Du bist erwachsen, zeig keine Schwäche vor dem Kleinen. Nach einem leisen räuspern starrte ich ihn jedoch nur noch ungläubig an. Er bewegte seine Lippen nicht, starrte mich nur an. Und dennoch hörte ich seine Stimme in meinem Kopf. Ich schluckte schwer als mir klar wurde das er meine Erinnerungen und Gefühle genau so gesehen und gefühlt hatte wie ich seine lesen konnte. Er wusste alles über mich, jedes kleinste Detail in meiner dunklen Vergangenheit. Ich blickte beschämt weg und schloss kurz die Augen, atmete erneut tief durch. Ein dicker Kloß im Hals breitete sich aus und erschwerte das Atmen. Wusste er wirklich alles? Wusste er von der grausamen Zeit in Gefangenschaft im Irak in der Army? Wusste er, was diese Männer mir alles angetan hatten? Es war eine Sache die ich selbst beinahe vergessen hatte. Meine Psyche hatte diese Geschehnisse einfach gestrichen aus Schutz. Leider hielt dies jedoch nur kurze Zeit an, ehe mir alle Bilder dieser Nächte wieder in den Sinn kamen. Die Bilder, die Gefühle..

"Das ist nicht normal. Das.. Das gefällt mir nicht. Tut mir leid für deine unfreiwillige Verwandlung." Eine Weile musterte ich den Jungen noch ehe ich mich langsam erhob und mir wieder die Jacke über zog. "Ich bin gleich zurück." Es passte mir nicht, aber den Jungen einfach sterben lassen? Nein, das konnte ich nicht. Auch nicht wenn er ein Vampir war. Ich schloss die Tür ab und lief die Straßen entlang, bis ich nach gut 20 Minuten Fußweg am örtlichen Krankenhaus ankam. Es war ziemlich einfach dieses Ablenkungsmanöver durch zu ziehen. Beinahe zu einfach. Mit einer leichten Ausrede brachte ich die Schwester der Station dazu in die Eingangshalle zu eilen und nutzte die Zeit um durch das Schwesternzimmer in die Hinterräume zu gelangen. Von da aus kam ich in die sensiblen Räume in denen Blutkonserven gelagert wurden. Ich fühlte mich ziemlich schlecht dabei und hoffte das keiner Probleme durch diesen Diebstahl bekommen würde. Ich packte gleich 5 Konserven in meine Tasche und eilte heraus, verließ durch den Hintereingang wieder das Krankenhaus. Der Rückweg dauerte dank Taxi nur 10 Minuten, also betrat ich mein Ferienhaus wieder und verschloss die Tür, räumte die Konserventütchen in den Kühlschrank. Eine behielt ich in der Hand und setzte mich wieder zu dem Jungen, öffnete die Tüte und reichte sie ihm. "Versau mir nicht das Sofa. Hier, trink."
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BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   12.12.16 19:36

Der Junge war erleichtert, als Rae fortging, das Haus verließ. Das bedeutete wohl das sie helfen wollte. Ihm Blut besorgen wollte. Während sie fort war, sah er weiter ihre Erinnerungen. Aber da war nicht nur Böses, auch Güte fand er vor, ihre Mutter war eine gute Person gewesen, die sich durch ihren Stiefvater hatte verdrehen lassen. Ihr Verlust erinnerte ihn an seinen eigenen. Sein Vater war ein Dunkler Stern der so wirkte als ob er jederzeit detonieren und explodieren könnte. Er hatte ihnen, ihm und seiner Mutter nie etwas angetan, sie nie angeschrien, aber sie beide wussten, dass er zu allem fähig war und über Leichen ging. Und mit 10 Jahren hatte sie sich für den Freitod entschieden. War von ihm gegangen. Jerome wusste das sie es nicht mehr ertragen hatte.

Als Rae wieder kam, wollte er nach dem Beutel greifen, fiel dabei aber von dem Sofa auf den Boden. Nicht mal das konnte er tun. Langsam, mühsam, drehte er sich auf dem Teppich vor dem Sofa liegend in ihre Richtung. Er versuchte erneut den Blut Beutel zu greifen, aber sein Arm reagierte nicht. Ich bin zu schwach. Kann mich nicht bewegen., drang er wieder in ihren Kopf ein. Sein Kindergesicht guckte sie wieder an. Seine Augen waren noch immer blutunterlaufen. Er hatte dunkle Augenringe, Kratzer und Schrammen im Gesicht, blaue Flecken an seinen Armen die man unter dem Schwarzen T-Shirt sehen konnte. Und die Schmerzen hatten nicht nachgelassen. Jerome fühlte sich so elend wie noch nie. So müde und kaputt. Was zum Geier war da draußen nur mit ihm passiert. Er hätte gerne auf Raes Erinnerungen verzichtet, wenn er sich dafür an seine jüngste Vergangenheit erinnern könnte. Vielleicht hatte er einen Schlag auf den Kopf bekommen. Gedächtnislücke?

