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 Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]

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Gast
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Gast
BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   02.01.17 16:13

Das Prasseln des Wassers auf seinen Körper wirkte irgendwie beruhigend auf Jerome, aber vielleicht lag das auch daran das dieser unerwünschte Eindringling in seinem Oberstübchen allmählich wieder verschwand? Vieles von Raes Erinnerungen verblasste wieder was wiederum bedeutete das dieses seltsame Phänomen nicht dauerhafter Art war. Zumindest schien es so zu sein. Jerome hielt die Augen immer noch geschlossen, vergrub sein Gesicht in seinen Händen und saß mit angewinkelten Beinen in der Dusche, als es plötzlich an der Tür klopfte. Wie lange hatte er so da gesessen? 6 Minuten? 10? Er war völlig in Gedanken versunken gewesen. Aber jetzt ging es ihm zumindest um eine Sorge besser. Ja, eigentlich, wenn er so darüber nachdachte, war er doch ganz gut dran. „Komm rein.“, meinte er, nach dem er sich wieder aufgerichtet, das Duschwasser abgestellt und sich in ein Badehandtuch gehüllt hatte. „Oh! Das lieb von dir.“, meinte er lächelnd zu Rae und nahm sie ihr ab. Mal sehen: Was hatte sie ihm da denn mitgebracht? Jogginghose, T-Shirt und ein Kapuzen-Shirt. Als er in die Klamotten geschlüpft war, ging er vor den Spiegel und brachte seine Frisur wieder auf Vordermann. Er ließ sich Zeit damit, weil er nicht wusste was er sagen sollte. Schließlich drehte er sich aber zu Rae um. „Tut mir leid, das alles. Die Umstände. Ich sollte wohl lieber verschwinden so lange es noch Nacht ist. Kannst du mir etwas Geld borgen?“ Er wusste zwar noch nicht wie er es ihr zurückzahlen sollte, aber würde sich schon was ergeben. Ansonsten würde er einfach mal seine Fähigkeiten für einen Diebstahl missbrauchen. Irgendjemanden, dem es nichts ausmachte, wenn er 100 Dollar weniger in der Tasche hatte.
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Rae Black
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Nephilim
Anmeldedatum : 20.10.16
Alter : 25
BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   05.01.17 1:17

Ich wartete einige Momente vor der Badezimmer Tür und hatte die Augen geschlossen. Der Junge tat mir einfach leid und ich wünschte ihm helfen zu können. Sein Schicksal war ähnlich wie meines: Ein unfreiwilliges Leben auf der Flucht. Auch ihn hatte niemand gefragt ob er all das wollte. Er musste einfach damit leben, ob er wollte oder nicht. In mir hatt5e sich eine Art Knoten aus Wut und Verachtung gegenüber seiner Familie gebildet. Ein Teil in mir wünschte sich dem Oberhaupt dieser Familie einmal gegenüber zu treten um ihnen zu geben was sie verdienten. Diesen Jemand so zu treten wie er es mit dem Jungen getan hatte. Vielleicht würde sich die Chance geben. Dann würde dieser Jemand es bereuen. Ich glaubte nicht daran das es stärker als ich sein konnte. Erst die Stimme des Jungen riss mich aus meinen Gedanken. Ich betrat das Bad und lief auf den im Handtuch eingerollten Vampir zu, hielt ihm die frische, heile Kleidung hin. "Nicht dafür. Immerhin ist es ganz und sauber." Ich lächelte und legte den Kopf leicht schief.

Er zog sich an und richtete sein nasses Haar vor dem Spiegel. Es herrschte eine Stille die irgendwie seltsam wirkte. Bedrückend. Er drehte sich jedoch zu mir um und nahm das Wort wieder in die Hand. Ich lächelte wieder nur sanft. "Du brauchst dich für nichts zu entschuldigen. Du kannst nichts dafür, okay? Niemand hat gefragt ob du das alles willst, also gib dir nicht die Schuld. Egal für was." Kurz legte ich die Hand auf seine kleine Schulter. Er wollte verschwinden was ich gut verstand. Vielleicht wäre es sogar sicherer für ihn. Ich nickte nur und seufzte. "Ja, natürlich. Du brauchst mir das nicht zurück geben. Hauptsache es hilft dir erstmal." Somit ging ich wieder runter und nahm meine Geldbörse in die Hand, zählte ein paar Scheine und drückte dem Jungen etwas mehr als 200 Dollar in die Hand. "Damit kommst du hoffentlich gut über die Runden. Es tut mir wirklich leid das ich dich nicht mit mir nehmen kann." Kurz herrschte wieder Stille. "Ich gebe dir meine Handynummer. Wenn etwas ist, du Hilfe brauchst, Geld oder irgendetwas anderes: Ruf mich an. Egal ob Tag oder Nacht, klar?" Ich sah ihn eindringlich an und hoffte, das er meine Bitte oder besser Forderung einhalten würde.