Seine Hände, Finger, betasteten den Teppichboden, er atmete ruhig, aber die Tränensäcke in seinen Augen wegen der Schmerzen waren nicht zu übersehen. Außerdem fror er fürchterlich. Sein Körper war eiskalt. Aber dieses Wesen vor ihm, dieser Halbengel, Rae, sie besaß ein gutes Herz, so wie er auch. Sie würde ihm bestimmt helfen. Immer hin kannte er ihre Erinnerungen. Konnte Rae daher einschätzen. Es war irgendwie, als ob er sie schon ewig kennen würde. Ihre Gefühle und Sehnsüchte. Geheimnisse. Begierden. Aber warum zum Geier er? Waren sie und er vielleicht auserwählte Wesen höherer Macht? Oder wurde er nur gerade wahnsinnig?
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Rae Black
Nephilim
Anmeldedatum : 20.10.16
Alter : 25
BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   13.12.16 3:50

Ich konnte wirklich nicht behaupten das diese Situation mir gefiel. Im Gegenteil. Sie beunruhigte mich eher und ließ mich wieder viel darüber nachdenken. Vermutlich sogar zu viel. Auf unerklärliche Weise kannte ich die Vergangenheit des Jungen und wusste wie sein Leben verlief, wusste wie er zum Vampir wurde und wie er seine Mutter verloren hatte. Ich empfand Mitleid für ihn, immerhin wusste ich wie es war wenn man jemanden verlor der einem alles bedeutete. Der einem Halt gab und einen über Wasser hielt. Wenn der Pfeiler der alles aufrecht hielt einstürzte und man mit in die Tiefe gerissen wurde. Ein riesen Loch welches niemals mehr gefüllt werden konnte, egal mit welchen Mitteln. Trotz allen Gefühlen die ich empfand war ich mir unsicher was den kleinen Vampir betraf. Ich kannte Vampire und wusste das sie unberechenbar waren, töglich sein konnten. Ich verzog das Gesicht und betrachtete erneut die Bisswunde an meinem Arm. Welcher Biss war wohl unangenehmer? Wachhund oder hungriger Vampir?

Ich merkte schnell das der Junge nicht einmal mehr die Kraft dazu hatte selbst diese Konserve zu halten. Zwar bemühte er sich scheinbar wirklich, aber es funktionierte nicht so wie er es wollte. Die Blutkonserve stellte ich einen Moment zur Seite um das Sorgenkind vom Boden aufzuheben und zurück auf das Sofa zu legen. "Verdammt,.. Du bist echt eiskalt." ,flüsterte ich und zog die Wolldecke über ihn. Ich setzte mich so das ich seinen Kopf auf meinen Beinen betten konnte. So hielt ich ihm die Tüte mit dem Blut vor die Nase und half ihm dabei, das er vernünftig trinken konnte. Ein seltsamer Anblick zu sehen wie jemand menschliches Blut trank als wäre es eine Cola im Kino, zum Burger. Doch ich musste über diese Tatsache stehen. Es ignorieren, immerhin war es doch noch immer ein Kind das Hilfe brauchte, oder?

Seine Augen waren glasig und blutunterlaufen, wurden von tiefen Augenringen untermalt. Man sah ihm an das er einiges hinter sich hatte. Genau wusste ich es nicht, ich konnte nur die Bausteine seiner Vergangenheit sehen. Aber das reichte um zu wissen das er es nicht einfach hatte. Ganz allein, ohne Familie die ihm Halt gab. Er war auch auf der Flucht, genau so wie ich es war. Ich kannte dieses Gefühl, wusste wie es sich mit der ständigen Angst im Nacken lebte. Kein schönes Gefühl. "Stärk dich erstmal. Und dann kannst du mir erzählen, was passiert ist." ,meinte ich ruhig und hielt seinen Kopf an mich gelehnt damit er besser trinken konnte.
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BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   16.12.16 21:05

Wie war das mit den Bergsteigern, die den über 8000 Meter hohen Nanga Parbat im Himalayagebirge einst bis zur Spitze erklimmen wollten? Ihre Leiber bilden vereist in Schnee und dem Schutt der Zeit ein Mausoleum auf dem Weg des Menschen in unsagbare Höhen. Aber die, die vom Gipfel zurückkamen, durch Sturm und Schnee und endloser Entbehrung, waren zu anderen Menschen geworden. Sie wussten das sie den Berg bezwungen hatten und das sie nun alles in der Welt erreichen konnten. Über Schmerz und Entbehrung machte ihnen niemand mehr etwas vor. Und so ähnlich ging es auch Jerome vom Gefühl her. Als ob er einen großen, hohen Berg erklommen hätte und lebend von dessen Spitze wieder gekommen wäre, bloß um kurz vorm Ziel vor Erschöpfung zusammenzubrechen um gefunden zu werden. Gefunden von diesem Halbengel. Was war das eigentlich? Ein Halbengel? Jerome war zu fix und fertig um in der entsprechenden Erinnerung weiter zu suchen. Er spürte etwas Wärme in die Kälte seines Körpers zurückkommen, als er von Rae zugedeckt wurde. Aber er bekam was geschah nur verschwommen mit, doch dann wachte sein Verstand wieder auf und wurde klar, die blauen Flecken, Schürfwunden und Kratzer heilten rasend schnell. Sein von Entbehrung und Leid gezeichnetes Gesicht verwandelte sich zurück in das makellose, glatte Gesicht eines gerade in die Pubertät gekommenen Kindes. Sein Körper Körper jedoch wurde nur langsam wärmer und blieb bisweilen ein Eisklotz. Es ging ihm jedenfalls besser als vorher. Aber nicht so viel was die letzte Zeit der Erinnerung anging. Da hatte er eine Gedächtnislücke. Er trank den Blutbeutel komplett leer, wie ein Baby seine Milchflasche.

Sein Kopf neigte sich auf ihrem Schoss gebettet und von ihren Händen gehalten zu ihr auf. „Ich kann mich nicht erinnern. Aber ich werde gejagt. Da sind diese Leute. Und da sind diese Erinnerungen an dich. Warum habe ich sie? War es dein Blut?“, der Junge zog die Wolldecke über seine Schultern so das nur noch der Kopf zu sehen war. Das Blut half die oberflächlichen Verletzungen zu heilen. Aber es war zu wenig für eine vollständige Genesung. Ihm war immer noch so kalt. Nicht so kalt wie vorher, aber eine Kälte die ihn lähmte. Seine Erschöpfung war vollständig gewesen und das Innere brauchte selbst mit der Heilkraft eines Vampirs länger als das oberflächliche Äußere. „Bitte. Ich brauche mehr.“ Der kleine Vampir versuchte sich zu bewegen und wenigstens schaffte er es, sich in eine aufrechte Lage auf dem Sofa zu bringen. Aber man sah ihm an Hand seiner langsamen, mit Stöhnen und Seufzen begleiteten Aufrichtungsbewegungen an, dass er fertig war. „Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr weglaufen. Sie finden mich überall. Am liebsten würde ich einschlafen und nicht mehr aufwachen.“, äußerte er etwas, was seinem gegenwärtigen Gemütszustand entsprach, weil er so fertig war und sich hilflos gegenüber einem vielfach überlegenen Gegner fühlte, aber längst nicht ernst gemeint war. Oder doch? Kinder! Natürlich wusste er gerade nicht was er wollte und redete Blödsinn daher. Aber er fing sich wieder.

„Hilf du mir, dann helfe ich dir. Jetzt wo wir alles übereinander wissen, wäre das doch ein Deal, oder?“ , sprach Jerome mit schwacher Stimme.
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Rae Black
Nephilim
Anmeldedatum : 20.10.16
Alter : 25
BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   16.12.16 22:19

Während dieser kleine Junge, dieser Vampir auf meinem Schoß lag und immer noch schwach wirkte hielt meine andere Hand diesen Beutel voller Blut. Ich roch deutlich diesen metalligen Geschmack, sah wie es sich dickflüssig in diesem Beutel bewegte bei jeder kleinen Bewegung meinersets. Diese Flüssigkeit hielt Menschen am leben. Diese Flüssigkleit floss auch durch meinen Körper, scheinbar jedoch mit einem Zusatz der Vampiren nicht gut bekam. Schon Untersuchungen früher war es immer komisch gewesen wenn man mein Blut abnahm und es auf irgendetwas testete. Lange Zeit war ich im Krankenhaus, viele Wochen am Stück weil man glaubte ich hätte irgendeine unbekannte, schlimme Krankheit. Selbst unter Quarantäne war ich viele Tage, weil man sogar glaubte es sei ansteckend. Es war nie leicht gewesen als Nephilim.

Erst eine Bewegung auf meinem Schoß vertrieb meine Gedanken wieder und holte mich zurück in die Gegenwart. Der kleine Vampir zog die Decke bis unter den Hals und blickte mich an. Das Blut trank er sehr schnell aus und es dauerte nicht lang bis ich sehen konnte wie sein eingefallenes Gesicht innerhalb von wenigen Augenblicken beinahe zu Porzellan wurde. Die kleinen Kratzer waren verschwunden und kaum etwas erinnerte an einen halb tot wirkenden Jungen. Nachdem die Tüte bis auf einen roten Hauch komplett leer war und ich ihn immer noch wenig begeistert weit weg legte blickte ich in die großen, fragenden Augen des kleinen. Wissend nickte ich. Ich wusste das er gejagt wurde. Seltsam genug. "Ja, ich weiß. Du wirst gejagt weil du abgehauen bist vor deiner Familie.. Scheint, als würde die sowas ziemlich persönlich nehmen." Wenn diese Vampirsekte ihm auf den Fersen war, konnte ich mir gut vorstellen das sie nicht lange brauchen würden bis sie auch mich auf dem Sender hatten. "Ich weiß nicht was das war. Bisher hat mich noch niemand gebissen.." Ich blickte auf das schmerzende Handgelenk und seufzte leise. Ein Vampirkind, eine Vampirsektenmafia am Hals und eine seltsame Gedankenverbindung zu dem Kleinen.. Was kann noch schief gehen? Mein Blick traf wieder seinen. "Ich weiß nicht was das ist, warum es so ist oder ob und wie es wieder weg geht."