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Gast
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Gast
BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   06.01.17 11:14

„Ich gebe mir keine Schuld, ich hab ja nichts Böses getan. Aber das du in meine Geschichte hineingezogen wirst, tut mir leid.“, meinte er ehrlich. Das er ein Gattler und ein Vampir war, hatte er sich nicht ausgesucht. Und vielleicht sollte er sich einfach damit abfinden? Aber nein, das konnte er nicht! Wollte er nicht. Auf den lebenslangen Hausarrest der ihn erwarten würde, wenn die Schergen seines Vaters in zu fassen bekamen, konnte er verzichten. Also durfte er sich eben nicht schnappen lassen. Die Frage war jetzt nur wohin er gehen sollte? Aus Gedanken versunken schaute er wieder zu Rae auf, als sie ihre Hand von seiner Schulter nahm und zu ihm wegen dem Geld meinte das er es ihr nicht zurückzugeben brauchte. Also gut, schon wieder eine Sorge weniger. Aber es blieben noch genug für ihn zurück. Ein Junge sollte sein Leben nicht damit verbringen ständig auf der Flucht zu sein. Er hatte ein Trauma durch irgendein schlimmes Ereignis in den letzten Eineinhalbtagen gehabt. Verwirrende Bilder. Alles stand auf den Kopf. Aber da war dieser weibliche Schrei als ob eine Frau in einen tiefen Abgrund fallen würde. Das Weiterkommen und das Nicht-zurück-schauen. Irgendwie seltsam das Ganze, weil er doch wusste – oder hatte er sich das nur eingebildet? - das Lydia mit ihm aus der alten Mine gekommen war und sie ihn dann zur nächsten Stadt gebracht und verlassen hatte. War sie nur eine Wahnvorstellung gewesen? Hatte er das, was in der Mine passiert war, nur verdrängen wollen in dem er sich eingebildet hatte, Lydia wäre noch da?  

Er tapste in Gedanken hinter Rae die Treppe herunter und zog seine Schuhe an. Er nickte dankbar lächelnd, als sie ihm 200 Dollar in die Hand drückte und ihm darüber hinaus ihre Handynummer weitere Hilfe anbot. „Tja. Bin ja erst 12 Jahre alt und werde von den Schergen meines Vaters gesucht. Keine Sorge. Komm schon klar.“, meinte er mit bitterer Selbstironie. Er schaute auf seine Armbanduhr die er sich gerade wieder umlegte. Auf CNN mussten um die Uhrzeit wieder die neusten Meldungen gesendet werden und seit Tagen hatte er von der Außenwelt praktisch nichts mehr mitbekommen. „Warte mal kurz.“ Jerome ging zu einem Fernseher rüber und schaltete den Kanal ein, weil er etwas ahnte. Tatsächlich lief da gerade eine Suchmeldung nach ihm mit Bild und Beschreibung durch seinen Vater mit einer Prämie von 2 Millionen Dollar für Sachdienliche Hinweise und 5.000.000 Dollar bei seiner Auffindung. Die Polizei fahnde landesweit. „Scheiße. Typisch Vater. Setzt sofort ein Kopfgeld aus.“ Der kleine Vampir schaltete wieder ab, steckte sich sein Handy mit Raes Nummer in die Hosentasche und umarmte Rae zum Abschied noch mal. Dann ging er unsicher zur Türe und wollte sich zum Gehen wenden. Er öffnete die Türe und schaute gleichzeitig zu Rae zurück. Dann sah er hinaus und schreckte zurück.