Der Vampir brauchte mehr Blut. Nickend schälte ich mich aus den Decken und erhob mich, ging in die Küche und nahm mir einen großen Becher. In diesen füllte ich Zwei weitere Konserven, bis der Becher bis an den Rand gefüllt war. Wieder lag der Geruch in meiner Nase. Es fühlte sich seltsam an. Aber mein Herz war zu gut, als das ich den Jungen einfach so gehen lassen könnte. Ich kehrte zurück, gab ihm vorsichtig den Becher und hielt ihn mit fest falls seine Kraft nachlassen sollte. "Hör auf so zu denken, Kleiner. Wir.. Wir kriegen das schon hin, okay? Jetzt bist du erstmal hier und ich passe auf dich auf. Versprochen." Sollten uns wirklich Vampire angreifen wäre meine Nephilimkraft vermutlich unsere Rettung. Ein wenig misstrauisch sah ich ihn von der Seite aus an. "Ja, und es gefällt mir gar nicht das du einfach so durch meine Erinnerungen gestolpert bist. Und ich durch deine.. Aber das Kind ist in den Brunnen gefallen. Ich helfe dir. Was hast du vor?" Ich hatte Mitleid mit dem Jungen und wusste das ich ihn nicht einfach allein lassen konnte.
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BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   17.12.16 22:26

Sie wusste also auch nichts. Über das Warum und Wieso. Aber sie war nicht kaltherzig und brachte ihm noch mehr Blut, von dem er begierig trank und das ihm half die Erschöpfung des Vergangenen abzuschütteln. Das Blut rannte seinen Rachen herunter und mit jedem Schluck wurde er wieder mehr er selbst und der Schatten der er war, als Rae ihn mit sich mitgenommen hatte schwand. Sie half ihm sogar beim Trinken, was durchaus auch Sinn machte, denn seine Kinderfinger zitterten anfangs noch wie bei einem Alkoholiker auf Entzug, als sie den Becher begierig umschlangen und an seinen Mund führten. Er sah Rae verzweifelt in die Augen. „Du wirst auch gejagt. Von Engeln.“, ergänzte er ihre Worte aus ihrer Erinnerung die nun ja auch zu seiner gehörte. Das war ziemlich verwirrend. Die Erinnerungen so zu kennen, als ob man sie selber erlebt hatte. Hoffentlich wurde er nicht schizophren davon und hoffentlich konnte man das irgendwie rückgängig machen. Denn auch ihm gefiel es nicht. Aber nun gut. Im Moment war eben wie es war. „Danke.“, meinte er, nach dem er den Becher leer getrunken hatte. Er fühlte sich jetzt wie Popeye nach einer Dose Spinat, wie Asterix nach einem Schluck Zaubertrank, wie ein Gummibär nach etwas magischen Gummibärensaft. Gesund war er nun wieder. Alles was blieb war die Erinnerung unter einem Mantel aus Vergessen zugedeckt. Sie würde zurückkehren. Aber das brauchte seine Zeit. Das war was anderes als körperliche Leiden zu heilen.

Jedenfalls war er ehrlich ziemlich erleichtert, als sie ihn schließlich versprach auf ihn aufzupassen. In die Decke gekuschelt wider der Erschöpfung in alter Frische verflog seine Depression auch wieder und er schöpfte neue Hoffnung. Er wurde sich schließlich bewusst über den Ort wo er war. In ihrem Haus scheinbar. Jerome schaute sich um. Er hatte sein Herbringen durch sie ja gar nicht wahr genommen, war bewusstlos gewesen. „Das ist lieb.“, sagte er aufrichtig, als sie ihm also versprach auf ihn aufzupassen. Der Junge stupste sie verspielt leicht mit dem Finger in die Seite. Wenn sie schon ein ähnliches Schicksal besaßen, konnten sie sich auch gegenseitig Halt geben, bis dieser Hokuspokus verflog, oder? Als sie ihn fragte, was er vor hatte, grinste der zu neuer Lebenslust zurückgekehrte Junge sie freundlich und verspielt an. Dann begann er seine Arme langsam um sie zu schlingen und drückte seinen Körper an ihren. „Glaube, das nennt man Knuddeln.“, war seine Antwort nur. Er war ja gerade erst wieder aus völliger Erschöpfung wieder gekommen. Hatte Blödsinn über Selbstmord gefaselt. Wie konnte sie da mehr erwarten, als das, was Jerome gerade tat? Seine Retterin umarmen und an sich drücken. Aus Dankbarkeit, weil sie ihm das Leben rettete. Aus Zuneigung, weil ihr Schicksal ähnlich war. Und einfach, weil er eben ein kleiner Junge war der jetzt etwas Liebe brauchte. „Ehrlich. Ich weiß es nicht. Du hast mich zurückgeholt. Hast mir Kraft gegeben. Hoffnung.“, flüsterte Jerome ihr ins Ohr und freute sich einfach noch da zu sein.
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Rae Black
Nephilim
Anmeldedatum : 20.10.16
Alter : 25
BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   19.12.16 20:45

Der Vampir trank das Blut und ich musste mich zusammen reißen das Gesicht nicht zu verziehen. Ich kannte den Geschmack meines eigenen Blutes bestens, fand diesen auch nicht sonderlich schlecht. Manchmal kaute ich sogar selbst auf meiner Lippe herum, biss von innen an ihr bis es begann zu bluten. Meist passierte das wenn ich sehr angespannt und nervös war. Den Geschmack meines Blutes mochte ich und hatte ich außergewöhnlich gern, wobei ich es wohl nicht richtig trinken wollen würde. Doch bei der Vorstellung Blut von Fremden zu trinken stieg der Zweifel ín mir auf. Ich stellte mir vor wie ich aus diesem Becher einen Schluck von dem kalten, dickflüssigem Blut nahm und mir wurde übel. Die Farbe entwich meinem Gesicht und ich blickte weg um diese Gedanken nicht fort zu führen. Durch das Fenster sah ich das ich nun kalkweiß wirkte. Nach einem tiefen einatmen jedoch war diese stechende Übelkeit abgeklungen. Ich blickte wieder zu dem Jungen, versuchte auszublenden das er dieses Blut trank wie eine kühle Cola. Sein Körper veränderte sich zusehens. Diese Schatten in seinem Gesicht verschwanden während ich zusah. Es war faszinierend, wenn auch skurril und befremdlich.

"Ja, werde ich. Aber das ist nichts Neues, also kümmern wir uns besser erst einmal um deine Verfolger." ,meinte ich leise und sah zu wie auch seine Wunden einfach verschwanden. So wie ein Wasserfleck trocknete, als wären diese Wunden nie da gewesen. Sanft lächelnd nickte ich auf seinen Dank hin. Irgendwie war es selbstverständlich für mich gewesen ihm zu helfen. Egal was für Folgen dies haben könnte. Ich wusste das ein Haufen Vampire mir keine Probleme bereiten würde. Dazu war ich zu stark und zu trainiert. Immerhin würden Vampire sicher nicht so mächtig wie Engel sein. Wobei eine ganze Truppe schon schwieriger werden würde. Dieser Stuppser in die Seite riss mich aus den Gedanken und erschreckte mich ein wenig, denn es kam unerwartet. Ein wenig irritiert blickte ich den Jungen an. Er setzte sich auf und legte die Arme um mich, drückte seinen kleinen Körper an meinen und umarmte mich. Diese plötzliche Nähe war erst befremdlich und ich blickte den Jungen einfach überfordert an. Es fühlte sich so seltsam an. Erst nach einigen Augenblicken legte ich meine Arme langsam auch um ihn, bis man das ganze wohl eine richtige Umarmung nennen konnte. Vielleicht war es auch einfach anfangs die Panik das er mir in den Hals beißen könnte. Aber mein Blut war schlecht für ihn, also war ich wohl sicher. "Es freut mich, wenn ich dir so viel gegeben habe." ,flüsterte ich leicht lächelnd zurück.
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BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   21.12.16 18:52

„Meinst du etwa, sie haben uns verfolgt?“, fragte Jerome unsicher nach. Er kannte die jetzige Lage nicht. Hatte komplett den 6. September ausgeklammert. Das letzte was er gesehen hatte war Lydias Gesicht und wie sie ihn dann einfach hatte stehen lassen und abgehauen war. Erinnerte ein wenig an „Kevin alleine in New York“. Nur die grausam-realistische Real-Life und ab18 Jahre Fassung davon. Jedenfalls wurde es ab dem Zeitpunkt dunkel in seinem Gedächtnis. Dass er sich nun in einem Haus in Gesellschaft mit einem Halbengel befand war ihm klar geworden, nach dem er sicht gestärkt hatte. Aber wo? Welcher Ort? Und wann? Jerome schaute beim begierigen Trinken des Blutes immer mal wieder aus den Augenwinkeln zu Rae und sah das sie sich ekelte. „Hey, auch Indianer-Stämme verzehren rohes, noch blutiges Tierfleisch. Tut mir leid das du dich ekelst. Aber ich brauche es.“, meinte er bei einer kurzen Unterbrechung und trank dann den Becher leer.