Da standen drei Männer in Schwarz. Der eine bleckte grinsend seine Vampirzähne, die anderen beiden waren Zombies, aber grinsten ihn auch an. Jerome schlug sofort die Tür wieder zu. Hastig atmend schaute er sich um. Rae schaute ihn verwirrt an. Wieder eine Einbildung oder Paranoia? Ängstlich drehte er sich wieder zu der Türe um und öffnete sie. Doch da stand niemand mehr. Unsicher streckte er seinen Kopf durch den Spalt und schaute von links nach rechts. Nichts. Keine Gefahr. Der Junge schloss die Türe wieder und schaute Rae verwirrt an. Egal, sagte er sich innerlich und ging dann doch (halb)entschlossen los. Auf dem Bürgersteig vor Raes Haus schaute er noch mal zurück. Aber die Vorhänge der Fenster waren ja alle zugezogen.
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Rae Black
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Nephilim
Anmeldedatum : 20.10.16
Alter : 25
BeitragThema: Re: Blutdurst, Engelsblut und Knuddeln [Beendet]   07.01.17 6:40

Ich zuckte nur lächelnd die Schultern. Es beruhigte mich das er sich immerhin nicht die Schuld an der gesamten Situation gab. Ich kannte diese Schuld die man auf den eigenen Schultern trug weil man sie selbst dort platzierte, immer wieder und immer mehr. Aber selbst ich hatte gelernt das man nichts dafür konnte was man war und wie das Leben vorher bestimmt war. Ich konnte nichts dafür das ich mein Leben lang gejagt und gehasst wurde, er konnte nichts dafür das er eine Familie hatte die ihn suchte und das wohl ziemlich energisch. "Schon okay. Ich denke damit kann ich umgehen. Sollten mir ein paar Vampire zu nah kommen werden sie schnell lernen was es heißt den Kopf zu verlieren." Ich grinste leicht und seufzte. Ich war stark und das wusste ich. Gegen einen ganzen Haufen würde zwar auch ich meine Probleme haben, aber ich glaubte einfach mit diesen Wesen fertig zu werden. Ich würde mich wehren und ihnen zeigen was ich von ihnen hielt. Von mir würde niemand erfahren was mit Jerome war und wohin er ging, wie es ihm ging oder sonstige Informationen.

Ich sah zu wie er das Geld und meine Handynummer einsteckte. Es beruhigte mich zu wissen das er nun immerhin ein weig Hilfe hatte, wenn auch nur finanzielle. Es war besser als nichts zu tun. Ein schwaches Lächeln konnte ich bei seinen Worten aufbringen. Es gab nichts was man hätte sagen können um die Situation zu besänftigen. Es war grausam und würde nicht besser werden. "Du wirst es schaffen. Ich stehe hinter dir und helfe, wo ich kann." Ich würde zumindest versuchen ihm zu helfen sobald er etwas brauchte. Er ging zum Fernsehr und schaltete ihn an, was ich nur nebenbei regestrierte. Ich wollte mich um den Tee kümmern als ich die Stimme des Moderators hörte und Jeromes Bild uner einer Fahndung mit ziemlich viel Geld sah. Ich schluckte und strich mir durchs Haar. In mir stieg wieder ein wenig mehr Wut auf. "Vielleicht sollte man sie anlocken und alle ausrotten.." ,murmelte ich mit zu schlitzen geformten Augen. Diese Familie wurde einfach nicht sympathischer.

Ich erwiderte die Umarmung eng und strich ihm vorsichtig durchs Haar, sah ihm nach bis er an der Tür stand. Er wirkte ziemlich verunsichert als hätte er jemanden gesehen. Als er die Tür zugeschlagen hatte und mich panisch ansah hob ich eine Augenbraue. "Ist da jemand?" ,fragte ich misstrauisch und hatte mich schon auf einen Kampf vorbereitet. Gewundert hätte es mich nicht wenn diese Vampire her gefunden hätten. Die Tür wurde wieder geöffnet und es offenbarte sich niemand davor. Was hatte der Junge gesehen? Erneut schloss sich die Tür und der Junge sah mich an. Es tat im Herzen weh ihn so zu sehen und nicht wirklich helfen zu können. Als er letztlich das Haus verließ und scho am Bürgersteig war drehte er sich erneut um. Ich stand nun auch in der Tür, hatte die Arme vor der Brust verschränkt und sah den Jungen besorgt an.
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