Als er sie dann „Knuddelte“, wie man es in der Fachsprache der jungen Kids nannte, wenn man eine Person die man ganz besonders dolle mochte, umarmte, an sich drückte und mit Streichen liebkoste, war sie scheinbar für eine Weile überfordert, weil sie nicht reagierte. Aber störte Jerome ja nicht, weil das hier seinen persönlichen Dank an Rea darstellte. Allerdings erwiderte sie dann doch seine Umarmung und meinte das es sie freute, ihm so viel wieder gegeben zu haben. Na ja, vielleicht schuldete er Rae gar sein Leben? Man stelle sich vor sie hätte dort draußen einen anderen Pfad für ihren Sparziergang gewählt. Was wäre aus ihm geworden? Aber zum Glück kam es nicht so und der kleine Vampir flüsterte ihr ins Ohr zurück. „Der Schöpfer sollte dich zum vollwertigen Engel befördern. Weißt du, mir war so, als hätte er zu mir gesprochen, als du mich gefunden hast. Er meinte, er hätte eine Aufgabe für mich. Vielleicht habe ich mir das nur eingebildet. Dann hat Christus sich bei seiner Kreuzigung und seinen Worten „Vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.“ auch nur eingebildet mit dem Allmächtigen per-du zu sein. „Wir Übernatürlichen und Menschen oder Menschen die wie wir vor unserer Wandlung waren, haben so viel Vorurteile unserem Nächsten gegenüber. Ich weiß ja das es dich ekeln muss, wenn ich Blut trinke. Aber das ist meine Nahrung. Und ich habe sie mir nicht ausgewählt, auch wenn ich mir auswählen kann, wie ich sie bekomme. Niemand ist durch meinen Vampirbiss bisher gestorben. Das weißt du auch.“, flüsterte er weiter.

Dann schmiegte er sein Gesicht sanft an ihre Brust-Halspartie, während sie sich immer noch umarmten. „Bist du eigentlich kitzelig?“, fragte Jerome dann wieder ganz Kind verspielt und seine kleinen Finger begannen die üblichen Stellen an denen ein Mensch kitzelig war zu „bearbeiten“. Aber nur für einen Moment. Dann hielt er inne und schaute ihr mit fröhlichen Kinderaugen ins Gesicht. „Was ist ein größeres Symbol der Zuneigung an das Gute der Schöpfung, als wenn Vampir und Halbengel sich umarmen?“, philosophierte Jerome seit langer Zeit mal wieder glücklich, aber auch nachdenklich. Man musste sich vorstellen das er sich ja nicht freiwillig für diesen Weg, ein Vampir zu sein, entschieden hatte, eben so wie Rae als Halbengel. Man hatte es ihnen einfach mit auf den Weg gegeben.
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Rae Black
Nephilim
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Alter : 25
BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   23.12.16 20:46

Ein wenig ahnungslos zuckte ich mit den Schultern und blickte wieder Richtung Fenster. Ich hoffte wirklich nicht das sie uns gefolgt waren. Auch wenn ich nicht daran zweifelte mit ihnen fertig zu werden wollte ich diesen Stress vermeiden und nicht unbedingt noch mehr Verfolger an der Backe haben. Engel und die Army reiche, eine Vampirmafia musste da echt nicht sein. "Ich hoffe es nicht." Der Kleine schien meinen etwas angewiederten Blick bemerkt zu haben und rechtfertigte sich gleich dafür. Ich nickte nur und erhob mich vom Sofa. "Schon okay, ich mach dir keinen Vorwurf. Immerhin hast du dir die Speisekarte wohl nicht ausgesucht." Ich ging zum Fenster und schob den Vorhang leicht zur Seite, blickte nach draußen in die Dunkelheit. Ab und an fuhr ein Auto vorbei und leuchtete in meine Richtung, doch keines blieb stehen. Das beruhigte mich für den Moment. Ich ließ den Vorhang wieder los und drehte mich zurück zu dem Jungen.

Diese Umarmung wirkte eine ganze Zeit ziemlich befremdlich und sogar etwas unangenehm, weshalb die Überlegung im Raum stand sich schnell zu lösen. Doch dieses unwohle Gefühl wich und ich konnte die Umarmung erwidern, auch wenn dieses seltsame Gefühl noch weiterhin anwesend war. Vielleicht war es Misstrauen? Ich wusste es nicht genau. Als er das Wort wieder erhob blickte ich von oben auf ihn hinab und legte die Stirn in Falten. Ein vollwertiger Engel? Irgendwie wollte ich das ganz und gar nicht. Wenn ich mir anschaute was im Moment mit diesen Engeln los war wäre es vermutlich genau so unschön gewesen. Es tat sich nicht mehr viel zwischen den Schicksalen und dem Leid welches man durch machte. "Danke, aber.. Ich denke ich bin als Nephilim auch ganz zufrieden. Ich nehme das aber als Kompliment." ,grinste ich. Auch wenn es genau genommen keines war wenn man um die Situation wusste. Aber da der Vampir dies nicht tat wusste ich wie er es meinte und nahm es auch so auf. "Es ist okay. Wirklich. Ich mache dir keinen Vorwurf. Immerhin hast du niemanden verletzt, also habe ich nichts was ich dir übel nehmen könnte. Und da bin ich erleichtert drüber." Wie ich reagiert hätte wenn er einen Menschen getötet hätte? Ich wusste es nicht. Und ich war froh das ich das auch nicht herausfinden musste. Hoffentlich.

Die Umarmung blieb bestehen und sein Kopf bettete sich an meinem Hals. Er begann mich zu kitzeln, doch ich grinste nur und schüttelte den Kopf. "Nein, bin ich nicht. Dazu sind meine Reflexe zu gut." Ich lachte leise und sah ihn wieder an. Er wirkte wieder wie ein Kind in diesem Alter, ein normales Kind welches kein Vampir war. Es war wirklich erstaunlich wie normal Wesen wirken konnten. "Ich weiß es nicht.. Aber ich denke das hier ist schon ein ganz gutes Zeichen." Ich grinste und drückte den Jungen noch einmal leicht, ehe ich letztendlich von ihm abließ und mich wieder erhob. Nach all dem Trubel musste ich mir einfach einen Tee machen um mich selbst zu beruhigen.

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BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   23.12.16 21:43

Auch Jerome erhob sich, streifte die Decke ab und musterte das Ausmaß seiner vergangenen Tortur. Seine Klamotten waren schmutzig, abgenutzt, mit teilweise Spinnenweben aus der alten Mine noch verklebt, zerrissen. Sein Rucksack war weg. Er besaß nichts mehr als sein Leben und seine Freiheit. Als Rae mit ihrem Tee aus der Küche zurückkam, stand der Junge ahnungslos am Fenster und blickte zu den Nachtschwärmern in ihren Autos. „Ich brauche deine Hilfe. Wieder.“, meinte er leise. Es war ihm unangenehm ein Bittsteller als ein Gattler zu sein, immer hin machte Gattler Industries Milliardenumsätze mit Waffenverkäufen in aller Welt und durch die zahlreiche Seelen in die Höhle hinab geschickt wurden. „Hinab, hinab in die Hölle und sage Warrick hätte dich geschickt!“, sagte einmal sein Vater zu einem entführten Geschäftskonkurrenten, ehe er diesen per Kopfschuss ermordete. Jerome hatte das nur zufällig mitbekommen, weil er nicht schlafen konnte und durch heftiges Streitgespräch in den Keller des Gattler Anwesens angelockt wurde. „Ich kann so nicht in der Gegend herumlaufen.“ Der kleine Vampir deutete auf seine Klamotten und sah sie wieder an. „Kann ich bei dir wohnen bleiben? Hier scheint es sicher zu sein, glaube ich. Und ich weiß doch nicht wohin ich sonst soll.“, fragte er Rae und senkte den Kopf zum Boden. Sein Haarscheitel fiel ihm ins Gesicht. Er konnte eben nicht mehr nur Kind sein. Sonst würden sie ihn kriegen! Ganz egal für wie stark Rae sich hielt. Ein Löwe konnte auch von einem Dutzend Hyänen getötet werden. Er musste weiter über sich hinauswachsen. Schließlich war er kein normales Kind und er trug ja auch Verantwortung als Vampir, musste lernen seine Kräfte zu beherrschen.
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Rae Black
Nephilim
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BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   24.12.16 1:21

Der Junge erhob sich ebenfalls und schien sich selbst zu mustern. Ich blickte nur kurz von dem befüllten Wasserkocher auf, ehe ich ihn anstellte und meine Tasse vorbereitete. Die Kleidung des Jungen sah wirklich mitgenommen aus und schien einiges durchgemacht zu haben. Dreckig und zerfetzt, als wenn man einen Lauf durch Matsch und Stacheldraht hinter sich gebracht hätte. Ich konzentrierte mich wieder auf den Tee und brühte ihn auf, nahm die Tasse zwischen beide Hände und kehrte zu ihm zurück. Er hatte sich auch an das Fenster gestellt und sah gedankenverloren nach draußen. Hatte er auch Angst das ein Auto hier halten könnte? Oder dachte er einfach nur nach?

Ich blickte zu ihm, blieb im Raum stehen. Was könnte er nun von mir wollen? Mein Blick wurde fragend, bis er seine Gedanken mit mir teilte. Das er in diesen kaputten und dreckigen Sachen nicht mehr normal durch die Straßen laufen konnte stimmte, so würde er wohl unnötige Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Doch die Bitte danach ließ mich kurz die Luft anhalten. Der Vampir wollte bei mir wohnen. Ich atmete tief aus und strich mit der vom Tee angewärmten Hand durch mein Gesicht. Er tat mir leid. Doch so sicher war es bei mir nicht, immerhin gab es die Engel und so gut wie jeden Polizisten dieses Staates. "Naja,..Ehm.." ,begann ich, doch musste noch einmal neu ansetzen. "Dieses Haus ist nur zur Miete. Noch für ein paar Tage, danach muss ich weiter ziehen." Ich blickte ihn sanft an. "Ich weiß nicht ob es wirklich sicherer ist mit den Engeln und der Army. Die paar Tage die ich hier noch bleibe kann ich dir den Schutz geben und auf dich aufpassen." Ich seufzte leise. Ich konnte den Jungen nicht einfach vor die Tür setzen jetzt wo ich wusste was hinter ihm her war. Ich wünsche irgendwo das ich so kühl wäre, doch ich war es nicht. "Wo bekommst du dein Blut her?" Ich sah ihn ein wenig misstrauisch an. Tötete er Menschen oder beschaffte er sich das Blut anders? Könnte ich es akzeptieren das er Menschen verletzte oder gar tötete um zu überleben? Nein, das könnte ich wohl nicht.
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BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   24.12.16 1:58

"Dann lass mich doch mit dir gehen?", fragte der Junge einfach direkt nach, nach dem sie ihm die Umstände genannt hatte und sie nur noch ein paar Tage hier wohnen würde. "Krankenhäuser. Oder von Menschen die es mir freiwillig geben.", antwortete er wahrheitsgemäß, aber eigentlich müsste sie es ja auch durch seine Erinnerungen wissen, dass er nicht zu jener Sorte Vampire gehörte die Menschen wegen ihres Blutes tötete. Jerome hatte ein gutes Herz und könnte es sich nie verzeihen einen Menschen einfach so anzufallen. Vielleicht eine Mutter, deren Kinder Zuhause auf sie warteten? Nein, nein, so war er nicht. Unabhängig ob Rae ihm zuguckte zog er seine Klamotten aus und tapste ins Bad um eine Dusche zu nehmen. Seit Tagen hatte er keine Möglichkeit mehr dazu gehabt. Und als die Millionen kleinen Wassertröpfchen aus dem Duschkopf den Schmutz und verkrustetes Blut von seinem Körper spülten, fühlte er sich gleich viel wohler, lebendiger. Allerdings fiel nun auch mit voller Wucht die Erinnerung auf ihn ein. Jene Tage seit Anbeginn seiner Flucht vom Gattler Anwesen. Er sank in der Dusche zusammen und hielt sich die Hände vors Gesicht. Weinend und schluchzend saß er da und dachte nach. Dachte nach was aus ihm werden würde. Einige Freunde hatte er ja schon gewinnen können. Aber Luna nahm nie ab, wenn er sie anrief, Lydia war auch irgendwie vom Boden verschwunden. Wer blieb ihm noch in dieser Welt? Die Antwort war schwer erträglich: Niemand. Denn sie alle hatten ihre eigenen Probleme und keine Zeit sich um ein Anhängsel wie ihn zu kümmern. Aber wie sollte er da seine Flucht vor Thule aufrecht erhalten können? Nur auf sich gestellt? Ohne Freunde die ihm halfen?
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Rae Black
Nephilim
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BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   24.12.16 16:43

Etwas überrascht sah ich den Jungen an. Mit der Antwort hätte ich natürlich rechnen können, aber ich hatte gehofft das es vielleicht doch anders kommt. Ich fühlte mich in der Situation überfordert und wusste nicht was ich hätte sagen sollen. Ich könnte unmöglich ein Kind mit mir herum schleppen, auch nicht wenn er Vampir war. Vielleicht auch gerade deshalb? Ich nickte ein wenig erleichtert. Ich wusste das er bisher keine Menschen getötet hatte worüber ich mehr als froh war, aber dennoch war da ein unwohles Gefühl. Die Erinnerungen waren verblasst, so als wäre ein Filmband beschädigt und würde sich nach und nach auflösen. Irgendwie beruhigt mich das, das musste immerhin bedeuten das diese unerklärliche Verbindung sich wieder löste. Ehe ich etwas sagen konnte sah ich wie der Junge seine Kleidung ablegte und die Treppen hoch ging, kurz darauf schloss sich die Badezimmertür. Er schien duschen zu wollen. Etwas irritiert blickte ich ihm nach und seufzte, stellte den überzogenen Tee auf die Küchenablage und fuhr mit beiden Händen durch mein Gesicht. Was sollte ich tun oder ihm sagen? Auf der einen Seite konnte ich ihn unmöglich mit nehmen, aber wohin sollte er? Wenn er niemanden hatte?

Mein Blick fiel auf die kaputte und schmutzige Kleidung vor mir. Er konnte sie nicht anziehen, auch nicht wenn ich sie waschen würde. Zum nähen waren eindeutig zu viele große Risse im Stoff. Seufzend lief ich wieder zur Tür und überlegte nicht lang, schlich hinaus. Wo bekam man Kleidung für Kinder her, mitten in der Nacht? Sicherlich nicht an einer Tankstelle. Ich wusste das die Nachbarn Kinder im ungefähren Alter hatten, also nahm ich mir die Dreistigkeit bei diesen zu klingeln. Natürlich waren sie nicht begeistert das ich um diese Zeit klingelte, aber als ich von meinem schwerkranken Bruder erzählte der plötzlich auftauchte waren sie bereit mir ein paar Kleidungsstücke zu überlassen. Ich fühlte mich schlecht die Gutmütigkeit auszunutzen, aber immerhin konnte der kleine Vampir sich so in vernünftiger Kleidung bewegen. Zurück im Haus ging ich hoch zum Badezimmer und klopfte leise. "Hey, ist alles okay? Ich habe Kleidung für dich."
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